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Entfernungspauschale im Ausbildungsfall: So profitieren Kindergeld-Empfänger

Das Comeback der Entfernungspauschale kann für Kindergeld-Berechtigte ein Segen sein. Zuletzt konnten die Fahrtkosten zum Ausbildungsbetrieb die Einkommensgrenze von Kindern nicht drücken. Bei mehr als 7.680 € jährlich waren mindestens 1.848 € Kindergeld passé. Ebenso wie andere Förderungen. Etwa die Kinderzulage bei der Riester-Rente. Auch Wohngeld oder BAföG konnten nicht beansprucht werden.

Entfernungspauschale im Ausbildungsfall: Nachrechnen lohnt sich

Bei Kindern in Ausbildung sollten Sie jetzt in Sachen Entfernungspauschale nochmals genau nachrechnen. Der Weg zur Arbeit kann eine möglicherweise verlorengegangene Kinderförderung  retten.

Geld sparen mit Entfernungspauschale: Berechnung inklusive

Sicherlich zahlen auch Sie nicht sinnfrei mehr als zwingend nötig. Das hart verdiente Geld kann jedenfalls besser angelegt werden als in Fahrtkosten. Um maximal zu sparen, wirft Gevestor einen Blick auf die Entfernungspauschale und deren Berechnung. Anhang eines Beispiels bekommen Sie einen Einblick in die Welt des schlauen Sparfuches.

Entfernungspauschale: Berechnung plus Praxistipps

Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer legt eine Wegstrecke von 20 Kilometer bis zum Bahnhof an 200 Arbeitstagen jährlich mit dem Auto zurück. Von dort aus fährt er mit der Bahn noch einmal 10 Kilometer, bis er seinen Arbeitsplatz erreicht hat.

Die direkte Straßenverbindung, nach der sich die Entfernungspauschale berechnet, beträgt 28 Kilometer. Für die Monatskarte, die er für die Bahnfahrten benötigt, zahlt der Arbeitgeber 45 €. Jährlich entspricht dies einem Preis von 45 x 12 = 540 Euro. Für die zurückgelegte Teilstrecke von 20 Kilometer an 200 Arbeitstagen wird die Entfernungspauschale folgendermaßen berechnet:

20 (Teilstrecke in Kilometer) * 200 (Zahl der Arbeitstage) * 0,30 (Entfernungspauschale in Euro) = 1.200 Euro

Für die restliche Wegstrecke vom Bahnhof bis zum Arbeitsplatz wird die Entfernungspauschale folgendermaßen berechnet:

28 (direkte Straßenverbindung in Kilometer) – 20 (mit dem Auto zurückgelegte Teilstrecke in Kilometer) = 8

Für die verbleibende Teilstrecke wird jetzt die Entfernungspauschale berechnet:

8 (verbleibende Teilstrecke in Kilometer) * 200 (Zahl der Arbeitstage) * 0,30 (Entfernungspauschale in Kilometer) = 480 Euro

Daraus ergibt sich, dass es sinnvoller wäre, die tatsächlichen Aufwendungen in Höhe von 540 € für die Monatskarten jährlich anzusetzen. In dem vorliegenden Rechenbeispiel würde sich dadurch eine Entfernungspauschale von 1.680 € ergeben. Wir empfehlen bzgl. Entfernungspauschale und deren Berechnung: Sie sehen anhand des obigen Rechenbeispiels, dass es sich durchaus lohnen kann, die persönlichen Kosten einmal durchzurechnen.

Fazit: Die kürzeste Verbindung zählt

Denn wenn Sie Auto und Bahn nutzen, können Sie bei der Entfernungspauschale unter Umständen mehr Geld für sich rausholen. Generell gilt jedoch, dass nur die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz angesetzt werden darf. Dies sollten Sie unbedingt berücksichtigen, um nicht Gefahr zu laufen, sich bei der Entfernungspauschale zu Ihrem Nachteil zu verkalkulieren. Zahlreiche weitere wichtige Informationen und Neuigkeiten darüber, wie Sie Steuern sparen können, finden Sie in unserem großen Steuern-Portal.

14. Januar 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".