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Endgame: Weltweite Verschuldung explodiert

Die globale Verschuldung der Volkswirtschaften hat in den letzten  Jahren immens zugenommen hat. Betrug diese im Jahr 2000 noch 87 Billionen US-Dollar, sind es heute rund 200 Billionen.

Diese Schuldenlast kann die weltweite Finanzstabilität ins Wanken bringen. Und damit auch den Weltfrieden. Bis zum Endgame.

Deutschlands Gesamtverschuldung steigt

Auch Deutschland, als maßgeblicher Player und „Vorzeigeland“ der EU, steht bei weitem nicht so gut da, wie es immer wieder verlautbart wird.

Die Schuldenquote in Prozent der Wirtschaftsleistung beträgt hierzulande (ausgewerteter Zeitpunkt der Studie 2. Quartal 2014):

Staat:                             80 %

Finanzsektor:               70 %

Unternehmen:               54 %

Private Haushalte:         54 %

Insgesamt beträgt die Gesamtverschuldung Deutschlands also 258 %.

Interessant dabei: Die deutsche Staatsverschuldung liegt höher als die des Finanzsektors und der Unternehmen sowie der Privathaushalte.

Alle Schuldenquoten müssen berücksichtigt werden

Lassen Sie sich also nicht aufs sprichwörtliche Glatteis führen, wenn die Bundesregierung wieder einmal nur von der niedrigen Staatsschuldenquote spricht.

Um ein realistisches Bild zu bekommen, müssen alle Schuldenquoten berücksichtigt werden. Genauso, wie es McKinsey in seiner Studie gemacht hat.

Für Sie haben wir auch die Schuldenquoten einiger EU-Mitgliedsländer herausgesucht.

Diese Tabelle kommt nicht nur zu sehr interessanten, sondern vor allem zu besorgniserregenden Ergebnissen:

Schuldenquote (in Prozent der Wirtschaftsleistung)

  1. Niederlande:                                                                 687 %
  2. Irland:                                                                          680 %
  3. Dänemark:                                                                   538 %
  4. Großbritannien:                                                           435 %
  5. Spanien:                                                                      402 %
  6. Frankreich:                                                                   374 %
  7. Italien:                                                                           335 %
  8. Deutschland:                                                                258 %

Die „Täuschung“ mit den EU-Krisenstaaten

An dieser „Gesamtverschuldungs-Tabelle“ können Sie ersehen, dass es mitnichten nur die sogenannten Krisenstaaten sind, die innerhalb der EU ein Mega-Problem haben.

Sondern auch Länder, denen man eigentlich Finanzstabilität nachsagt, wie den Niederlanden, Spanien oder Großbritannien. Auch Irland – das immer wieder als Beispiel angeführt wird, wie gut es die Krise doch überstanden hat, weist in Wirklichkeit eine enorme Gesamtverschuldung auf.

Interessant auch: In den Niederlanden, in Irland, Dänemark und Großbritannien übertreffen die Schulden des Finanzsektors bei weitem die Staatsschulden. In Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien ist es genau umgekehrt.

Vergleich mit nicht-europäischen Industrienationen

Nachfolgend die Zahlen von vier nicht-europäischen Industrienationen im Vergleich zu den EU-Staaten:

  1. Japan                                         517 %
  2. USA                                          269 %
  3. China                                         283 %
  4. Russland                                       88 %

Sie sehen, dass Russland eine sehr niedrige Gesamtschuldenquote besitzt. Mit 88 % liegt es ganz weit vorn (und hinten in der Tabelle).

So ist der russische Präsident Wladimir Putin in dieser Hinsicht zweifelsohne der große Sieger. Allen Unkenrufen zum Trotz.

China auf dem Weg in den Abgrund

Hingegen ist Chinas Entwicklung mehr als bedenklich. Betrug dort im Jahr 2000 die Verschuldung gerade mal 2,1 Billionen US-Dollar, war sie 2007 schon bei 7,4 Billionen. Und 2014 bei über 28 Billionen.

Chinas Verschuldung hat sich in sieben Jahren also vervierfacht. Schuld daran, so Experten, sei der Immobilienboom und – man höre und staune – die „Schattenbanken“.

27. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.