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Sparkassen: So schlecht geht es ihnen wirklich

Seit je her gelten Sparkassen als kundennah und krisensicher. Doch dieser Eindruck kommt nun ganz gehörig ins Wanken.

Denn eine Studie vom Ende Juli 2016 sorgt für große Aufregung – und die ist mehr als begründet!

Selbst wenn Sie kein Kunde der Sparkasse sind, sollten Sie an dieser Stelle weiterlesen.

Bedenkliche Studien-Ergebnisse

Die Studie „Die Wertpapiergeschäfte der Sparkassen? – Eine Analyse der Anlagepolitik der deutschen Sparkassen“ der Frankfurt University of Applied Sciences kommt zu folgendem Ergebnis:

Viele Sparkassen müssen die Gelder Ihrer Kunden zunehmend an den Wertpapier- oder Aktienmärkten investieren.

So sollen Verluste aufgrund der von der Europäischen Zentralbank (EZB) lancierten Niedrig- und Negativ-Zinsen ausgeglichen werden. Ansonsten würden einige Häuser längst schon rote Zahlen schreiben.


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Ohne die Erträge aus diesen spekulativen Wertpapie-Aanlagen würde wohl jede achte Sparkasse hierzulande einen operativen Verlust ausweisen. Haben Sie das gewusst?

Dunkle Wolken über dem roten Finanz-Riesen

Nun scheinen die dunklen Prophezeiungen der Crash-Propheten auch die Sparkassen eingeholt zu haben. Aber vielleicht können Sie sich noch an die Warnung der Bundesbank im Februar 2015 erinnern?

Damals drängte sie die Sparkassen, sich frühzeitig für eine lange Durststrecke zu rüsten; insbesondere wegen der Niedrig-Zinsen würde eine auf das Sparkonto ausgerichtete Sparkultur früher oder später an ihre Grenzen stoßen.

Schon damals war klar, dass der Zins-Überschuss generell sinken würde und dass die einstige komfortable Kapital-Ausstattung und Risiko-Tragfähigkeit der allermeisten Sparkassen an ihre Grenzen kommt.

Der Trugschluss der Sparkassen

Sehen Sie: Die meisten Institute richteten ihre zukünftige Geschäfts-Strategie darauf aus, dass die Zinsen schnell wieder steigen. Das hat sich nun als fataler Trugschluss erwiesen.

Mehr noch: Nun ist das Leben von der Substanz zu Ende.

Die andauernde Niedrig- und Negativzins-Phase hinterlässt deutliche Spuren in den Gewinn- und Verlust-Rechnungen der Sparkassen.

Oftmals können sie ihren öffentlichen Auftrag nicht mehr aufrechterhalten.

Denn Sparkassen müssen dem Gemeinwohl dienen und der Bevölkerung in allen Regionen sichere Geldgeschäfte ermöglichen.

Die Jagd nach Rendite ist eröffnet

Anfang 2015 wurde jedoch noch davor gewarnt, auf der Jagd nach Rendite nicht immer höhere Risiken einzugehen. Das scheint nun nicht mehr zu gelten.

Vergessen wir auch nicht, dass die Sparkassen und Landesbanken demnächst 2 Mrd. € nachschießen müssen, um die EU-Regelung hinsichtlich der Sicherung von Spareinlagen zu erfüllen.

Diese gestiegenen Kosten zur Erfüllung der Aufsichts-Regeln haben längst schon auch die kleineren Häuser außer den Großbanken erreicht – wahrlich keine einfachen Zeiten für den roten Finanz-Riesen & Co. …

9. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.