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Energie-Investments: Die 3 wichtigsten Energieträger im Überblick

Trotz Versuchen, erneuerbaren Energien größere Anteile der Weltenergieproduktion zu verschaffen, bleiben konventionelle Rohstoffe wie Kohle, Gas und Öl die wichtigsten Energieträger. Vor allem für die Weltwirtschaft sind die wichtigsten Energieträger – Erdöl, Kohle und Erdgas – besonders von Bedeutung. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die drei wichtigstes Energieträger der Welt.

Erdöl

Erdöl ist der wichtigste Energieträger mit dem weltweit größten Verbrauch. Ein Wirtschaftswachstum ohne Öl kann es nicht geben. In vielen Industriesektoren existieren schlicht und einfach keine Alternativen zum „Schwarzen Gold“. Egal, ob chemische Industrie, Bauwirtschaft oder Maschinenbau: Ohne den fossilen Brennstoff können viele Wirtschaftsbereiche nicht produzieren – und ohne die Raffinerieprodukte Benzin und Diesel ist auch kein Warentransport möglich.

Profiteure der Unersetzlichkeit sind die ölexportierenden Länder – und die liegen vor allem im Mittleren Osten. Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über 60% der weltweiten Ölvorkommen.

Trotzdem ist keines der Länder aktuell der größte Ölförderer. Mit einer täglichen Ölförderung von 12,2 Mio. Barrel ist momentan Amerika die Nummer eins und hat damit Russland den Rang abgelaufen. Grund dafür ist vor allem die relativ neue Fracking-Methode. Bis zum Jahr 2040 wird die weltweite Ölnachfrage laut Studien der Internationalen Energieagentur (IEA) um 15,5 Prozent steigen: von 90 Millionen Barrel täglich im Jahr 2013 auf 104 Millionen Barrel pro Tag.

Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die weltweiten Ölvorräte noch bis zum Jahr 2050 reichen. In dieser Hochrechnung wird jedoch ein konstanter Verbrauch unterstellt. Kommt es zu keinen neuen Ölfunden, ist vermutlich schon eher Schluss – oder es kommt zu einer Kontingentierung des Öls.

Kohle

Kohle ist nach Öl der zweitwichtigste Energieträger. Rund ein Viertel der weltweiten Stromerzeugung basiert auf Kohle und der Energieträger wird auch zukünftig den Energie-Mix mitbestimmen. Wer denkt, dass nach dem Atomausstieg in Deutschland Windkraft und Solarstrom den Energie-Mix bestimmen werden, wird enttäuscht. Kohle wird auch 2030 noch maßgeblich als Energieträger eingesetzt werden, in einigen Prognosen heißt es bereits, dass Kohle Erdöl als wichtigsten Energieträger ablösen wird.

Der Hauptgrund dafür ist der wirtschaftliche Aufstieg Chinas. Das Reich der Mitte ist bei der Kohleförderung bereits mit Abstand die Nummer eins auf der Welt und vergrößert die Förderung zusehends. Denn China setzt bei der Stromgewinnung maßgeblich auf Kohle. Zudem wird Kohle für die Stahlgewinnung benötigt und der Ausbau der chinesischen Infrastruktur verschluckt Millionen von Tonnen an Stahl.

Dies führt dazu, dass China trotz der gigantischen Produktion auf zusätzliche Kohle-Importe angewiesen ist. Noch vor wenigen Jahren galt Kohle als „Auslaufmodell“. Mit dem Aufstieg der Schwellenländer ist diese These selbst zum Auslaufmodell geworden.

Erdgas

Mit einem Anteil von 24% ist Erdgas nach Öl und Kohle der drittwichtigste Energielieferant. Erdgas findet hauptsächlich bei der Beheizung und der elektrischen Stromversorgung Verwendung. Zusätzlich wird Erdgas als Reaktionspartner in chemischen Prozessen sowie als Kraftstoff für Automobile genutzt.

Im Jahr 2014 betrug die weltweite Erdgasproduktion 3,46 Mrd. Kubikmeter, 2013 waren es noch 2011 waren es noch 2,95 Mrd. Kubikmeter gewesen. Die beiden mit Abstand wichtigsten Erdgasproduzenten sind die USA und Russland. Dahinter folgen mit weitem Abstand Kanada, Iran, Katar und Norwegen. Über 70% der weltweiten Erdgasreserven liegen im Nahen Osten und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.


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Anders als Öl wird der Energieträger trotz eines stark steigenden Verbrauchs noch etliche Jahrzehnte vorhanden sein. Die großen Energiekonzerne melden weiterhin große Funde und Fortschritte bei der Entwicklung neuer Fördermöglichkeiten. Doch auch wenn Erdgas im Vergleich zum Öl nicht sehr knapp ist, wird mit steigenden Preisen gerechnet, denn die Nachfragemenge liegt trotz einer Ausweitung der Förderung über dem produzierten Volumen.

Ein Grund dafür ist erneut die rasant steigende Nachfrage aus den Schwellenländern. Allein in China hat sich die Nachfrage von 2006 bis Ende 2014 fast verfünffacht. Und dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen.

Auf einen Blick: Was für Energie-Investments spricht

Die Nachfrage nach Energie ist ungebrochen:

  • Trotz Versuchen, erneuerbaren Energien größere Anteile der Weltenergieproduktion zu verschaffen, bleiben konventionelle Rohstoffe wie Kohle, Gas und Öl die wichtigsten Energieträger.
  • Öl ist die Grundlage für die Weltwirtschaft. Industrielle Produktion allein auf Grundlage erneuerbarer Energieträger ist noch undenkbar.
  • Das enorme Wirtschaftswachstum und der wachsende Stromverbrauch in den Schwellenländern verstärken den weltweiten Energiehunger.

Die Förderung von Energieträgern wird komplizierter:

  • Die aktuell größten Ölfelder haben den Höhepunkt in Bezug auf die Fördermenge längst überschritten. Gab es 1990 noch 17 Ölfelder mit einer Tagesproduktion von mehr als 1 Mio. Barrel, sind es heute nur noch 5.
  • Öl und Kohle kommen aus immer größeren Tiefen und bergen teils unkalkulierbare Umweltrisiken.
  • Dank der enormen Nachfrage lohnt sich plötzlich auch die Erschließung einst unrentabler Reserven.
  • Der Ölpreis wird in absehbarer Zeit steigen, und das nicht nur, weil Spekulanten ihn in die Höhe treiben.

Checkliste: Wie Sie am besten in Energieträger investieren

  • Die Entwicklung der Energiepreise ist sehr stark konjunkturabhängig. Wenn Sie eine Rezession befürchten, sollten Sie Ihre Investition verkaufen.
  • Nutzen Sie mentale Stop-Loss-Marken und überprüfen Sie Ihre Energie-Investments in regelmäßigen Abständen. Fragen Sie sich insbesondere, ob die Gründe für Ihre Energie-Investition weiterhin vorhanden sind. Ein zwischenzeitlicher Verkauf kann sich auszahlen – unabhängig davon, ob Ihre Investition im Plus liegt oder nicht. Energieträger notieren fast immer in US-Dollar. Fällt der US-Dollar gegenüber dem Euro und steigt der Rohstoffpreis, verdienen Sie doppelt. Auf der anderen Seite gilt: Steigt der Dollar und fällt der Rohstoffpreis, verlieren Sie doppelt. Mit währungsbesicherten Zertifikaten und Fonds können Sie das Risiko gegen einen Aufpreis reduzieren. Die Bezeichnung „Quanto“ oder „Hegend“ deutet auf eine solche Absicherung hin.
  • Energieträger besitzen einen eingebauten Inflationsschutz. Da beispielsweise Öl am Anfang des Produktionsprozesses steht und oft unersetzbar ist, können Preiserhöhungen relativ einfach durchgesetzt werden. Die Energieträgerpreise steigen bei wachsender Inflationsrate daher immer als Erstes. Sie sind im Fall steigender Inflationsraten mit Energie-Investments deutlich besser positioniert als mit Anleihen.
  • Das Rohstoffangebot kann nicht ohne Weiteres ausgeweitet werden. Politische Spannungen (Libyen, Iran) können sogar zu einer Angebotsverknappung führen. Dies und die gleichzeitig steigende Nachfrage schlagen daher sehr stark auf die Preise durch.
  • Zum Depot-Mix gehören mehrere Anlageklassen. Umgehen Sie Klumpenrisiken und setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Wenn Sie noch keine Energieträger- Anlage im Depot haben, ist der ausgewählte Fonds Ihr gesuchtes Investment.

7. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.