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Einkommensteuer-Freibetrag: Warum es ihn gibt und wie hoch er ist

Die Einkommensteuer ist ein Thema, das bei den wenigsten Freudensprünge auslöst. Der Freibetrag bei der Einkommenssteuer hingegen ist ein gern angenommenes Entgegenkommen des Staates.

Jedem ist klar, der Staat braucht Geld, um zu funktionieren, hierzu werden Steuern auf das Einkommen der Bürger erhoben.

Einkommensteuer-Freibetrag: Die Untergrenze der steuerlichen Belastung

Der Zugriff auf das Einkommen der Bürger hat aber auch seine Grenzen. Diese Grenzen sind nicht grundlos und auch kein „Bonbon“, das der Staat seinen Steuerzahlern übergibt. Die Grundlage des Einkommensteuer-Freibetrages ist die Existenzsicherung. Wer kein Einkommen hat, dem wird die Existenzgrundlage durch die Hartz IV-Regelung gesichert.

Wer ein Einkommen hat, soll keinen Nachteil erfahren durch die Besteuerung seines Einkommens. Der Einkommensteuer-Freibetrag übernimmt diese Funktion. Somit ist auf Einkommen, die unter der Grenze des jeweils zugrundeliegenden Existenzminimums liegen, keine Einkommensteuer zu entrichten.

Einkommensteuer-Freibetrag: Lohn und Einkommen – wo ist der Unterschied?

Wer die landläufige Meinung vertritt, dass die Einkommensteuer ja nur Selbstständige und Freiberufler betrifft, weil der „normale“ Arbeitnehmer ja Lohnsteuer zahlt, liegt falsch. Die Lohnsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer.

Diese wird im Regelfall direkt durch den Arbeitgeber im Rahmen des Quellenabzugsverfahrens entrichtet. Wer jedoch zusätzliches Einkommen erzielt, muss dieses im Rahmen der Einkommensteuer angegeben werden und kann so den Freibetrag überschreiten.

Einkommensteuer-Freibetrag: Das Einkommen ist eine Nettogröße

Ob die Grenze des Freibetrags bei der Einkommensteuer erreicht und überschritten wird, hängt von der Höhe des Nettoeinkommens ab. Das Nettoeinkommen ist somit auch die Grundlage zur Berechnung der Einkommensteuer.

Das Nettoeinkommen ergibt sich nach Abzug relevanter Kosten, die direkt der Erwerbstätigkeit zugeordnet werden können, wie zum Beispiel Fahrt und Materialkosten. Hier sind die Abzugsmöglichkeiten bei Selbstständigen und Freiberuflern wesentlich höher.

Einkommensteuer-Freibetrag: Die Höhe des Grundfreibetrags

Der Grundfreibetrag für die Einkommensteuer im Jahr 2013 beträgt 8.130,00 €. Erst beim Überschreiten dieses Freibetrags ist die Einkommensteuer zu entrichten. Der Grundfreibetrag unterliegt dabei Anpassungen, die sich an den jeweiligen Lebenshaltungskosten orientieren. So soll der Grundfreibetrag für die Einkommensteuer im Jahr 2014 auf 8354,00 € ansteigen.

Einkommensteuer-Freibetrag bei Ehepartnern, Kindern und weitere Regelungen

Für Ehepartner, die steuerlich zusammen veranlagt werden, gilt der doppelte Grundfreibetrag. Dies wären im Jahr 2013 dann 16.260,00 €. Auch wer Kinder hat, kann hier einen Freibetrag auf die Einkommensteuer gelten machen.

Dieser richtet sich nach Anzahl der Kinder und Höhe des veranschlagten Einkommens. Weitere Möglichkeiten, die Grenze des Freibetrags bei der Einkommensteuer zu erhöhen, sind durch den Sparer-Pauschalbetrag, Behindertenfreibetrag, Übungsleiterfreibetrag oder Regelungen in der Erbschaftsteuer im Einzelfall zu überprüfen.

Einkommensteuer: Freibetrag ist oft nicht ausschlaggebend

Auch wenn der Freibetrag auf die Einkommensteuer ein willkommenes Extra zur Reduzierung der Steuerlast darstellt, ist dieser oft nicht so entscheidend, da die meisten Haushalte die Grenzen des Grundfreibetrages überschreiten und dieser somit pauschal angesetzt werden kann.

Weit mehr bringt es, auf Sonderregelungen zu achten, die gerade bei der Berechnung des zugrunde liegenden Einkommens greifen können. Wer hier nicht firm mit der aktuellen Gesetzeslage ist, dem ist anzuraten, die Dienste eines Steuerberaters in Anspruch zu nehmen.

1. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.