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EU enteignet womöglich Bürger, um die Banken zu retten

Die Zeitbombe in der EU tickt immer noch. Ganz konkret ist damit die europäische Bankenkrise gemeint; insbesondere bei unserem südlichen Nachbarn Italien.

An dieser Stelle haben wir Ihnen bereits aufgezeigt, wie schlecht es tatsächlich um die italienischen Banken steht: Diese sind aus eigener Kraft nicht mehr überlebensfähig.

Die EU hat einen Notfallplan zu Ihren Lasten

Für diesen Notfall hat die EU bereits vorgesorgt.

Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass 2008 notleidende Banken noch mit einem Bail-out gerettet wurden, d. h.: mit dem Geld der Steuerzahler.

Nun ist es so, dass marode Finanz-Institute mit einem Bail-in wieder aufgerichtet werden.

Sprich: durch die teilweise Enteignung von Aktionären, Einlegern und Sparern. Erst dann kommt der Steuerzahler dran.

Bail-in-Regelung ist sozial ungerecht

Die Italiener haben im Juli 2016 bei gleich 4 Banken in der Toskana von der Bail-in-Regelungen Gebrauch gemacht.


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Nur ist das an vielen hierzulande vorbeigegangen, bei den Italienern jedoch nicht.

Warum? Weil der Bevölkerung dabei klar wurde, dass ein Bail-in alles andere als sozial gerecht ist.

Viele Menschen wurden in den Ruin getrieben

Und zwar aus folgendem Grund ist diese Bail-in Regelung sozial ungerecht:

Während die reichen Investoren aufgrund ihres Informations-Vorsprungs selbst schnell noch ihr Vermögen aus dem Feuer holen konnten, sprich rechtzeitig abziehen, waren die anderen die Dummen.

Das waren die Arbeiter, die Angestellten, Kleinunternehmer und Rentner. Denn sie wurden kalt erwischt – eiskalt, das können Sie mir glauben.

Oder anders ausgedrückt: Sie wurden sozusagen über Nacht zwangsenteignet. Mitunter verloren sie ihre gesamten Ersparnisse. Ein Rentner beging aus Verzweiflung sogar Selbstmord.

Das alles sorgte für großen Aufruhr in Italien. EU-weit wurde das Ganze so gut es ging unter der Decke gehalten. Und auch die Mainstream-Medien kümmerten sich nicht großartig darum.

Italienische Regierung in der Sackgasse

Die italienische Regierung gerät immer mehr unter Druck. Werden die Bail-in Regeln erneut angewandt, ist mit heftigem sozialen Wiederstand zu rechnen.

Konkret: mit einem Run auf die Banken oder gar mit einem Volksaufstand, wie Landes-Medien berichten.

Wird die Regelung nicht angewandt, sind die italienischen Banken voll auf die Unterstützung der EU angewiesen. Diese befindet sich dann selbst in der Zwickmühle.

Böse Folgen für die EU

Gibt die EU-Kommission den italienischen Forderungen nach, wird dies unweigerlich zu Missmut in ganz Europa führen.

Denn dadurch werden die bestehenden Probleme lediglich auf die EU-Steuerzahler verteilt. – und das mit bösen Folgen, wie der BrExit gezeigt hat.

Bei den nächsten Wahlen könnten etablierte Parteien ihre Quittung für diese EU-Politik bekommen – oder es könnten neben den britischen Austritts-Forderungen noch weitere erhoben werden.

Das alles sorgt nicht gerade dafür, dass das europäische Haus zusammengehalten wird…

19. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.