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Endgame: Die Deutsche Bank muss handeln – und zwar schnell

Der Banken-Sektor ist massiv angeschlagen.

Eine weltweite Rezession macht ihm genauso zu schaffen, wie ein Rohstoff-Schock, das Erodieren des Kerngeschäfts durch die Niedrigzins-Politik der Zentralbanken.

Hinzu kommt der allgegenwärtige Vertrauens-Verlust.

Die Deutsche Bank im freien Fall

Im Auge des Hurrikans: die Deutsche Bank. Sie befindet sich im sprichwörtlichen freien Fall.

Der Grund dafür: In den USA droht der größten deutschen Bank wegen umstrittener Immobilien-Geschäfte eine Rekordstrafe von 14 Mrd. US-Dollar (12,5 Mrd. €).

Diese Zahlung kann sie jedoch nicht einfach so mit der aktuellen Eigenkapital-Basis wegstecken. Dafür ist diese viel zu niedrig – wie bei vielen anderen europäischen Banken übrigens auch.

Eine Strafe von 3 oder 4 Mrd. wäre vielleicht noch machbar.

Kurz vor der Katastrophe

Außerdem verschlechtern sich die Gewinn-Aussichten der Deutschen Bank zunehmend. Schlimmer noch ist aber der Vertrauens-Verlust der Anleger aufgrund der gigantischen Reputations-Einbußen.

Hinzu kommen – wie bei den anderen Geldhäusern auch – die schwindenden Zinsmargen aufgrund der Null- und Negativzins-Politik der EZB; ihre Ertrags- und Perspektivlosigkeit kennt momentan keine Grenzen.

Nicht zu vergessen, die Sorgen vor einer weiteren Kapital-Erhöhung, obwohl die Bank seit Jahren drastisch unterkapitalisiert ist – das war noch nie ein Geheimnis.

Ihr Eigenkapital beträgt nur ein Bruchteil vergleichbarer US-amerikanischer Finanz-Institute.


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Großes systemisches Risiko

Sehen Sie:

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Deutsche Bank erst vor wenigen Wochen als das Institut „mit dem größten Netto-Beiträger zu systemischem Risiko unter den global systemrelevanten Banken“ bezeichnet – und zwar noch vor:

  • der HSBC,
  • der Credit Suisse,
  • JP Morgan,
  • Goldman Sachs,
  • der Bank of America,
  • der BNP Paribas,
  • Santander,
  • der Bank of NY Mellon,
  • Morgan Stanley,
  • etc.

Man braucht an dieser Stelle wohl nicht extra zu betonen, was das heißt.

Die Deutsche Bank muss handeln – und zwar schnell!

Bedenken Sie: Wenn es dieser systemrelevanten Bank nicht gelingt, ihr Eigenkapital rasch und massiv zu erhöhen, wird sie immer mehr ins Trudeln kommen.

Eine solche Kapital-Erhöhung könnte beispielsweise durch die Ausgabe von neuen Aktien geschehen, die zum Eigenkapital gezählt werden.

Allerdings halten sich momentan mögliche Investoren zurück, weil sie nicht wissen, mit welchem Betrag das US-Justizministerium die Deutsche Bank aufgrund ihrer Tricksereien mit Hypotheken-Krediten tatsächlich bestraft.

Notfallplan Deutsche Bank

Ansonsten wird es wohl eine Rekapitalisierung mit öffentlichen Geldern geben.

Schon jetzt bereitet die Bundesregierung wohl einen Notfallplan vor, obwohl sie noch kurz zuvor verlauten ließ, dass Staatshilfen kein Thema wären.

Doch die Frage bleibt: Wer anders als der Steuerzahler soll die Talfahrt dieser systemrelevanten Bank letztlich wirklich stoppen?

Insidern zufolge soll dieser Notfallplan umgesetzt werden, falls die Deutsche Bank zusätzliches Kapital benötigt, um die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten beizulegen.

Und wenn sie sich diese Mittel nicht selbst am Markt besorgen kann.

Der Notfallplan sieht so aus: Verkauf von Geschäfts-Teilen an andere Finanz-Institute, staatliche Garantien für diese Transaktionen.

Im äußersten Notfall: direkte Staatsbeteiligung an der Bank.

4. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.