MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Erbschaftssteuer bei Immobilien: Das gilt

Das Vermögen der Deutschen steigt ständig an. Immer mehr Werte hinterlässt eine Generation der nächsten. Seit der Wiedervereinigung hat sich das Volumen der privaten Vermögen verdoppelt.

Der Staat partizipiert von dieser Entwicklung nicht nur zu Lebzeiten der Steuerzahler, sondern auch noch zusätzlich durch die Erbschaftssteuer. Den größten „Schnitt“ macht das Finanzamt, wenn die Erbschaftssteuer Immobilen umfasst.

Größter Anteil an der Erbschaftssteuer: Immobilien

Traditionell beinhaltet die Erbschaftssteuer Immobilien (Sachwerte), Geldvermögen (inkl. Wertpapiere oder Beteiligungen) und das so genannte Gebrauchsvermögen (z.B. die Wohnungseinrichtung).

Ebenso traditionell bilden Immobilien den größten Teil des Vermögens, derzeit etwas unter 50%. Der Run auf die Börse zwischen 1993 und 2008 hat zwar das durchschnittliche Vermögen der Deutschen auch überproportional durch Geldanlagen vermehrt.

Aber die Immobilen blieben trotzdem an der Spitze, zumal viele Gewinne in Sachwerte investiert wurden. Zudem verfügen in Deutschland als dem Land der „Häuslebauer“ 43% der Bevölkerung über Wohneigentum.

Erbschaftssteuer: Immobilen auf Rekord-Niveau

Nicht nur die Beliebtheit von Bausparverträgen, sondern auch der unsichere Kapitalmarkt samt Euro-Krise veranlassen die Anleger wieder zunehmend, auf Immobilien zu setzen.

Dieser Trend und die ca. 1 Billion Euro, die seit 1950 in deutsche Eigenheime geflossen sind, machen jetzt zusammen mit der demografischen Entwicklung eine neue Dimension der Erbschaftssteuer auf.

Laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach, die im Auftrag der Postbank durchgeführt wurde, werden die Nachlässe in Deutschland immer größer. 22% der Erbschaften werden demnächst mehr als 100.000 € ausmachen.

In den Jahren zuvor lag dieser Wert bei 15%. Der Grund für diesen historischen Anstieg ist darin zu finden, dass immer mehr Häuser und Wohnungen vererbt werden.

Erbschaftssteuer: Immobilien und ihre Bewertung

Wenn die Erbschaftssteuer Immobilien erfasst, realisiert sie das über den Verkehrswert der Immobilie. Entscheidend ist nicht, was einmal für das Objekt gezahlt worden ist, sondern der Preis, der bei einem eventuellen Verkauf erzielt werden könnte.

Vermieteter oder selbst genutzter Wohnraum unterliegt einigen Sonderregelungen und einem verminderten Wertansatz. Die Bewertung der Immobilie ist maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie viel Erbschaftssteuer gezahlt werden muss. Ein Gutachten, dass einen niedrigen Verkehrswert feststellt, ist deshalb eine lohnende Investition.

Erbschaftssteuer Immobilien – Verfahren der Wertermittlung

Das Vergleichswertverfahren sammelt Marktdaten von Vergleichsobjekten, auf deren Basis ein realistischer Kaufpreis für die vererbte Immobile ermittelt wird. Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser oder ganze Anlagen erhalten so ihre Bemessungsgrundlage, auf die Erbschaftssteuer erhoben wird.

Wenn jedoch nicht mindestens 10 solcher Vergleichswerte vorliegen, wird auf den Bodenrichtwert zurückgegriffen. Dabei handelt es sich Schätzungen, die erheblich schwanken können. Im Sachwertverfahren werden der Gebäudewert (bezogen auf einen vergleichbaren Neubau) und der Bodenwert (nach den Richtlinien des jeweiligen Bundeslandes) getrennt voneinander berechnet.

Bei vermieteten Immobilien erfolgt die Wertermittlung durch das Ertragswertverfahren. Von den realen oder angenommenen Mieteinnahmen plus Bodenrichtwert (= Gebäudeertragswert) werden die Bewirtschaftungskosten abgezogen.

Dieser Wert mit dem durchschnittlichen Zinssatz für Immobilien sowie deren Restnutzungsdauer multipliziert und bildet die Bemessungsgrundlage für die Erbschaftssteuer.

30. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.