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Das Spinnennetz der Banken und seine Folgen für die Kunden

Die Deutsche Bank wankt. Die Bundesregierung hat bereits einen Notfallplan entwickelt, um sie zu retten.

Doch sie ist nicht das einzige systemrelevante Geldinstitut hierzulande mit großen Problemen.

Wir haben Ihnen aufgezeigt, dass auch die Commerzbank alles andere als stabil ist: Bis ins Jahr 2020 sollen von den etwa 50.000 Stellen rund 9.000 abgebaut sein.

Alleine in der Verwaltung der Zentrale sollen 2.000 Jobs wegfallen. Der radikale Umbau soll bis zu 1 Mrd. € kosten.

Eiserner Sparkurs bei der Commerzbank

Das Strategie-Papier dieses Umbaus verrät noch mehr: Die Mittelstands-Bank, das Aushängeschild der Commerzbank, soll aufgespalten werden:

In eine Privatkunden-Sparte für Firmenkunden mit wenigen Mio. €.

Das Großkunden-Geschäft hingegen soll mit der Investment-Bank zusammengelegt werden. Hinzu kommt, dass sich die Commerzbank teilweise aus dem Aktiengeschäft zurückziehen will.

Das Ziel ist, die Kosten zu verringern. Deshalb werden weitere Einsparungen folgen. Allerdings wird diese Zäsur ohne Wachstum reichlich wenig bringen.

Finanz-Tsunami Monte Dei Paschi

Auch unser Nachbarland Italien versinkt immer mehr in Banken-Turbulenzen.

Die traditionsreiche Bank Monte dei Paschi di Siena ist schwer angeschlagen; sie sitzt auf einem Berg von faulen Krediten.

Beim jüngsten EU-Banken-Stresstest hat sie so schlecht abgeschnitten, wie kein anderes europäisches Finanz-Institut.

Nun plant die Bank die Umwandlung von Anleihen in Aktien, um die Höhe einer geplanten Kapital-Erhöhung zu drücken. Statt 5 Mrd. € sollen das dann nur noch 3 Mrd. € sein.

Finanz-Tsunami UniCredit

Auch die 2. große italienische Bank will eine nötige Kapital-Erhöhung so gering wie möglich halten.

Dazu will sie zahlreiche Anteils-Verkäufe tätigen, wie beispielsweise die Beteiligungen am Online-Broker Fineco, der polnischen Bank Pekao und dem Vermögens-Verwalter Pioneer.

Und das will sie, obwohl das größte Finanz-Institut Italiens ein kleineres Kapital-Polster aufweist, als viele andere.

Hinzu kommen geplante Verkäufe von faulen Krediten, die das Unternehmen jedoch nicht gerade stärken, sondern schwächen werden.


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Der Grund: Diese Darlehen werden zumeist unter dem Buchwert abgestoßen – und das führt zwangsläufig zu Verlusten.

Die Verflechtungen der Banken & Versicherungen

Der IWF hat in seinem Financial System Stability Assessement vom Juni 2016 die Verflechtungen der verschiedenen deutschen Banken und Versicherungen dargestellt.

Dieses Spinnennetz ist äußerst interessant und deshalb gehen wir nachfolgend für Sie auch näher darauf ein.

Fakt ist: Die inländischen Banken und Versicherungs-Gesellschaften sind eng miteinander verknüpft.

Die stärksten Verbindungen gibt es zwischen:

  • der Allianz,
  • der Münchner Rück,
  • der Hannover Rück,
  • der Deutschen Bank,
  • der Commerzbank
  • und der Aareal Bank.

Das Spinnennetz der Deutschen Bank

Die Verflechtungen der Deutschen Bank reichen hinsichtlich des Banken-Sektors zu:

  • Commerzbank,
  • Umweltbank,
  • Merkur,
  • IKB,
  • der Oldenburgischen,
  • Aareal,
  • Quirin
  • und DEU Pfandbrief.

Auf dem Versicherungs-Sektor reichen sie bis zu:

  • Allianz,
  • der Hannoverschen,
  • der Münchner,
  • der Nuernberger,
  • der Rheinland,
  • der Talanx
  • und der Cash Life.

Sie sehen also, wie verschachtelt und verwoben das Netz zwischen Banken und Versicherungen hierzulande ist. Eine Störung im System kann daher ungeahnte Folgen haben…

10. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.