MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

empirica Blasenindex: Gefahr einer Blasenbildung in Deutschland nimmt weiter zu

Unter einer Immobilienblase versteht man zunächst einmal eine starke Überbewertung der Immobilien in einem bestimmten Segment. Diese Überbewertung entwickelt sich bis zu einem Höchststand weiter. Wenn die Blase platzt, fallen die Preise in die Tiefe.

Beim Blick auf den deutschen Immobilienmarkt stellt sich regelmäßig eine entscheidende Frage: Erleben wir in diesem Jahr in Deutschland schon eine Blasenbildung auf dem Immobilienmarkt? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, denn den deutschen Immobilienmarkt gibt es nicht.

empirica Blasenindex – Immobilienbewertung noch im normalen Bereich

Die regionalen Unterschiede bei der Preisentwicklung für Immobilien sind extrem. Dennoch existieren auch aussagekräftige Indikatoren, ob wir tatsächlich schon eine Blasenbildung auf dem Immobilienmarkt in Deutschland haben. Wichtige Daten liefert hier regelmäßig der empirica Blasenindex. Er erscheint einmal pro Quartal und ist jetzt gerade wieder veröffentlicht worden.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Die starken Veränderungen der vergangenen Monate zeigen sich nun daran, dass sich der Gesamtindex für Deutschland nun dem Normalwert annähert. Dazu muss man eins wissen: Der Index wurde im blasenfreien Jahr 2014 auf null gesetzt. Im Tief sackte der Gesamtindex auf -55 % ab. Nun hat der Index massiv aufgeholt und notiert nur noch rund 10 % unterhalb des Startwertes. Dennoch ist das der höchste Wert seit dem Jahr 2004.

Für Deutschland jedoch nähern wir uns insgesamt erst dem Normalwert der Immobilienbewertung an. Das ist ein Ergebnis des aktuellen empirica Blasenindex. Ein Teilindex hat jedoch schon den gefahrlosen Referenzwert überschritten. Hierbei geht es um den Index der Wohnungsbaukredite.

Baukredite nicht mehr im neutralen Bereich – Blasengefahr wächst

Dieser Index bezieht sich hier auf die neuen Bauprojekte aber auch auf den Wohnungsbestand. Fakt ist, das fast zwei Drittel der Finanzierungen in Bestandsobjekte fließen. Das liefert nach Ansicht von empirica gleich zwei wichtige Erkenntnisse über den Finanzierungsmarkt:

„Das ist einerseits beruhigend, weil so kein Überangebot finanziert wird. Andererseits ist es beunruhigend, dass der Wohnungsbau im sechsten Jahr der Hausse noch immer der Nachfrage hinterherhinkt.“

Fakt ist auch, dass der Gesamtindex in den Wachstumsregionen auch schon seit Mitte vergangenen Jahres den gefahrlosen Normalwert überschritten hat. Hier setzen sich also die Preissteigerungen weiter fort. Laut empirica „wächst die Blasengefahr in Schrumpfungsregionen zurzeit ebenfalls, aber auf weitaus niedrigem Niveau und deutlich langsamer.“

Der Blasenindex von empirica – Hinweise auf drohende Blasenbildung

Allerdings muss jedem eine Sache bei der Betrachtung des empirica Blasenindexes klar sein: Mit den genannten Angaben kann man mithilfe dieses Indizes keine Preisblasen erkennen. Dieser Index liefert nur Hinweise auf eine drohende Blasenbildung und die davor gelagerten Warnstufen. Dennoch liefert dieser Index einmal im Quartal wichtige Hinweise über den Zustand des deutschen Immobilienmarktes.

20. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.