MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Elektronischer Handel ist verantwortlich für Aktien-Kurssturz

Die Staus auf deutschen Autobahnen entstehen nicht etwa durch zu viel Verkehr. Oftmals sind es plötzliche und abrupte Bremsmanöver, die zu einer langen Kette von bremsenden Fahrzeugen und somit zum Stau führen. Recht ähnlich verhält es sich an den Aktienmärkten im Falle eines plötzlichen Einbruchs eines Aktienkurses.

Der elektronische Handel ist schuld

Wer der Meinung ist, dass der hektische oder nervöse Privatanleger für Kurseinbrüche aufgrund panischen Verhaltens verantwortlich ist, der täuscht sich. Für einen solchen Einfluss sind die Umsatzmengen in der Regel viel zu gering.

Tatsächliche Kursbewegungen werden, zumindest bei den großen Werten aus DAX, MDAX und TecDax, vornehmlich durch institutionelle und professionelle Anleger erzeugt. Große Rentenanstalten, Versicherungen, Banken und andere Finanzinstitute bewegen Volumina in solchen Mengen, dass Privatanleger davon profitieren oder darunter leiden.

Aufgrund von Geschwindigkeitsvorteilen und der Anwendung mathematischer Systeme, Statistiken und Wahrscheinlichkeiten, wird der institutionelle Handel vollautomatisiert ausgeführt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Kettenreaktionen sind ebenfalls automatisiert

Dies kann z.B. bedeuten, dass bei Unterschreiten einer bestimmten Kursschwelle ein Titel automatisch komplett verkauft wird. Wenn eine Versicherungsgesellschaft etwa einen Blue Chip über dieses System veräußert, kommt es zu einem rapiden Kurssturz aufgrund der großen gehandelten Menge.

Nun werden wiederum andere Kursmarken unterschritten wobei ebenfalls Verkaufsaufträge anderer Institute ausgelöst werden. Es kommt zur Kettenreaktion. Auch Privatanleger arbeiten mit automatischen Verkaufsaufträgen, dem sogenannten Stop-Loss-Limit. Dies führt dazu, dass bei einem Kurssturz Anleger ihre Verluste begrenzen und vor einem weiteren Verfall geschützt sind.

Kurssturz: Lediglich mathematische Beweggründe für Käufe und Verkäufe

Die fatale Annahme, institutionelle Anleger würden Aktientitel als langfristiges Investment ansehen, führt zu enormen Verlusten im Lager der Privatanleger. Diese erwerben Aktien im Regelfall aufgrund einer zumindest mittelfristigen Gewinnaussicht, einer attraktiven Dividendenzahlung etc.

Die Finanzinstitute spekulieren aber mit hohen Volumina bereits auf kleinere Kursausschläge. Automatisierte Handelssysteme führen die Orders aus und verursachen eine Volatilität, die mit der wirtschaftlichen Entwicklung einer Aktiengesellschaft nichts mehr zu tun hat.

Kurserholung ebenfalls aufgrund automatisierter Systeme

Ein vollautomatisiertes System ist ein komplexes mathematisches Rechenwerk. Es wird mit gleitenden Durchschnitten und vielen weiteren Indikatoren und Annahmen gearbeitet. Durch die Entwicklung eines solchen Handelssystems werden Kursstürze auch wieder gestoppt.

Erkennt ein solches System beispielsweise das Unterschreiten einer langjährigen durchschnittlichen Kursbewegung und unterstellt somit einen günstigen Einstiegskurs, wird automatisch der Titel zugekauft.

Dieser Kauf lässt den Kurssturz etwas abbremsen und wahrscheinlich erkennen nun auch andere Handelssysteme die Chance einen unterbewerteten Titel zu einem günstigen Kurs zu kaufen. Nun ist es möglich, dass die Abwärtsspirale sich umkehrt und die genaue Gegenrichtung läuft. Die Zukäufe wachsen an und der Kurs steigt. Die Psychologie der Massen gewinnt wieder an Wert.

Grundsätzlich werden Gewinne am Aktienmarkt immer mit einem Kursanstieg verbunden und Privatanleger versuchen, auf den „Kurszug“ aufzuspringen, was nicht selten misslingt. Wenn Privatanleger einsteigen und von einem Kursanstieg profitieren möchten, sind die institutionellen Anleger bereits investiert.

Fazit: eigene Risikobegrenzung suchen

Der automatisierte Handel verursacht den Großteil der Volatilität an den Aktienmärkten. Privatanleger haben hier im Regelfall das Nachsehen, wenn es um eine solche Handlungsweise geht. Gegen den Hochfrequenzhandel zu arbeiten, verspricht keinen Erfolg.

Daher sollte man lieber sein eigenes Risiko durch das Setzen intelligenter Stop-Loss-Marken begrenzen und versuchen, antizyklisch zu handeln. Kaufen in niedrigen Kursphasen, verkaufen in hohen Kursphasen.

1. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.