MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Erkennungszeichen für hohe Standards bei Maklern – die DIN EN 15733

Was dürfen Kunden vom Makler erwarten? Welche Informationen müssen Immobilienmakler an ihre Kunden weitergeben? Worüber müssen Immobilienmakler ihre Kunden beim Immobilienkauf aufklären?

Zwischen Unsicherheit und Unzufriedenheit

Kunden von Immobilienmaklern – egal ob Käufer oder Verkäufer – sind oft unsicher, was sie an Informationen von ihrem Immobilienmakler verlangen dürfen.

Die regelmäßigen Jahresberichte der Ombudsstelle Immobilien, die genau mit diesen Fragen der schlichtenden Auseinandersetzung zwischen Immobilienmaklern und Kunden befasst ist, zeigen diese Unsicherheit. Das ist völlig normal.

Als Kunde eines Steuerberaters frage ich mich regelmäßig, ob dieser mir nun eine Mitteilung schicken sollte, wenn ich z.B. von einem neuen Urteil des BFH lese und meine, dass dieses genau auf mich zutrifft.

Und wer mit einem Anwalt mitten in einem Gerichtsstreit steckt, der hat sich sicher auch schon gefragt, welche Informationen ein Anwalt dem Mandanten eigentlich geben muss.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


In Sachen Informationsbedürfnis

Ein Anwaltsschreiben der Gegenseite an das Gericht, das nur zur Kenntnis weitergeschickt wird, ohne auch nur im Ansatz zu erklären, was dieses Schreiben für Konsequenzen hat, erfüllt jedenfalls nicht das Informationsbedürfnis des Mandanten und Kunden.

Standard für Immobilienmakler

Ist denn irgendwo geregelt, welche Informationen ein Kunde von einem Immobilienmakler erwarten darf? In der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) stehen erste Anhaltspunkte darüber.

Diese sind aber sehr bruchstückhaft formuliert. Und – die MaBV legt den Immobilienmaklern nicht die Pflicht auf, bestimmte Informationen an den Kunden weiterzugeben.

Zweite Schwäche der MaBV: beim Mindesteinhalt des Maklervertrages bleit die Vorschrift hinter den Erwartungen zurück.

Zum Abschluss: ein Beispiel

In § 10 Absatz 3 Nr. 1 MaBV stehen die Positionen, über die der Immobilienmakler in seinen Unterlagen Aufzeichnungen vorhalten muss.

Es handelt sich um Informationen zu: Lage, Größe und Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks, Art, Alter und Zustand des Gebäudes, Ausstattung, Wohn- und Nutzfläche, Zahl der Zimmer, Höhe der Kaufpreisforderung einschließlich zu übernehmender Belastungen, Name, Vorname und Anschrift des Veräußerers;

Gem. § 11 MaBV hat der Immobilienmakler bestimmte Informationspflichten gegenüber dem Kunden. Leider enthält der § 11 MaBV nicht die Pflicht, dass der Immobilienmakler diese Informationen auch seinem Kunden zukommen lassen muss.

Hier geht die DIN EN 15733 weiter. Neben der fachlichen Mindestqualifikation, die dem Immobilienfachwirt entspricht, müssen Immobilienmakler, die nach der Norm arbeiten wollen, bestimmte Verhaltensregeln und einen Moralkodex einhalten.

Die Norm legt beispielsweise fest, dass ein Makler vom Verkäufer Nachweise über das Eigentumsrecht und die Bebauungssituation sowie zu negativen Einschränkungen einholen und den Käufer gegebenenfalls über bekannte Objektmängel informieren muss.

Wichtig für Verkäufer von Immobilien sei die Vorgabe, dass ein zertifizierter Makler maßgebliche Informationen zur Zahlungsfähigkeit des Käufers nicht zurückhalten darf. Im Streitfall muss er sich zudem darum bemühen, dass eine für beide Seiten akzeptable Vereinbarung zustande kommt.

 

24. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.