von Jan Aalto

Entlastung für Bundesbürger 2012 gering: Steuergewinne bleiben stehen

Die Entlastung für Bundesbürger soll 2012 groß sein. Beachten Sie:

Dies geisterte zum Jahresanfang durch die Medien. Die Wahrheit lautet:

Die Belastung reduziert sich nicht, sie wird sogar steigen. Wenn Sie zu den „Besserverdienenden“ gehören, wird die aktuelle Diskussion Sie wahrscheinlich nervös machen.

Denn: SPD und die sozialpolitische Seite der CDU denken teils teils öffentlich über eine mögliche Mehrbelastung für Vermögende nach. Die Vermögenssteuer könnte einen Teil der Probleme der nächsten Jahre lösen.

Nachgerechnet: Immobilien-Steuer

Die Entlastung betrifft im Wesentlichen Eltern, die freier zwischen Kindergeld und Kinderfreibeträgen wählen können. Zudem ist die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 8.004 Euro für Kinder bei Bezug des Kindergeldes nicht mehr so scharf zu kontrollieren – und deren Einhaltung nachzuweisen – wie bis dato.

Einige Entlastungen gibt es zudem beim Berufsverkehr. Die Abschreibung der Anfahrtswege wird wieder einfacher, da die Obergrenze von 4.500 Euro bei Nutzung des eigenen PKW nicht mehr maßgeblich ist.

Nur: Wenn jetzt beispielsweise eine neue Grundsteuer eingeführt würde, wird es schnell teuer. Ein Experte hat ausgerechnet, dass das Immobilienvermögen in Deutschland ungefähr 9 Billionen Euro beträgt. Eine einmalige Abgabe von 10% hierauf würde mit 0,9 Billionen direkt die aktuellen Schulden halbieren.

Vorsicht: andere Entlastungen fallen nicht ins Gewicht

  • Ansonsten gewährt der Staat Entlastungen in Höhe von 80 Euro, die Sie jetzt pauschal mehr für Werbungskosten einreichen können. Bei einem Steuersatz von 35% würden Sie etwa 27 Euro im Jahr sparen.
  • Zudem sinken die Beiträge zur Rentenversicherung um 0,3%-Punkte von 19,9 auf 19,6%. Das bringt durchschnittlich gut 60 Euro im Jahr.
  • Auf der anderen Seite steigt die Belastung: durch anziehende Ölpreise zahlen Sie automatisch höhere Energiesteuern und Ökosteuern an der Tankstelle. Wer für 150 Euro monatlich tankt, muss alleine bei einer Erhöhung um 15 Euro an zusätzlichen(!) Steuern gut 11 bis 12 Euro monatlich einkalkulieren.
  • Die Mehrwertsteuer bleibt zwar gleich. Bei einer anziehenden Inflation aber zahlen Sie mehr Umsatzsteuer als bislang. Je nach der Höhe Ihrer „Konsum“ausgaben dürfte alleine die Umsatzsteuermehrbelastung sich auf mehr als 1.000 Euro summieren.

GeVestor meint: Daher wird 2012 nicht zum Jahr der Entlastung für Bürger, sondern zum Jahr der Belastung. Ganz gewiß. Bleiben Sie deshalb bei der Geldanlage am Ball. Diese bringt die entscheidende Rendite, um 2012 die neue Belastung aufzufangen.

Dabei eigenen sich wie mehrfach empfohlen Aktien, die immer noch günstig bewertet sind. Im deutschen Hauptindex Dax finden Sie etwa 2/3tel an Aktien, die unter dem "Normalwert" notieren. Dazu zählen die beiden Versicherer Münchner Rück sowie die Allianz.

Zusätzlich können Sie konservativer in Automobil-Werte investieren. Schließlich eignen sich ETF-börsengehandelte Fonds - etwa auf den Dax oder auf den MDax. Diese können Sie auch in Form von Sparplänen einsetzen - was sich besonders lohnt, wenn Sie die minimalen Entlastungen pro Monat sehen.

 
 
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