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EM 2016: Welche Aktien profitieren?

Viele Anleger dürften gespannt auf die Fußball-Europameisterschaft schauen, ist sie doch neben den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM eines der Großereignisse mit beeindruckenden Zahlen.

Rund 1,5 Mio. Fans kaufen für 500 Mio. € Karten für die Spiele. Gut 150 Millionen weltweit werden sie am Fernseher verfolgen. Die Übertragungsrechte liegen im Milliardenbereich, etwas niedriger sind die Investitionen der Sponsoren angesiedelt.

EM 2016: Welche Aktien profitieren können

Zugleich ist die EM als Werbeträger attraktiver geworden. Die Zahl der Spiele erhöht sich auf 51 mit 24 Teams. Größer als je zuvor ist die EM 2016. Welche Aktien profitieren also? Die Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie es zunächst erscheint. Wie die Erfahrung mit ähnlichen Großereignissen zeigt, halten sich die erhofften Effekte meist in Grenzen. Meist sind es Erwartungen im Vorfeld, die die Börsen kurzzeitig beleben.

Im Fokus stehen vor allem Ausrüster, Sponsoren, Medienunternehmen sowie das Hotel-, Gastronomie- und Transportgewerbe. Auch die Getränkeindustrie setzt auf einen Umsatzschub.


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Kaum eine Übernachtung ohne Accor

Einer der Hauptprofiteure ist auf jeden Fall Frankreichs größte Hotelkette Accor. Gleich wo die Fans in den zehn Austragungsorten Übernachtungen buchen, Accor ist nahezu unvermeidlich. Egal ob im Low Budget Segment bei Ibis oder Hotel F1, bei Mercure, Novotel oder Sofitel und Pullman in der Oberklasse – zum Unternehmen gehören 13 Marken mit über 511.000 Zimmern in 92 Ländern.

Trotz der Terroranschläge in Paris und des schleppenden Brasiliengeschäfts konnte Accor letztes Jahr seinen Umsatz um 2,3% und seinen operativen Gewinn um 10,6% steigern. Auch die Dividende wird erneut angehoben. Die Aktie konnte bis vor einem Jahr kontinuierlich auf rund 50 € zulegen. Der seitherige Rückgang um gut 20% kann als Einstiegschance gesehen werden. Accor ist mit Zukäufen weltweit auf Expansionskurs.

Airlines mit gebremsten Höhenflügen

Unter den Fluglinien wären Air France, Ryanair oder Easyjet zu nennen. Der irische Billiganbieter Ryanair stellt sich zwar nach seinem Rekordgewinn auf langsamere Höhenflüge ein. Dennoch ist die Aktie stabil und konnte jüngst zulegen. Das britische Pendant Easyjet beförderte zwar mehr Fluggäste, tritt aber beim Umsatz auf der Stelle. Trotz leichten Gewinnrückgangs soll die Ausschüttungsquote auf 50% angehoben werden.

Air France-KLM wiederum kämpft mit Minuszahlen. Allerdings fielen die Verluste im ersten Quartal geringer aus als erwartet. Der Umsatz konnte leicht zulegen. Den Airlines kamen generell die günstigen Kerosinpreise zugute. Wegen der anhaltenden Terrorgefahr aber sind die Aussichten überall gedämpft.

Für Carlsberg, MC Donalds und Co. willkommene Umsatzstütze

Einer der zehn EM-Sponsoren ist Carlsberg. Der dänische Brauereiriese will künftig seine Ausschüttungsquote auf die Hälfte des Gewinns anheben. Außerdem sind Sonderdividenden geplant.

Der Aktienmarkt bewertet das allerdings eher als Defensivstrategie. Durch Zukäufe in Russland wurde Carlsberg zwar die weltweite Nummer vier, doch die dortige Krise sorgte für Verluste. Im Rückblick jedoch bescherte die Aktie vor allem Kursgewinne.

Angesichts der globalen Ausrichtung von Carlsberg dürfte die EM 2016 das Geschäft lediglich stützen. Ähnliches gilt für die anderen Sponsoren wie Coca-Cola oder MC Donalds.

Adidas gibt sich optimistisch

Mitsponsor Adidas indes verspricht sich deutlichere Auswirkungen. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach unterstützt gleich mehrere Nationalmannschaften und hofft auf Mehrerlöse von bis zu 12%. Die Aktie des Unternehmens gehört zwar zu den schwächeren im Dax, konnte aber in den letzten 12 Monaten gut zulegen. Adidas plant Effizienzsteigerungen durch eine neue Roboterfertigung in Deutschland. Nach vorangegangenen Einbrüchen konnte 2015 wieder ein Gewinn von über 1 Mrd. € eingefahren werden.

Insgesamt sollte man als Anleger nicht zu sehr auf die EM als Einzelereignis setzen. Bei der Frage welche Aktien von der EM 2016 profitieren können, kann man unter den großen Unternehmen am ehesten noch von Accor und Adidas ausgehen.

13. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.