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Einstufige Deckungsbeitragsrechnung – das Betriebsergebnis abzüglich Fixkosten

Die einstufige Deckungsbeitragsrechnung errechnet das Betriebsergebnis. Dabei werden die Fixkosten von dem Gesamtdeckungsbeitrag abgezogen.

Diese Art der Kalkulation geht nicht in der Form ins Detail, wie es die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung macht. Bei der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung lässt man die Aufteilung der Fixkosten weg und nimmt sie als Ganzes.

Deckungsbeitrag: Preisuntergrenze

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz aus dem erzielten Umsatz und den variablen Kosten. Im Englischen wird er als „contribution margin“ bezeichnet.

Der Deckungsbeitrag wird vor allem dann verwendet, wenn es darum geht, die Grenzkosten zu berechnen.

Das bedeutet, man kann mit Hilfe der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung ermitteln, zu welchem Preis man ein Produkt verkaufen kann, ohne Verlust zu machen. Deckungsbeitrag: Break Even Point – wann Gewinnschwelle erreicht wird

Solch eine Info ist natürlich auf lange Sicht unerheblich, aber in Krisenzeiten – oder wenn man sein Lager schnell räumen möchte – kann diese Information sehr nützlich sein.

Dann kann man diese Preisuntergrenze benutzen und die Waren zum Selbstkostenpreis verkaufen.

Die Geschichte kennt jedoch zahlreiche Beispiele, wie sich Unternehmen damit ruiniert haben. Besonders im Wettbewerb kann man die Konkurrenz mit der Preisuntergrenze versuchen zu unterbieten.

Für das Unternehmen bleibt dann aber kein positives Ergebnis übrig.

Die Gefahr besteht besonders für Firmen, die nur ein einziges Produkt herstellen. Wenn dieses längere Zeit zum Selbstkostenpreis vertrieben wird, hat das Unternehmen ernsthafte Probleme.

Der Markt ist einerseits den niedrigen Preis gewohnt und andererseits konnten während dieser Zeit keine Rücklagen gebildet werden.

Sollte die Nachfrage zurückgehen, muss die Firma zum selben Preis produzieren, aber eine kleinere Stückzahl herstellen. Das führt in der Regel zu finanziellen Schwierigkeiten.

Einstufige Deckungsbeitragsrechnung: Beispiele für die Berechnung

Man nimmt für die einstufige Deckungsbeitragsrechnung den Gesamterlös, also die Einnahmen des Unternehmens.

Davon zieht man die variablen Kosten ab. Das beinhaltet zum Beispiel Rohstoffe, Betriebsstoffe, also Material und Waren im Allgemeinen, aber auch Provisionen und Fremdleistungen.

Hat man die Umsatzerlöse und die variablen Kosten davon abgezogen, so bekommt man als Ergebnis den Deckungsbeitrag.

Erzielt ein Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 500.000 € und hat gleichzeitig 300.000 € variable Kosten, so bleiben 200.000 € als Deckungsbeitrag. Mit der Deckungsbeitrag-Formel die Wirtschaftlichkeit berechnen

Die häufig verwendete Formel für die einstufige Deckungsbeitragsrechnung lautet somit:

Formel  

Den Gesamtdeckungsbeitrag berechnen (Methode A)

?
Der Gesamtdeckungsbeitrag wird auch erzeunisbezogener Deckungsbeitrag genannt. Es gibt zwei verschiedene Methoden um den Gesamtdeckungsbeitrag zu berechen. Beide Methoden führen zum selben Ergebnis.
$$\bo\text"Gesamtdeckungsbeitrag"=\text"Gesamtverkaufserlös " -\text"variable Gesamtkosten"$$
Ergebnis berechnen

Einstufige Deckungsbeitragsrechnung

Die einstufige Deckungsbeitragsrechnung kann dabei helfen, wenn man eine Entscheidung treffen muss, ob man Waren zu einem bestimmten Preis produzieren kann.

Für jedes einzelne Produkt ist es möglich, die einstufige Deckungsbeitragsrechnung durchzuführen. Dadurch erkennt man, welche Einnahmen nötig sind, um eine bestimmte Ware herzustellen.

Abhängig davon kann man auch auf die Produktion selbst Einfluss nehmen und Abläufe optimieren oder an bestimmten Stellen Einsparungen vornehmen.

Sollte sich bei der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung herausstellen, dass ein Produkt unter den Herstellungskosten verkauft wird, muss man entweder dessen Preis anheben oder die Kosten senken.

9. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.