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Einlagensicherung: So sind Sie bei einer Pleite abgesichert

Nicht nur in Deutschland, sondern sogar in der gesamten Europäischen Union sind die Einlagen von Bankkunden gegen einen Zahlungsausfall ihrer Bank geschützt.

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestsumme von 100.000 € pro Kunde. Geht Ihre Bank pleite, bekommen Sie als Kunde Ihr Geld bis zu dieser Summe auf jeden Fall zurück.

Die meisten Banken sichern freiwillig sogar mehr ab. Allerdings fällt nicht jede Form der Geldanlage unter diese Einlagensicherung.

Was unter die Einlagensicherung fällt

Geschützt sind Spar-, Sicht- und Termineinlagen, also das Geld, das auf verschiedenen Bankkonten liegt, wie beispielsweise:

  • Girokonten
  • Tagesgeldkonten
  • Sparkonten
  • Festgeldkonten

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  • Verrechnungskonten, die zu einem Wertpapierdepot gehören und über die Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden
  • Spar(kassen-)briefe, die auf den Namen des Eigentümers lauten (Namens-Sparbriefe)

Was nicht unter die Einlagensicherung fällt

Nicht unter die Einlagensicherung fallen Wertpapierdepots. Das ist aber nicht weiter schlimm. Die Wertpapiere sind Ihr Eigentum, die Depotbank ist hier nur treuhänderisch tätig. Sie können sie jederzeit zurückverlangen, auch bei einer Bankenpleite. Die Gläubiger der Bank bzw. der Insolvenzverwalter haben keinen Zugriff darauf.

Ebenfalls nicht geschützt sind Inhabersparbriefe, also Sparbriefe, die nicht auf einen bestimmten Eigentümer ausgestellt sind und die jeder einlösen kann, der gerade im Besitz dieser Papiere ist.

Und noch etwas sollten Sie wissen: Auch der Inhalt von Bankschließfächern fällt nicht unter den gesetzlichen Einlagenschutz. Sie haben aber auch hier, wie bei Wertpapieren, einen Anspruch auf Herausgabe der darin gelagerten (Wert-)Gegenstände.

Sonderfall: Fremdwährungskonten

Von Gesetzes wegen muss eine Bank keine Einlagensicherung für Fremdwährungskonten anbieten. Viele Banken tun dies aber dennoch. Neben Genossenschaftsbanken und Sparkassen gehören dazu auch diejenigen Privatbanken, die eine freiwillige Mehrabsicherung bieten.

Der Entschädigungsfall: Was bei einer Bankenpleite passiert

Ist eine Bank zahlungsunfähig, wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aktiv. Sie verhängt ein sogenanntes Moratorium über das betreffende Kreditinstitut. Das heißt: Zahlungen dürfen die betreffende Bank weder verlassen, noch darf die Bank Geld entgegennehmen (Ausnahme: fällige Kreditraten).

Nach spätestens 6 Wochen ist klar, ob die Bank gerettet werden kann oder nicht. Falls nicht, wird der Entschädigungsfall festgestellt.

Sie als Bankkunde erhalten dann Post von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken oder vom Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands bzw. der Bausparkassen. Darin werden Sie aufgefordert, Ihre Ansprüche per beiliegendes Formular anzumelden. Spätestens nach 20 Tagen wird Ihnen das Geld ausgezahlt.

Einlagensicherung: Welche Depotbanken in welcher Form abgesichert sind

Bei der Einlagensicherung der folgenden Banken geht es nicht um Ihr Depot, sondern um das zugehörige Verrechnungskonto. Ausreichender Schutz ist hier ebenso wichtig wie bei „normalen“ Bankkonten, denn bei Wertpapierkäufen und -verkäufen sowie bei der Gutschrift von Dividenden werden oft nennenswerte Summen auf diesem Konto gutgeschrieben, die vor einer Bankenpleite unbedingt geschützt sein sollten.

Die folgende Tabelle bietet Ihnen einen Überblick, welche der gängigsten Depotbanken welcher Sicherungseinrichtung angehört. Zudem erfahren Sie, ob nur die gesetzliche Mindestsicherung in Höhe von 100.000 € geleistet wird oder ob es darüber hinaus eine freiwillige Mehrabsicherung gibt.

Einstufung   SymboleFreiwillige Mehrabsicherung bis zur Höhe von … pro Bankkunde
ComdirektEdBEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 117 Mio. €
Cortal ConsorsFranzösischer EinlagensicherungsfondsEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 45 Mio. €
DAB BankEdBEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 38 Mio. €
E-TradeEdBEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 3 Mio. €
Flatex (BIW Bank)EdBEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 3 Mio. €
ING-DiBaEdBEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 1.490 Mio. €
Lynx BrokerBritisches EinlagensicherungssystemÜber Muttergesellschaft: ca. 1 Mio. US-Dollar
MaxblueEdBEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 900 Mio. €
OnVista-BankFranzösicher EinlagensicherungsfondsEinlagensicherungsfonds Bankenverband: ca. 4 Mio. €
Sparkassen BrokerInstitutsschutz durch Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe, keine Begrenzung
1822direktInstitutsschutz durch Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe, keine Begrenzung

Checkliste: Das müssen Sie bei der Bankenauswahl beachten

  • Unbedenklich sind Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Bausparkassen.
  • Bei Privatbanken sollten Sie prüfen: Gehört das Institut der deutschen Einlagensicherung an? Falls ja, spricht nichts gegen ein Konto dort. Falls nein, sehen Sie besser davon ab.
  • Falls Sie mehr als 100.000 € einer Privatbank anvertrauen wollen, prüfen Sie zusätzlich, ob diese dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken angehört. Falls nicht, suchen Sie sich eine andere Bank oder verteilen Sie das Geld auf mehrere Banken.

7. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.