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Energie-Einspar-Verordnung 2016: verschärfte Auflagen für Heizung und Dämmung

Für Hausbesitzer, Wohnungseigentümer, Vermieter oder Verwalter gilt es stets auf dem Laufendem zu sein. Das gilt insbesondere für das Thema Energiestandards, denn:

Schon seit dem 1. Januar 2016 gelten neue Standards in Bezug auf Heizung und Dämmung. Möglich macht’s die schon im Jahr 2014 beschlossene Energieeinspar-Verordnung, kurz auch EnEV genannt. Denn hier ist eine Verschärfung ab dem Jahr 2016 automatisch eingebaut, um den ehrgeizigen Klimazielen der Bundesregierung Rechnung zu tragen.

Neubauten: deutlich strengere Energiestandards

Wer im neuen Jahr 2016 ein Haus errichtet, muss es besser dämmen oder durch andere Maßnahmen den Energiebedarf senken. Denn für Neubauten gelten deutlich strengere Energiestandards. Konkret muss bei Neubauten der Primärenergiebedarf 25 Prozent niedriger sein, als es bis 2015 noch zulässig war.


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Was man durch die Dämmung allein nicht hinbekommt, kann man allerdings durch den Einsatz einer sehr modernen Heizungsanlage kompensieren und umgekehrt. Trotzdem ist diese Verschärfung für Häuslebauer vor allem eines: teuer!

Heizungen aus der Zeit bis 1986 müssen raus

Alte Öl- und Gas-Heizkessel müssen ersetzt werden. Das gilt, sofern es sich nicht um Niedertemperatur- und Brennwertkessel handelt. Zudem sind Ein- und Zweifamilienhäuser von dieser Regelung ausgenommen, die man selbst seit Anfang 2002 selbst bewohnt.

Ansonsten müssen solche Kessel ersetzt werden, wenn sie mehr als 30 Jahre alt sind. Heizkessel aus der Zeit bis 1986 müssen also durch neue, modernere und vor allem energiesparendere ersetzt werden.

Dachgeschosse, Heizungs- und Warmwasserrohre müssen gedämmt werden

In Mietshäusern gar nicht so selten sind ungedämmte Dachgeschosse. Diese sind aber ab 2016 nicht mehr zulässig (eine Ausnahme gilt nur bei den oben schon erwähnten, seit 2002 selbstbewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern).

Der Wärmeverlust der Gebäudehülle wird begrenzt, der U-Wert darf maximal 0,24 W/(m²K) betragen. Dieser so genannte Wärmedurchgangskoeffizient drückt die Wärmemenge aus, die durch die Wand nach draußen strömt. Je niedriger dieser U-Wert ist, desto besser ist auch die Dämmung.

Auch Heizungs- und Warmwasserrohre, die durch Keller, Flure oder sonstige unbeheizte Räume verlaufen, müssen gedämmt werden.

Fördermittel nutzen

Falls man sich als Hausbesitzer nun die Frage stellt, wie man all diese Maßnahmen im Bedarfsfall finanzieren soll, sollte man nicht vergessen, dass Bund und Länder Fördermittel vergeben. Gerade für die energetische Sanierung stehen verschiedene Kredite und Zuschüsse bereit. Die wichtigsten Programme finden Sie in der Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums.

Wenn man in die Suchmaske das Bundesland und als Förderbereich „Wohnungsbau & -modernisierung“ eingibt, dann zeigt das Programm alle finanziellen Hilfen an, die man in Anspruch nehmen kann. Und das sollten Sie auch tun, damit die neue Stufe der Energieeinspar-Versordnung für Sie nicht zu einer Kostenfalle wird.

29. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.