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Elon Musk: Der Visionär will mit Tesla hoch hinaus

Elon Musk träumte schon als Kind davon, auf den Mond und den Mars zu fliegen. Ein Traum, den er nie aufgegeben hat und der auch greifbar nah erscheint. Elon Musk ist aber nicht nur ein Träumer, er ist ein Visionär, der seine Ideen in die Tat umsetzt.

Elon Musk ist bereit hierfür auch ungewöhnliche Wege zu gehen, so hat der Chef von Tesla Motors im Juni 2014 kurzerhand alle Patente, die die sportlichen Elektroautos betreffen öffentlich gemacht. Auch die Konkurrenz hat nun Zugriff auf diese Patente, ein Schachzug der sich auf lange Sicht lohnen könnte.

Elon Musk – der Weg zu den ersten Millionen

Schon früh zeigte der 1971 geborene Elon Musk seine Geschäftstüchtigkeit. Im Alter von nur 12 Jahren verkaufte er das von ihm programmierte Computerspiel „Blastar“ an eine Computerzeitschrift. Doch bis zu den erstem Millionen sollte es noch eine Weile dauern.

Während seines Studiums (Wirtschaft und Physik) in Philadelphia entwickelt Musk einen Businessplan für den Bau eines alltagstauglichen Elektroautos. Dieser Plan konnte, aufgrund mangelnder Investoren, zu dieser Zeit aber noch nicht realisiert werden.

Musk wechselt 1995 an die Stanford University im Silikon Valley mit dem Ziel, seinen Ph.D. (entsprechende einem deutschen Doktorgrad) in Physik zu erreichen. Allerdings wird er den Vorlesungen an der Universität ab dem zweiten Studientag fernbleiben.

Statt in die Uni zu gehen, gründet Musk das Unternehmen Zip2. Ein Internet Start-up mit dem Inhalte für die Zeitungen New York Times  und Chicago Tribune online veröffentlicht wurden.

4 Jahre später verkaufte Musk Zip2 für 307 Millionen US-$  an den Computerriesen Compaq. Der persönliche Anteil für Musk in diesem Geschäft betrug 22 Millionen US-$. Mit nur 28 Jahre hatte Elon Musk es zum Millionär geschafft und hätte sich eigentlich zur Ruhe setzen können.

Paypal-Deal bringt Musk seinen Träumen näher

Noch im selben Jahr in dem Elon Musk Zip2 verkaufte, gründete er X.com, eine Firma mit dem Ziel Zahlungen über E-Mails sicher zu machen. Musk investiert über 10 Millionen US-$ in dieses Projekt und kauft im Jahr 2000 ein Unternehmen Namens Confidity um es mit X.com zusammenzuschließen. Conidity arbeitet an einem Online-Bezahlsystem mit dem Namen Paypal.

Paypal wurde weiter entwickelt und zu einem global genutzten Zahlungssystem für Interneteinkäufe. 2002 kaufte Ebay Paypal für 1,5 Milliarden US-$. Elon Musk erhielt 165 Millionen US-$  in Ebay Aktien und verfügte nun über genügend Kapital um seine Träume zu verwirklichen.

Mit SpaceX greift Elon Musk nach den Sternen

Noch im selben Jahr in dem Paypal verkauft wurde, gründete Elon Musk das Unternehmen SpaceX mit dem Ziel die Raumfahrt zu revolutionieren und letztendlich dem Menschen ein Leben auf anderen Planeten zu ermöglichen (Übersetzung der Homepage von SpaceX). Ein sehr hochtrabendes Ziel, sogar für einen Visionär wie Elon Musk.

Aber der Weg hat begonnen und SpaceX ist mittlerweile ein profitables Unternehmen das Satelliten in den Orbit bringt. Auch die Nasa nutzt, als Nachfolger des Spaceshuttles, mittlerweile die von SpaceX entwickelten Raketensysteme um Versorgungsflüge zur internationalen Raumstation ISS durchzuführen.

Bis zur Besiedlung des Mars ist es wohl noch ein weiter Weg, aber Elon Musk scheint über die finanziellen Mittel, die Technologie und vor allem den Willen zu verfügen, dieses Projekt als Wegbereiter zu begleiten.

Tesla beschleunigt den Weg zur Elektroautomobilität

2004 ist Elon Musk Mitbegründer von Tesla Motors. Nun kann er auch seinen Plan aus Studienzeiten umsetzen ein Elektroauto zu bauen. Die von Tesla Motors gebauten Autos haben das Elektroauto vom unansehnlichen Kleinwagen in die Oberklasse befördert. Sportwagen mit einer Reichweite von 500 Kilometern und edler Ausstattung geben den E-Autos ein neues Gesicht und ein besseres Image.

Im Juni 2014 zeigte Elon Musk sich wieder einmal als Visionär mit Geschäftssinn. Die Offenlegung aller Tesla Patente sorgte zunächst für Kopfschütteln in der Geschäftswelt, da Tesla wichtige Innovationsvorsprünge für die Konkurrenz offenlegte. Schnell wurde aber klar, dass der Plan von Elon Musk aufgehen kann.

Zum einem das eigene Image als „Visionär der gute Dinge“ weiter aufpolieren und (wohl wichtiger) durch den Zugang zu den Tesla Patenten die großen Autohersteller schneller auf den Weg zur Fertigung von Elektroautos bringen. Denn nur wenn insgesamt mehr Elektroautos hergestellt und abgesetzt werden, wird es auch ein flächendeckendes „Tankstellen“-System geben und somit öffnen sich Tesla weitere Marktchancen.

Elon Musk gehen die Ideen nicht aus

Technikinteressierte Anleger sollten Elon Musk und seine Unternehmungen im Auge behalten, denn er bringt immer wieder neue Projekte auf den Weg. So gründete Elon Musk 2006 mit seinen beiden Cousins Lyndon und Peter Rive das Photovoltaikunternehmen Solarcity.

2013 stellt er sein neues Konzept zum Hyperloop vor. Ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem das Menschen und Güter mit einer Geschwindigkeit von 1200 km/h befördern soll.

Elon Musk ist ein Arbeitstier, für den 80 Stunden in der Woche normal sind. Ein Visionär, der nicht müde wird die Welt verbessern zu wollen und dabei aber nicht vergisst, das eigene Vermögen zu vermehren. In der Forbes-Liste der reichsten Leute der Welt lag Elon Musk 2013 auf Platz 153 mit einem geschätzten Vermögen von 8,9 Milliarden US-$ (Zum Vergleich: der reichste deutsche, Dieter Schwarz, LIDL, belegt mit einem Vermögen von 13 Milliarden Euro Platz 29).

Elon Musk lebt den amerikanischen Traum als Self-Made-Milliardär und das Motto „Tue Gutes und rede darüber“ scheint im nahezu auf den Leib geschneidert.

25. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.