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Entnahmeplan: Inflation sollte berücksichtigt werden

Früher war sicherlich nicht alles besser und schöner, im Vergleich zu heute jedoch billiger. „Schuld“ daran ist unter anderem die Inflation.­­ Da die Inflation auch nicht vor Anlegern halt macht, gilt es, sie auch bei der Altersvorsorge zu berücksichtigen. Das ist auch bei Entnahmeplänen der Fall, die heute von immer mehr Anlegern zur Altersvorsorge genutzt werden.

Es ist jedoch schlicht unmöglich, die Entwicklung der Inflation oder einer möglichen Deflation für die Zukunft präzise vorauszusagen. Daher ist auch bei Investitionen nicht möglich, den Einfluss der Inflation exakt miteinzuberechnen.

Wie hoch genau das anfängliche Kapital für einen Entnahmeplan und die regelmäßigen Entnahmen ausfallen sollten, um die Inflation auszugleichen, lässt sich dementsprechend nicht definitiv klären.

Entnahmeplan: Inflation in die Berechnung mit einfließen lassen

Allerdings sollte bei der Planung der Altersvorsorge im Rahmen eines Entnahmeplans die Inflation dennoch berücksichtigt werden. Dies ist in jedem Fall hilfreich, um sich später auch tatsächlich etwas von der Zusatzrente leisten zu können.

Geht es an die Gestaltung eines Entnahmeplans, so muss sich der Anleger vor allem Antworten auf folgende Fragen überlegen:

  1. Wie viel Kapital kann oder will er zu Beginn investieren?
  2. Wie hoch und über welchen Zeitraum sollen die (monatlichen) Entnahmen, gemessen an seinen persönlichen Bedürfnissen, ausfallen?

Nun sollte der Anleger die gegenwärtig erwartbare Inflation mit in seine Kalkulation einbeziehen. Hierbei kann auch ein Inflationsrechner im Internet hilfreich sein.

Dieser Schritt hilft dem Anleger dabei einzuschätzen, wie hoch das Anlagekapital oder die monatlichen Entnahmen unter Annahme der Inflation tatsächlich ausfallen sollten. Nur so kann die Zusatzrente auch dem gewünschten Ausmaß entsprechen.

Das Ziel: Die Inflation ausgleichen

Idealerweise wird der Entnahmeplan so gewählt, dass die Höhe der Entnahmen im Laufe der Zeit ansteigt, die Inflation somit praktisch ausgeglichen wird. Solch ein geplantes Ansteigen der Entnahmen ist jedoch leider nicht immer möglich. Daher ist es umso wichtiger, das anfängliche Kapital hoch genug anzusetzen, um dadurch in gewisser Weise die Inflation indirekt auszugleichen.

Zudem könnte man darauf spekulieren, dass Fondsentnahmepläne im Vergleich zu Bankauszahlungsplänen für den Anleger im Hinblick auf die Inflation vorteilhafter sind. Bankauszahlungspläne sind in der Regel fest verzinst und es erfolgt kein Ausgleich der Inflation. Fondsentnahmepläne bieten hingegen die Chance, dass sie höhere Renditen erzielen und so quasi über Umwege die Inflation ausgleichen können.

Da dies aber spekulativ ist und in einer Milchmädchenrechnung münden kann, sollte man sich als Anleger nicht allein deshalb für einen Fondsentnahmeplan entscheiden, sondern vorher genau abwägen, für welche Finanzprodukte man sich entscheidet.

5. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.