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EnEV: Welche Modernisierungsmaßnahmen energiesparend sind

Neu am Energiebedarfsausweis ist, dass nicht mehr nur die maximalen Verbrauchswerte einer Heizungsanlage oder U-Werte (früher: k-Werte) einzelner Baubestandteile ermittelt werden, sondern dass Gebäude als Gesamtheit erfasst werden, wobei der Niedrigenergiehaus-Standard nicht überschritten werden darf.

Planen Sie eine Modernisierungsmaßnahme, empfiehlt es sich daher, die Möglichkeit einer energieeinsparenden Verbesserung zu nutzen.

Der U-Wert, auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet, ist ein Maß für den Wärmeverlust bestimmter Bauteile wie Fenster, Außenwände etc.

Je geringer der U-Wert, umso weniger Wärme geht verloren. Folgende energiesparende Maßnahmen sind möglich und förderungswürdig:

Wärmedämmung von Kellerdecke, Fassade und Dach: größtes Einsparpotenzial

Ein Großteil der Heizenergie entweicht durch die Außenwände der Gebäude. Ursachen dafür können sein:

Ungedämmtes Mauerwerk mit hoher Wärmeleitfähigkeit, Wärmebrücken, Installationsschächte und Heizkörpernischen in der Außenwand. Bei einem 24 cm dicken Vollziegel-Mauerwerk mit Putz ist der U-Wert 1,5 – also sehr schlecht.

Ein 36,5 cm dickes Leichthochlochziegel-Mauerwerk mit Putz weist einen U- Wert von 0,80 auf, und bei 36,5 cm Porenbeton mit Putz wurde ein U-Wert von 0,50 ermittelt. Die EnEV schreibt einen U-Wert von 0,30 vor.

Wärmeverbundsysteme bieten optimale Isolierung

Durch eine nachträgliche Dämmung können Sie die Wärmeverluste um bis zu 75% reduzieren. Der verwendete Dämmstoff sollte aber mindestens 10 bis 15 cm stark sein. Wärmeverbundsysteme wie beispielsweise eine Thermohaut eignen sich besonders gut als nachträgliche Isolierung.


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Diese Systeme können Sie auf dem Mauerwerk oder auf dem Außenputz anbringen. Eine herkömmliche 36,5 cm dicke Massivwand aus Ziegelmauerwerk erreicht mit zusätzlicher 13 cm dicker Dämmung einen guten U-Wert von 0,17.

Bei einem herkömmlichen Dach ist in der Regel eine Zwischensparrendämmung von 12 bis 16 cm erforderlich, um den durch die EnEV angestrebten U-Wert von 0,30 zu erreichen.

Nach der EnEV mussten ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume bis zum 31.12.2006 gedämmt werden. Dafür sollten 16 bis 20 cm Dämmstoff angebracht werden. In Kellern ist eine mindestens 6 cm starke Dämmung aus Hartschaum oder Mineralwolle-Platten ideal.

Abdichtung von Fenstern: Wärmeverlust abhängig von Glas und Rahmen

Durch Fenster geht 4- bis 5-mal mehr Wärme verloren als durch eine entsprechend große Wandfläche. Einfach verglaste Fenster weisen den höchsten Wärmeverlust (U-Wert 5,6) auf. Auch ungenügend abgedichtete Fugen verursachen einen hohen Wärmeverlust.

Bei der Erneuerung von Fenstern sollten Sie deshalb hochwertiges Wärmeschutzglas (U-Wert 1,4–1,8) verwenden. Es ist nicht viel teurer als die früher übliche Isolierverglasung. Das 2-Scheiben-Isolierglas (U-Wert 1,3–1,6) bietet einen um 40 bis 50% höheren Wärmeschutz als herkömmliche Isolierverglasung (U-Wert 2,9–3,1).

Holzrahmen besser als Alurahmen

Neben der Wahl des verwendeten Glases ist das von Ihnen verwendete Material des Fensterrahmens für die Einsparung von Energie entscheidend. Holzrahmen weisen die besten Dämmwerte auf. Aluminiumrahmen haben auch mit einer dämmenden Zwischenschicht aus Kunststoff schlechtere Eigenschaften.

Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen: nur in unbeheizten Räumen

Insbesondere im Kellerbereich, in dem aufgrund der niedrigen Umgebungstemperatur der Wärmeverlust besonders hoch ist, kann eine gute Dämmung der Heizungs- und Warmwasserleitungen, der zugehörigen Armaturen und Pumpen sowie des Warmwasserspeichers sinnvoll und effektiv sein.

In beheizten Bereichen des Gebäudes ist das jedoch nicht erforderlich, da Wärmeverluste als Wärmequelle und Ergänzung der sonstigen Beheizung genutzt werden können.

Die EnEV setzt voraus, dass ungedämmte Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen in unbeheizten Räumen, soweit sie zugänglich sind, bis zum 31.12.2006 gedämmt werden.

Wärmerückgewinnungsanlagen: Wärmeverlust durch Lüften verringern

Um den geforderten Niedrigenergiestandard für Neubauten und bei Sanierungen von Altbauten zu erreichen, wird auf Maßnahmen der Wärmedämmung und Isolierverglasung gesetzt.

Diese Maßnahmen führen zu einer dichten Bauhülle, was für die Energieeinsparung durchaus sinnvoll ist. Diese Bauweise kann allerdings auch hermetisch verschlossene Gebäude und ungenügend gelüftete Wohnungen verursachen.

Folglich ist die Atemluft feucht und stickig, Tapeten lösen sich ab, und Schimmelpilz entsteht. 14% aller Bauschäden bei sanierten Bauten sind auf ungenügende Lüftung nach Einbau neuer Fenster zurückzuführen. Wohnungslüftung steht in direktem Zusammenhang mit Energiesparen.

Stoßlüftung: neue Raumluft, aber hoher Wärmeverlust

Stoßlüftung durch kurzzeitiges weites Öffnen von zwei Fenstern oder Fenster und Außentür hat den kompletten Austausch der Raumluft innerhalb von 5 Minuten zur Folge und sollte ca. alle 2 Stunden wiederholt werden.

Das Ergebnis ist eine wechselhafte Luftqualität. Der Wärmeverlust durch Lüftung liegt bei Einfamilienhäusern bei ca. 50%, bei Mehrfamilienhäusern sogar bei 75%. Lüften Sie regelmäßig alle 2 bis 3 Stunden, aber nicht übermäßig.

Wenig Wärmeverlust durch Wärmerückgewinnung

Im Sinne der Wärmeschutzverordnung sowie der Energieeinsparverordnung ist eine Absaugung warmer, verbrauchter Raumluft empfehlenswert, um eine sehr gute Qualität der Luft bei einem Minimum an Wärmeverlust zu erreichen.

Optimal wird dies durch Lüftung mit einer Wärmerückgewinnungsanlage erreicht. Unter Verwendung eines Wärmetauschers wird verbrauchter Raumluft die Wärme entzogen und auf die hinzugeführte Frischluft übertragen.

Mit dieser Methode können Sie aus verbrauchter Luft bis zu 90% der Wärme zur Erwärmung kalter Frischluft nutzen.

18. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.