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EM 2016: Diese Firmen sponsern die deutsche Mannschaft

Wie kaum ein anderes Ereignis eignet sich die Fußball-Europameisterschaft für Unternehmen, ihre Marken weltweit bekannt zu machen. Bei der EM 2016 erhöht sich die Zahl der Spiele sogar auf 51 mit 24 Teams. Damit ist sie lukrativer als zuvor. Geschätzte 150 Mio. Zuschauer werden die Live-Übertragungen in 230 Ländern sehen.

Im Kampf um Marktanteile und höhere Umsätze unterstützen zehn internationale Sponsoren über Verträge mit der UEFA die EM 2016. Daneben hat jede Nationalelf ihre eigenen Sponsoren. Adidas etwa ist sowohl Sponsor für die UEFA als auch für den DFB und damit die deutsche Elf. Kommt sie ins Finale, winken jedem Spieler 300.000 €. Adidas selbst erhofft sich Mehrerlöse von bis zu 12%.

EM 2016: Diese 12 Unternehmen sponsern die DFB-Elf

Auch andere Unternehmen unterstützten die deutschen Stars und springen auf den Zug der EM 2016 auf. Diese Firmen sponsern die deutsche Mannschaft:

2 Generalsponsoren und 6 Premiumpartner

Generalsponsor ist Mercedes Benz, sprich Daimler. Der Sechs-Jahresvertrag läuft bis 2018. Betont werden gemeinsame Werte wie Verantwortung, Faszination und Perfektion. Das Dax-Unternehmen kämpft zwar mit einigen Gerichtsprozessen, profitiert aber vom schwächeren Euro. Nach dem europaweit höchsten Gewinn von 13,2 Mrd. € sehen Analysten Potenzial für die Aktie.


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Generalausrüster der deutschen Elf ist Adidas. Der Sportausrüster aus Herzogenaurach hat die größte Nähe zum Fußball. Der Vertrag läuft ebenfalls bis 2018. Die Aktie des Unternehmens gehört zwar zu den schwächeren im Dax, konnte aber in den letzten 12 Monaten gut zulegen. Adidas plant Effizienzsteigerungen durch eine neue Roboterfertigung in Deutschland. Nach vorangegangenen Einbrüchen konnte 2015 wieder ein Gewinn von über 1 Mrd. € eingefahren werden.

Zwei Getränke-Riesen und eine Bank

Die Bitburger Brauerei ist seit 1992 dabei und präsentiert sich traditionell bei den TV-Übertragungen als Sponsor. Wie alle Brauereien kämpft das Familienunternehmen mit einem rückläufigen Konsum klassischer Biere, baut aber den Bereich gefragter alkoholfreier Produkte und den Auslandsmarkt kontinuierlich aus. Zur Bitburger Holding zählen weitere bekannte Marken wie König, Köstritzer, Licher oder Wernesgrüner. Sie ist die drittgrößte Brauereigruppe Deutschlands.

Coca-Cola ist vertraglich bis Ende 2017 dabei. Die traditionelle Dividendenaktie erfreut seit Jahren die Anleger und wird von Analysten positiv bewertet. Ganz frisch an die Börse geht übrigens jetzt das neu gegründete Abfüllunternehmen „Coca-Cola European Partners“ mit Sitz in London. Es ist die Fusion von bisher drei unabhängigen Abfüllern, die vom Coca-Cola Konzern beliefert werden. Der wiederum konnte mit einigen Umstrukturierungen bei seinen Marken den Umsatz Ende 2015 um 3% steigern.

Der Vertrag mit der Commerzbank läuft bis 2018. Das Kreditinstitut setzt auf die emotionale Kraft zur Stärkung der eigenen Marke. Die Sponsorsumme wird nicht veröffentlicht, doch verweist die Bank darauf, dass allein das Engagement zur WM 2014 in Brasilien 80.000 neue Kunden beschert habe. Die Aktie konnte nach langem Abwärtstrend in den letzten Monaten wieder etwas zulegen. Auch die Zahlen 2015 waren endlich wieder besser. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Nettogewinn allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert.

Auch mit von der Partie: Post, Telekom und SAP

Die Deutsche Post AG ist noch bis Ende 2016 Premium-Partner. Die Aktie konnte kürzlich deutlich zulegen. Der operative Ertrag war im ersten Quartal mit 21,3 % stärker gestiegen als erwartet. Gleichzeitig geht das Bonner Logistikunternehmen mit einem breit angelegten Aktienrückkauf in die zweite Runde. Grund ist die positive Gewinnentwicklung. Die Post rechnet mit von weiteren Steigerungen.

Die Deutsche Telekom ist seit 2005 im Boot, und das vorläufig bis Ende des Jahres. Rückblickend lag die Aktie weitgehend im grünen Bereich. Mit Aussicht auf eine 10%-ige Dividendensteigerung gilt das Papier als Kaufkandidat. Bereits im vergangenen Jahr war die Aktienrendite um 30% gestiegen. Zur positiven Entwicklung trägt die US-Mobiltochter bei.

Der sechste Premium-Partner ist SAP. Das nach Umsätzen größte europäische Softwarehaus ist bis Ende 2017 unter Vertrag. Die Aktie brachte den Anlegern Freude und konnte in den letzten fünf Jahren um über 70% zulegen. Aktuell baut das Unternehmen seine erfolgreiche Kooperation mit dem Computerhersteller Lenovo aus und setzt auf den Zukunftsmarkt im Bereich Cloud Computing.

Zusätzlich 4 „Official Partner“

Darüber hinaus bestehen weitere Verträge in der Kategorie „Official Partner“ mit Henkel, Rewe, Mc Donalds und Lufthansa. Insgesamt unterstützen also zwölf Sponsoren die deutsche Mannschaft.

Getrübt werden die Engagements allerdings durch die Affäre um mögliche schwarze Kassen bei der WM 2006. Unklar ist, inwieweit sich die Korruptionsgerüchte auf die Sponsorenverträge auswirken. Während der EM 2016 zumindest wird das Thema klein gehalten.

15. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.