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Emerging Markets werden immer wichtiger

Risikobereite Anleger, die Alternativen zum heimischen Markt suchen, sollten sich über Investitionsmöglichkeiten in aufstrebenden Volkswirtschaften informieren.

Aktienmärkte in Schwellenländern, sogenannte Emerging Markets, erreichen schon heute zum Teil höhere Kapitalisierungen und Umsätze als traditionelle europäische Börsenplätze. Aber auch die Volatilität ist höher.

Am aussichtsreichsten ist weiterhin die Entwicklung in China und in den lateinamerikanischen Staaten. In diesen Regionen ist das Wirtschaftswachstum hoch. Gleichzeitig sind die Inflationsraten relativ niedrig.

Emerging Markets: Beobachten Sie China

Das gewaltige Potenzial der chinesischen Wirtschaft ist für Sie langfristig sehr viel versprechend. Die chinesische Börse ist schon in den Fokus großer Fonds geraten. Dies wird in den kommenden Jahren die Kurse in China weiter stützen.

In- und Exporte sind in China zuletzt 2-stellig gewachsen. Auch die Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) garantiert höheres Wirtschaftswachstum: Ausländische Direktinvestitionen nehmen zu.

Die UN rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 8,5% für das laufende Jahr.

So bereitet China sich auf weiteres Wachstum vor

  • Die Wirtschaftsplanungsbehörde will aktiv die Privatwirtschaft und die Aktienbörsen fördern. Staatliche Unternehmen werden verstärkt über die Börse privatisiert.
  • Versicherungen werden genehmigt, statt bisher 10%, mehr von ihrem Kapital in Aktien anzulegen.
  • Des weiteren sollen Bestechung und Korruption bekämpft werden. So sollen das Geschäftsklima und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft verbessert werden, auch um Auslandskapital zu locken.
  • Schließlich wird verstärkt auf die Qualität des Wirtschaftswachstums geachtet.

Berücksichtigen Sie aber, dass derzeit nur wenige solide Werte an internationale Standards herankommen.

Lateinamerika wird immer attraktiver

Den lateinamerikanischen Staaten stehen erneut Boomjahre bevor. Die wirtschaftlichen Daten haben sich dort grundlegend verbessert. Das Wirtschaftswachstum legte im vergangenen Jahr so stark zu wie seit 1997 nicht mehr.

Das Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr beträgt im Durchschnitt für Lateinamerika und die karibischen Staaten 5%. Fast schon vergessen sind die Zahlungsbilanzkrisen, die nicht nur die beiden wirtschaftlich wichtigsten Volkswirtschaften der Region, Mexiko und Brasilien, trafen.

Sie können daher davon ausgehen, dass Lateinamerika in den nächsten Jahren von niedriger Inflationsrate, starkem Wachstum und hohen Erträgen auf Kapitalanlagen besonders profitieren wird.

Ein wichtiger Faktor für die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit lateinamerikanischer Unternehmen sind die sinkenden Kapitalkosten.

Die Unternehmen erzielten in der Vergangenheit Umsatz-, aber kein Gewinnwachstum. Das hat sich geändert, seitdem die Zinsen auf dem Rückmarsch sind.

Was Sie bei der Anlage in Emerging Markets beachten sollten

  • Gehen Sie von einem Anlagehorizont von mindestens 5 Jahren aus. Geld, das Sie früher benötigen, sollten Sie auf keinen Fall in Aktien stecken, vor allem nicht in solche der Emerging Markets.
  • Im Übrigen sollte Ihr Depot gut diversifiziert sein. Der Emerging-Market-Anteil sollte nicht mehr als 10 bis maximal 20% Ihres Aktienbestandes ausmachen.

31. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.