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Entlastungsbetrag: Alleinerziehende erhalten Zuschüsse

Das Finanzamt gewährt Single-Eltern einen Entlastungsbetrag. Alleinerziehende sollen schließlich nicht viel schlechter dastehen als Paare.

Diese steuerliche Entlastung beträgt aktuell 1.308 € im Jahr, wird jedoch nur für die Monate gezahlt, in denen der Steuerzahler wirklich alleinerziehend war.  Dabei spielt die Anzahl der Kinder keine Rolle, der Betrag wird nur einmal ausgeschüttet.

Entlastungsbetrag: Alleinerziehende profitieren monatlich

Dieser wird von der Summe der Einkünfte abgezogen und für die Bemessung der Einkommenssteuer heran gezogen. Bei Alleinerziehenden der Steuerklasse II wird die Summe monatlich direkt in der Lohnsteuertabelle berücksichtigt.

Die Bemessungsgrundlage sinkt daher in jedem Monat um 109 €, wenn auf das Jahr gesehen der Höchstbetrag gewährt wird.

Harte Bedingungen für Steuervorteile

Um von diesem Steuervorteil zu profitieren, müssen jedoch harte Bedingungen erfüllt werden. So dürften beispielsweise keine erwachsenen Kinder im Haushalt wohnen, die bei der Erziehung von minderjährigen Nachkommen helfen können. Ein einzelnes erwachsenes Kind, das sich noch in der Ausbildung befindet, kann wiederum zur Forderung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende heran gezogen werden.

Entscheidend ist dabei immer, ob das Kind Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag besitzt. Dies gilt in den meisten Fällen auch für nicht-leibliche Kinder, beispielsweise Adoptiv- oder Stiefkinder und sogar für Enkelkinder, falls die Großeltern einen Anspruch auf das Kindergeld besitzen.

Eine Ausnahme hierbei sind jedoch unter anderem Pflegebedürftige und Wehrdienstleistende, für die kein Anspruch besteht.

Entlastungsbeitrag: Getrennt leben – gemeinsam entscheiden

Ein wenig schwieriger wird es bei Kindern, die von beiden, getrennt lebenden, Elternteilen betreut werden. Hat keiner der Eltern einen neuen Partner, müssen sich beide darauf einigen, wer den Entlastungsbetrag in der Lohnsteuerkarte eintragen kann. Dabei spielt es keine Rolle, welches Elternteil das Kindergeld erhält, der Betrag kann frei vergeben werden.

Können sich die Eltern jedoch nicht auf eine feste Person einigen, überträgt das Finanzamt den Entlastungsbetrag auf die Elternhälfte, die auch das Kindergeld überwiesen bekommt.

Wohnen ein Elternteil hingegen mit einem neuen Partner zusammen, entfällt für ihn das Recht auf die steuerliche Entlastung. In diesem Fall würde der Alleinerziehende vom Entlastungsbetrag profitieren. Befinden sich hingegen beide Partner in einer neuen Beziehung, verfällt der Anspruch komplett.

Steuervorteil beim Kindergeld

Alleinerziehende haben übrigens das volle Anrecht auf das Kindergeld und können daraus sogar einen steuerlichen Vorteil erhalten. Der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung stehen nämlich beiden Elternteilen jeweils zur Hälfte zu, sofern der nicht-erziehende Partner seinen Unterhaltszahlungen nachkommt.

Diese 3.414 € werden beim Alleinerziehenden jedoch nur dem halben Kindergeld entgegen gestellt – selbst wenn er die komplette Summe erhalten hat. So können Alleinerziehende schnell einen Steuervorteil nutzen, der sie in vielen Fällen deutlich entlasten kann.

17. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.