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Elster Zertifikat: 2013 Pflicht für Selbstständige

Seit dem 1. Januar 2013 ist das Elster-Zertifikat die verbindliche Form der Steuererklärung für Selbstständige und Gewerbetreibende. Dies bedeutet, dass die (Vor-)Anmeldungen zur Umsatzsteuer und Lohnsteuer nur noch über die elektronische Form der Steuererklärung eingereicht werden können.

ELSTER-Zertifikat: 2013 übers Internet beantragen

Hierzu benötigt der Steuerzahler zu Identifizierungszwecken ein ELSTER-Zertifikat, das ihn beim Finanzamt ausweist. Dieses erhält er 2013 am einfachsten über das Internet. Auf einer speziell eingerichteten Seite des Bayrischen Landesamtes für Steuern kann jeder Bundesbürger das Zertifikat einfach erhalten.

Hierbei steht er unter dem Punkt „Registrierung“ zunächst vor eine schweren Wahl. So kann er zwischen drei verschiedenen Angeboten wählen. Das kostenlose ELSTER-Zertifikat sollte 2013 für die meisten Privatleute und kleine Unternehmen ausreichen. Dieses nennt sich ELSTER-Basis.

Für größere Unternehmen stellt sich die Wahl zwischen einem Sicherheitsstick namens ELSTER-Spezial und einer Signaturkarte (ELSTER-Plus). Beide Varianten sind kostenpflichtig.

Persönliche Daten genau eintragen

Im nächsten Schritt stellt sich nun die Frage nach einem persönlichen oder einem nicht-persönlichen Zertifikat. Während Privatleute ersteres benötigen, wählen Unternehmen und Vereine das nicht-persönliche ELSTER-Zertifikat.

Im nächsten Schritt stehen Privatleute vor der Wahl, ob sie sich mit ihrer Identifikationsnummer oder der Steuernummer registrieren möchten. Nicht-persönliche Steuerpflichtige haben hingegen nur die Möglichkeit per Steuernummer zur Auswahl.

Zertifikat richtig und zeitnah registrieren

Nach der Eingabe der persönlichen Daten sollte schließlich innerhalb weniger Minuten eine Aktivierungs-Mail im persönlichen Postfach liegen, die eine ID enthält. Diese funktioniert jedoch nur mit einem bestimmten Code, der wenige Tage später per Post eintreffen sollte.

Mithilfe der ID und des Passwortes kann sich der Steuerzahler nun endgültig registrieren und sein persönliches Zertifikat herunterladen. Dieses können sie in aktuellen Steuerprogrammen auf ihrem Rechner einbinden und sofort nutzen. Wichtig dabei ist: Die Registrierungsdaten verfallen nach einiger Zeit. In diesem Fall muss der Steuerzahler die Registrierung erneut von vorne beginnen.

Sicherheitskopie und Neubeantragung

Wie bei allen Daten sollte auch beim ELSTER-Zertifikat gelten: Unbedingt eine Sicherheitskopie anlegen. Diese sollte auf einem USB-Stick oder einer CD-Rom gespeichert gut aufbewahrt werden. Das Zertifikat kann im Falle eines Festplatten-Crashes nämlich nicht mehr wieder hergestellt werden, auch nicht vom Finanzamt. In diesem Fall muss ein neues Zertifikat beantragt werden.

Im Normalfall sollte der persönliche Fingerabdruck jedoch drei Jahre halten. Dies bedeutet, dass ein ELSTER-Zertifikat aus 2013 bis 2016 gültig sein sollte. Vor Ablauf der Gültigkeit erhält der Steuerzahler eine Mail an die gespeicherte Adresse, die ihn auf eine Verlängerung hinweist. Diese kann einfach auf der Registrierungs-Homepage vorgenommen werden.

Durch das ELSTER-Zertifikat entfällt 2013 ein großer Teil des bisherigen Papierkrieges. Nach erfolgreicher Anmeldung können sämtliche Daten elektronisch übermittelt werden – nur Belege und Nachweise werden weiter postalisch verschickt.

2. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.