MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Entnahmeplan oder Sofortrente: Was lohnt sich für Sie?

Es gibt mittlerweile viele verschiedene Anlagemodelle, die es ermöglichen, eine größere Summe Geld als Zusatzrente anzulegen. Diese Modelle sind alle sinnvoll, denn das Geld auf einem Tagesgeldkonto liegen zu lassen ist sicher nicht die richtige Wahl. Durch die niedrige Rendite wäre das Kapital früher oder später aufgebraucht.

Die gängigsten Anlagestrategien hinsichtlich einer Zusatzrente sind neben der Sofortrente aus einer privaten Rentenversicherung vor allem Fondsentnahmepläne und Bankauszahlpläne.

Es ist für jeden Anleger wichtig, sich vor Abschluss einer Zusatzrente gründlich über die verschiedenen Modelle zu informieren. Denn die Wünsche und persönlichen Präferenzen des Anlegers bestimmen die Form der Kapitalanlage.

Die Sofortrente im Überblick

Die Sofortrente wird von Versicherungsunternehmen angeboten. Sie wird auch sofort beginnende Rentenversicherung genannt. Die Versicherungen garantieren dem Anleger nach einmaliger Einzahlung der Geldsumme eine lebenslange Rente.

Es gibt mittlerweile auch Mechanismen, die das als Sofortrente angelegte Geld schützen, wenn man kurz nach Rentenbeginn verstirbt. Beispielsweise kann man eine Rentengarantiezeit festlegen, in der die Rente an die Angehörigen ausgezahlt wird, wenn der eigentliche Nutzer der Rente verstirbt. Außerdem kann die Sofortrente gegen Gebühren mit weiteren Zusatzbestimmungen kombiniert werden.

Zum Beispiel mit einer Beitragsrückgewähr, bei der den Angehörigen die eingezahlten Beiträge abzüglich der bereits gezahlten Rente bei einem Todesfall ausgezahlt wird. Zusätzlich kann in die Sofortrente auch eine Hinterbliebenenversicherung integriert werden. Damit schützt die Sofortrentenversicherung auch die Familie.

Die drei verschiedenen Sofortrentenformen

Man kann zwischen drei möglichen Sofortrentenformen wählen. Erstens gibt es die konstante Sofortrente, die eine gleichbleibende Sofortrente für die gesamte Vertragslaufzeit beinhaltet.

Zweitens bieten Versicherungsunternehmen auch die dynamische Sofortrente an. Bei dieser Rentenform ist die monatliche ausgezahlte, konstante Rente zunächst niedriger und steigt im Laufe der Jahre um einen gewissen Prozentsatz. Dieser Prozentsatz richtet sich nach der Höhe der Überschüsse, die aber nicht garantiert sind.

Die dynamische Sofortrente lohnt sich meistens also nur, wenn sehr hohe Überschüsse zu erwarten sind. Die dritte Rentenform ist die teildynamische Sofortrente. Sie beginnt grundsätzlich auf einem höheren Niveau als die dynamische Sofortrente, steigt dafür aber langsamer an.

Der Entnahmeplan unter der Lupe

Bei einem Entnahmeplan, oder auch Auszahlungsplan, kann sich der Anleger aus seinem Investmentvermögen regelmäßige Beiträge als Rente auszahlen lassen. Dieses Vermögen muss aber in der Regel eine bestimmte Höhe haben.

Sie können Sie entweder auf Anlagelösungen von Vermögensverwaltern oder Banken zurückgreifen oder Sie machen es auf eigene Faust und stellen sich Ihr Depot selbst zusammen. Für einen Fonds-Entnahmeplan wählen Sie dazu zwischen einem oder mehreren Investmentfonds. Möglich sind Aktienfonds, Rentenfonds oder offene Immobilienfonds.

Um das Risiko gering zu halten, ist es ratsam, das Vermögen auf verschiedene Fondsarten zu verteilen. Aktienfonds können Ihnen in guten Zeiten sehr viel Rendite einfahren und damit Ihre Chancen auf eine höhere Monatsrente steigern. Allerdings steht hier auf der anderen Seite das Verlustrisiko. Rentenfonds und offene Immobilienfonds sind ertragsschwächer. Dafür sind sie aber stabiler und sicherer in der Wertentwicklung.

Der Anleger kann sich dazu entscheiden, dass neben den erwirtschafteten Gewinnen auch Teile seines Vermögens mit ausgezahlt werden sollen. Diese Form nennt man Auszahlplan mit Kapitalverkehr. Im Gegensatz dazu ist aber auch eine sogenannte ewige Rente möglich, also ein Auszahlplan mit Kapitalerhalt. Dabei bleibt das Investmentvermögen des Anlegers stehen und es werden nur die aus seinem Kapital erwirtschafteten Erträge ausgezahlt.

Der Vorteil von Entnahmeplänen ist, dass der Anleger täglich nachsehen kann, was mit seinem Geld passiert. Als Eigentümer der Fondsanlagen hat er ständig Zugriff auf das Gesamtguthaben und kann jederzeit selbst entscheiden, was damit passieren soll. Zudem ist das Kapital in einem Entnahmeplan zu 100 % vererbbar. Viele Anleger glauben, dass der Entnahmeplan wegen den hohen Steuern nicht rentabel wäre.

Zu Beginn fallen auf einen Auszahlungsplan überhaupt keine Steuern auf die monatlichen Entnahmen an, da nur die Gewinne und nicht die ursprüngliche Einzahlung von der Abgeltungssteuer betroffen sind. Die monatlichen Rentenauszahlungen aus dem Entnahmeplan werden daher auch nicht um 25% Abgeltungssteuer gemindert.

Entnahmeplan und Sofortrente: Ein Vergleich

Die Sofortrente bietet eine absolute Planungssicherheit. Diese Sicherheit bedingt aber starre Versicherungsbedingungen in Verbindung mit hohen Kosten. Entnahmepläne bieten Flexibilität und Transparenz. Sie können im Gegenteil zur Sofortrente jederzeit individuell auf die entsprechende Person angepasst werden.

Allerdings sind Auszahlpläne als einzige Privatrente im Alter nicht geeignet. Denn bei Verlusten oder niedrigen Renditen ist das Kapital schneller aufgebraucht als geplant und dann fällt die gesamte Zusatzrente weg. Fondsauszahlpläne sind daher ungeeignet, wenn man dauerhaft auf die Auszahlungen angewiesen ist und darauf nicht verzichten kann.

21. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.