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Entgeltumwandlung: An einem Beispiel einfach erklärt

Arbeitnehmer können Teile ihres Gehalts für die betriebliche Altersvorsorge aufwenden.

Diese Beträge werden dann vom Arbeitgeber direkt vom Bruttolohn abgezogen.

Dadurch mindert sich das steuer- und sozialversicherungspflichtige Einkommen des Arbeitnehmers.

Es fallen, abhängig von der persönlichen Verdienstsituation, weniger Lohnsteuern und Sozialabgaben an. Diese Verwendung von Teilen des Gehaltes für unbare Leistungen wird als Entgeltumwandlung bezeichnet.

Welche Vorteile gibt es bei einer Entgeltumwandlung?

Immer mehr Arbeitnehmer nutzen diese Entgeltumwandlung für ihre Altersvorsorge.

Als Altersvorsorge weist die Entgeltumwandlung einige Vorteile auf. So ist zum Beispiel eine Kombination mit Zusatzversicherungen möglich.

Zu diesen zählt beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherungen. Weiterhin profitieren Sie in der sogenannten Ansparphase von erheblichen Steuervorteilen und Ersparnissen bei den Sozialabgaben, unter anderem, weil der Beitrag direkt vom Bruttogehalt einbehalten wird.

Es erfolgt außerdem keine Anrechnung auf das Arbeitslosengeld 1 und 2 und die Entgeltumwandlung ist pfändungssicher.

Der Arbeitnehmer entscheidet selbst über das Produkt und ein Vertrag der Direktversicherung kann bei Ausscheiden aus dem Betrieb auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.

Nachteile der Entgeltumwandlung als Altersvorsorge

Allgemein lässt sich festhalten, dass die Erwerbsminderungsrente, Altersrente und das Krankengeld geringer werden. Weiterhin ist keine Beleihung oder Kündigung des Vertrags durch den Arbeitnehmer möglich.

Eine Auszahlung erfolgt frühestens mit dem 60. Lebensjahr und in der Rentenphase besteht die volle Besteuerung der Rente.

Entgeltumwandlung und private Rentenversorgung im direkten Vergleich: Beispiel

Das folgende Beispiel soll Ihnen zeigen, welche Vorteile Sie mit einer Entgeltumwandlung gegenüber einer privaten Rentenversorgung haben.

Über einen längeren Zeitraum gesehen, ist die Entgeltumwandlung durch die Steuerersparnis und die Einsparung der Sozialversicherungsbeiträge günstiger als eine private Rentenversorgung.

Die private Rentenversorgung kann jedoch über einen kürzeren Zeitraum einige Vorteile aufweisen und günstiger sein.

Angenommen, die Ersparnis von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen würde bei einer Entgeltumwandlung zum Beispiel 50% ausmachen. Dann würde der angelegte Betrag von 200 € netto lediglich 100 €weniger auf Ihrer Gehaltsabrechnung ausmachen.

Dies lässt sich durch die oben genannte Einsparung erklären. Eine zukünftige Rente von rund 1.000 € wäre dann später zu versteuern, aber die Steuern im Alter sind gering. In diesem Beispiel bekämen Sie netto 600 € ausgezahlt.

Bei einer privaten Rentenversicherung müsste der Anlagebetrag aus versteuertem Geld angelegt werden. Bei gleichem Nettoaufwand könnten demnach lediglich 100 € angelegt werden. Dies ergäbe eine Rente von rund 500 €.

Durch die günstigere Versteuerung ergäbe sich eine Nettorente von insgesamt 483 €. Bei einer Entgeltumwandlung hätten Sie gegenüber einer privaten Rentenversicherung also einen Vorteil von 117 €.

Der Begriff der Entgeltumwandlung

Neben dem Begriff der Entgeltumwandlung werden auch weitere Begriffe mit gleicher Bedeutung verwendet. Je nach Art des umgewandelten Entgelts ist zum Beispiel auch die Rede von Gehaltsumwandlung oder Lohnumwandlung.

Weiterhin werden auch die Begriffe Entgeltverzicht, Gehaltsverzicht oder Lohnverzicht verwendet. Diese Ausdrücke sind jedoch irreführend, da es sich nicht tatsächlich um einen Verzicht handelt.

11. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.