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Entgeltumwandlung Pensionskasse – was man wissen muss

Bereits seit 10 Jahren hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Dabei gibt es zwei Hauptgründe dafür, dieses Angebot zu nutzen: Es spart nicht nur Steuern, sondern verbessert auch die eigene Rente.

Steuern sparen dank Entgeltumwandlung

Verwendet man einen Teil seines Gehalts für eine betriebliche Altersvorsorge, bezeichnet man das als Entgeltumwandlung. Der Knackpunkt dabei ist, dass der monatliche Betrag direkt vom eigenen Bruttolohn abgezogen wird. Sinkt der Bruttolohn, verringern sich dadurch auch die zu zahlenden Steuern.

Je nach der Verdienstsituation fallen dann nämlich weniger Sozialabgaben und Lohnsteuer an. Sofern noch keine pauschal versteuerte betriebliche Altersvorsorge besteht, kann man bis zu 1.800 € pro Jahr zusätzlich steuerfrei einzahlen.

Funktion der Pensionskasse

Die Pensionskasse ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen, gegründet von anderen Unternehmen mit Arbeitnehmern. Der Arbeitgeber zahlt als Mitglied einer Pensionskasse die Beiträge seiner Mitarbeiter direkt an die Kasse. Der Arbeitnehmer erhalten dafür eine Zusatzrente.

Entweder der Mitarbeiter kommt allein für die Beiträge auf oder der Arbeitgeber übernimmt ebenfalls einen Teil – das entscheidet das jeweilige Unternehmen.

Hinreichend bekannt ist inzwischen, dass sich heute niemand mehr auf die gesetzliche Rentenversicherung alleine verlassen kann. Die Pensionskasse bietet eine zusätzliche Vorsorge. Darüber hinaus kann der Arbeitnehmer über die Pensionskasse auch noch seine Berufsunfähigkeit, Invalidität oder Tod absichern.

Leistungen der Pensionskasse

Die Gehaltsumwandlung bietet die Möglichkeit einer kapitalgedeckten Zusatzrente. Sie wird zum Rentenbeginn ausbezahlt, sofern das 60. Lebensjahr vollendet ist. Eine einmalige Kapitalauszahlung ist, je nach Kasse, auch möglich. Oben genannten Zusatzversicherungen kann die Kasse genauso übernehmen.

Der Arbeitnehmer hat immer Anspruch auf die Leistungen, selbst wenn er den Job wechselt. Dann wird das gesparte Kapital auf die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers überwiesen. Es besteht zudem die Option, die Verträge privat weiterlaufen zu lassen.

Maximal mögliche Entgeltumwandlung

In die Pensionskasse kann pro Jahr maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung eingezahlt werden. Diese betrug beispielsweise 2012 im Westen 82.800 € und im Osten 70.800 €. Demnach konnte man für die Entgeltumwandlung bis zu 3.312 € pro Jahr oder 276 € pro Monat verwenden. Dieser Betrag gilt zusätzlich zu den oben genannten 1.800 € jährlich.

Klingt alles toll – wo ist der Haken?

Als Altersvorsorge bietet sich die Entgeltumwandlung an. Besonders, wenn ein Unternehmen die Arbeitnehmer mit Zuzahlungen unterstützt. Auch ist der sofortige steuerliche Vorteil zu beachten.

Dass die Pensionskasse erst ab 60 Jahren auszahlt, kann sich als Nachteil herausstellen. Als Sicherheit für Kredite kann man das angesparte Kapital auch nicht verwenden. Das vermeintliche Steuergeschenk wird mit Verspätung wieder eingefordert, wenn die Rentenleistung erbracht wird.

Kann man über diese Punkte hinwegsehen, ist das Thema Entgeltumwandlung durch die Pensionskasse auf jeden Fall attraktiv und bietet hohe Sicherheit und Flexibilität. Zudem trägt der Arbeitgeber keinerlei finanzielles Risiko.

10. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.