MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Erdöl-Verwendung: Schmiermittel der modernen Industriegesellschaft

Zwischen den Jahren 2000 und 2009 wurden weltweit etwa 242 Milliarden Barrel Erdöl gefördert.

Transportwege wie die Ostseepipeline sind die Grundlage für weitreichende Wirtschaftsentwicklungen und nicht selten Gegenstand politischer Streitigkeiten.

Erdöl findet in der modernen Industriegesellschaft umfassend Verwendung, daher sind die Ölpreise ein gewichtiger Wirtschaftsindikator.

Mehr dazu: Brent Crude oder WTI – Rohöl ist nicht gleich Rohöl

Erdöl: Gegenstand des Alltags

Vielleicht ist es nicht allen bewusst, doch ohne das „Schwarze Gold“ wäre der moderne Alltag – so wie wir ihn kennen – nicht denkbar.

Wenn Sie heute Morgen zur Arbeit gefahren oder geflogen sind, wurde das bereits durch Erdöl ermöglicht, denn: Zwei Drittel der weltweiten Fördermenge wird als Kraftstoff gebraucht.

Ob Diesel oder Kerosin, Kraftstoff zur Stromerzeugung oder Heizöl zur Raumheizung und Warmwasserbereitung – ein Großteil des Erdöls wird schlicht verfeuert.

Nebenprodukte der Raffination

Das geförderte Öl liegt zunächst als Rohöl vor und muss dann durch Raffination in das eigentliche Erdöl aufbereitet werden, um dann als Kraftstoff seine Verwendung zu finden.

Da die Ressource ein Stoffgemisch aus mehr als 500 Komponenten ist, fallen hierbei auch zahlreiche Nebenprodukte an.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


So werden etwa Bitumen im Straßenbau als Bindemittel für Asphalt verwendet, aber auch als Schmiermittel wie Motor- oder Getriebeöl findet Erdöl umfassende Verwendung.

Mehr dazu: Brent Öl – Kaufen wir Öl oder Politik?

An jeder Ecke: Kunststoffe aus Erdöl

Vielen Dingen sieht man jedoch gar nicht an, dass sie auf Erdöl zurückgehen.

Etwa 15 Prozent des Verbrauchs von Erdöl dient der Herstellung von Kunststoffen, die fester Bestandteil des modernen Alltages sind.

PVC steckt etwa in Fußbodenbelägen, medizinischen Geräten oder Fensterrahmen. Schaumstoffe finden sich in Matratzen und Polstermöbeln. Acrylfasern machen einen Großteil der heutigen Alltagskleidung aus.

Joghurtbecher, Lichtschalter, Cremedosen und DVDs – ohne Erdöl kämen sie nicht zur Verwendung.

Auch sogenannte thermoplastische Kunststoffe gehen darauf zurück – ohne Erdöl also keine Gießkannen, Eimer, Fernsehgehäuse, Wasserrohre, Kabelummantelungen oder Einkaufstüten.

Waschmittel enthalten Tenside, Dünger Ammoniumsalze, Medikamente beispielsweise Ammoniak. All diese Stoffe werden aus Erdöl gemacht – und die meisten Klebstoffe, Farben und Lacke sind ebenfalls synthetische Erdölprodukte.

Mehr dazu: Die geopolitische Lage beim Öl ändert sich dramatisch

Die lange Geschichte des Erdöls

Erdöl entsteht natürlich aus Meeresorganismen wie Algen, die sich oftmals mehrere Millionen Jahre auf dem Meeresgrund ablagern.

Schon in der Antike kamen zahlreiche Völker mit der schwarzen Masse in Kontakt – auch wenn das Erdöl bei weitem nicht so umfangreich verwendet wurde wie heute.

So wurde es bereits in der Antike als Petroleum für Lampenöl oder als Kittmasse zur Schiffsreparatur verwendet.

Das „fossile Zeitalter“ beginnt etwa Mitte des 19. Jahrhunderts.

Erdöl war zunächst als günstiger Lampenbrennstoff gefragt, ehe mit dem Siegeszug des Verbrennungsmotors das Automobil die Welt eroberte – und der Treibstoff Erdöl mit ihm.

Erdöl-Verschwendung: Rohstoff auf Zeit

Die Ermessung der bestehenden Erdölreserven schwankt je nach Quelle – unter anderem deswegen, da die meisten Vorkommen aus Nicht-OECD Ländern keiner unabhängigen Kontrolle unterliegen.

So liegen Förderdaten und Angaben zu staatlichen Reserven etwa in Saudi-Arabien dem Staatsgeheimnis.

Die Schätzung der weltweiten Erdölreserven liegt laut BP Statistical Review 2009 bei 172,3 Milliarden, laut Oeldorado 2009 von ExxonMobil bei 182 Milliarden Tonnen.

Dies würde den Weltverbrauch nach heutigem Stand noch für etwa 50 Jahre decken.

Für viele Erdölprodukte gibt es Alternativen: Statt Plastik- lieber Holzspielzeug, statt Plastik- lieber Stofftüten. Das Problem hierbei ist das sogenannte virtuelle Öl, das sie enthalten.

Denn: Für ihre Herstellung war wiederum meist Energie nötig, die auf Erdöl zurück zurückgeht und für ihren Transport fand Öl Verwendung.

17. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.