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Emerging Markets – Schwellenländer im Fokus, Garantiezertifikate als interessante Anlageoption

Bei emerging markets handelt es sich wörtlich um „aufstrebende Märkte“. Es sind also Märkte, die sich (noch) in einer Entwicklungsphase befinden, deren Trend nach oben zeigt. Obwohl häufig von emerging markets die Rede ist, gibt es erstaunlicherweise bis heute keine exakte Definition von einem emerging market.

Dennoch lassen sich einige grundlegende Aussagen darüber treffen. Ursprünglich stammt der Begriff emerging market, der Anfang der 1980er populär wurde, auch nicht aus der (Finanz-)Wirtschaft, wo er heute vor allem verwendet wird, sondern eher aus der Politik.

Emerging markets: Was sich dahinter verbirgt

Allgemein werden die Aktienmärkte von Schwellenländern, die über eine aufstrebende Volkswirtschaft verfügen, als emerging markets bezeichnet.

Bildlich gesprochen befinden sich diese Länder auf der Schwelle von einem Entwicklungsland, wie man früher sagte, zu einem Industrieland. Zu diesen Ländern werden insbesondere Staaten Lateinamerikas und Asiens gezählt, mitunter aber auch welche des früheren Ostblocks und einige afrikanische Staaten.

Zu den bekanntesten emerging market zählen die sogenannten BRIC-Länder, also Brasilien, Russland, Indien und China, die vier größten Schwellenländer. Häufig wird diese BRIC-Gruppe durch ein weiteres Land oder eine Region ergänzt, etwa durch Indonesien, Südafrika, Mexiko, Südkorea oder aber auch der Türkei samt Osteuropa.

Neben den BRIC gibt es noch andere Beispiele, bei denen mehrere emerging markets zu einer Gruppe zusammengefasst werden.

Zum einen wären hier die NEXT ELEVEN zu nennen, wobei es sich um Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Südkorea, Türkei und Vietnam handelt.

Zum anderen sind das Ägypten, Indonesien, Kolumbien, Südafrika, Türkei und Vietnam, die gemeinsam als CIVETS bezeichnet werden. Wie bei BRIC leitet sich auch hier die Abkürzung von den Initialen der englischen Ländernamen ab.

Grundlegende Gemeinsamkeiten der emerging markets

Viele Experten sind der Ansicht, dass diese Staaten alle sowohl in der Weltwirtschaft als auch auf dem politischen Parkett eine zunehmend größere Rolle spielen.

Ob ein Land als emerging market eingestuft wird oder nicht, hängt in der Regel von dessen wirtschaftlicher und politischer Entwicklung ab.

Insgesamt lässt sich sagen, dass emerging markets vor allem im Vergleich zu typischen Industrieländern eine rasante wirtschaftliche Entwicklung aufweisen. Zudem verläuft die politische Entwicklung positiv.

Sowohl die wirtschaftlich als auch die politische Lage sind jedoch nicht so gefestigt und stabil wie dies in Industrienationen der Fall ist.

Emerging markets und Investment

Gerade wegen dieser Charakteristika werden emerging markets von einigen als höchst attraktiv für Investment angesehen. Denn da sie eine sehr viel schnellere (Wirtschafts-) Entwicklung aufweisen, können höhere Gewinne als an Börsen in Industrieländern erzielt werden.

Aus demselben Grund sind  Investitionen in emerging markets aber auch deutlich risikoreicher, da sie sich in einer Phase der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung befinden, die unsicher und unstet ist. Die Situation kann sich also rasch ins Negative wenden.

Was überraschen mag: Manche Börsen der emerging markets sind auch heute schon größer als solche in Industrienationen.

Garantiezertifikate für mehr Sicherheit

Besonders zu Zeiten, in denen es kurstechnisch starke Schwankungen an der Börse gibt, sehnen sich Anleger nach mehr Sicherheit für ihre Investitionen.

Bei den wirtschaftlich aufsteigenden Ländern (engl. Emerging Marktes) wie China, Russland und den lateinamerikanischen Staaten ist das kurzfristige Risiko besonders hoch, doch die langfristige Entwicklung verspricht enorme Renditen.

Eine geschütztere Möglichkeit sind sogenannte Garantiezertifikate. Genau wie bei herkömmlichen Zertifikaten wettet man damit auf die längerfristige Entwicklung eines Basiswertes, der dem Zertifikat zugrunde liegt. Das kann eine Währung, ein bestimmter Rohstoff oder eine andere Aktie sein.

Das Besondere an Garantiezertifikaten ist, dass sie dem Anleger eine garantierte Rückzahlung des Investitionswertes am Ende der Laufzeit verbriefen – und zwar auch dann, wenn sich die Kurse nicht wie erwartet entwickelt haben.

Garantiezertifikate im Detail

Schauen wir uns das Ganze einmal im Detail an. Genau wie ihre verwandten Anlageoptionen verfügen Garantiezertifikate über eine ganze Reihe festgelegter Ausstattungsmerkmale. Hierzu gehört natürlich der Basiswerts, an dem sich das Zertifikat orientiert, die Laufzeit und der zugrunde liegende Kurs.

Ein Merkmal, das allerdings ausschließlich Garantiezertifikate besitzen, ist die sogenannte Partizipation. Dabei handelt es sich um eine prozentuelle Angabe, die festlegt, wie viel einer Kursveränderung beim Basiswert tatsächlich von dem Zertifikat umgesetzt wird.

Beispiel: Garantiezertifikate und Emerging Markets

Dazu ein einfaches Beispiel:  Nehmen wir an, ein Anleger kauft ein Garantiezertifikat auf einen Emerging Market wie China. Wenn sich nun der Preis des Basiswertes von 80€ auf 100€ erhöht, entspricht das natürlich einer Kurssteigerung von 20%.

Nun gibt es aber Garantiezertifikate, die eine Partizipation von 25% beinhalten, das bedeutet, dass lediglich ein Viertel der Kursänderungen des Basiswertes auch wirklich für das Zertifikat umgesetzt werden.

Bei einer solchen Investition würde sich der Kurs des Garantiezertifikates also nur um 5% (ein Viertel von 20%) erhöhen. Diese verringerte Kursumsetzung klingt nach einer herben Einschränkung für den Anleger.

Man darf aber nicht vergessen, dass diese Reduktion auch im Falle eines Kursverlustes greift. Außerdem bleibt die Garantie auf eine vollständige Rückzahlung des Investitionsvolumens am Ende der Laufzeit erhalten. Diese Rückzahlung kann der Emittent jedoch nur durch den Kursabschlag garantieren.

Garantiezertifikate auf Emerging Markets können sich lohnen

Kommen wir zurück zu den Emerging Markets der aufstrebenden Schwellenländer. Fast jeder dritte Anleger hält ein Investment dort für lohnend und glaubt längerfristig an die weitere positive Entwicklung der dortigen Wirtschaft.

Doch kaum jemand nimmt solche Anlagemöglichkeiten wirklich wahr, denn das Risiko ist einfach zu groß. Der Beginn der momentanen Krise hat gezeigt: Wenn es weltwirtschaftlich bergab geht, dann kracht es in China oder Russland ganz besonders stark.

Garantiezertifikate stellen jedoch eine solide Möglichkeit dar, langfristig und mit minimalem Risiko an den Emerging Marktes mitzumischen.

30. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.