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Erklärung Dow Future: Mit Hebel in die Zukunft handeln

In vielen Börsensendungen heißt es: „Werfen wir einen Blick auf den Dow Future!“ Aber was ist der Dow Future eigentlich? Wie kann er gehandelt werden und warum wird er als Indikator für die Börseneröffnung in den USA verstanden?

Fragen über Fragen, die eine Erklärung verdient haben.

Was ist der Dow Future? Und warum heißt es eigentlich Future?

Leider bietet ein Future nicht wirklich die Möglichkeit, die Zukunft vorherzusehen (das wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein). Ein Future ist ein Terminkontrakt. Der Dow Future ist ein Terminkontrakt auf den Dow Jones Industrial Average, dem Index, in dem 30 der wichtigsten US-amerikanischen Unternehmen gelistet sind.

Der Name Future stammt daher, dass mit diesem Terminkontrakt ein Vertrag geschlossen wird, den Dow Jones zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt (Future) zu einem jetzt schon festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.


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Wo kann der Dow Future gehandelt werden?

Der Dow Future wird, wie alle Terminkontrakte, nur über die Terminbörsen gehandelt. Für Anleger in Europa ist dies die EUREX (European Exchange).  In den USA wird der Dow Future an der CBOT (Chicago Board of Trade) gehandelt. Der Privatanleger bekommt den Zugang zu den Terminbörsen über Plattformen seiner Bank oder seines Onlinebrokers zur Verfügung gestellt.

Der Dow Future als Indikator zur Handelseröffnung

Der Dow Future wird oft als Indikator für den Verlauf eines Handelstages in den USA herangezogen. Dies liegt daran, dass der Dow Future an der CBOT schon um 7:20 Uhr Central Time, also eine Stunde und 10 Minuten früher als die Markteröffnung an der New York Stock Exchange, gehandelt wird.

In den frühen Kursen des Dow Future spiegelt sich die Stimmung des Marktes wider. Die Auswirkungen von Nachrichten und politischen Einflüssen geben somit einige Rückschlüsse auf die Eröffnungskurse im Dow Jones.

Der Dow Future: Handeln mit Hebel

Der Handel mit dem Dow Future bietet dem Anleger die Chance auf steigenden wie auch fallende Kurse des Dow Jones zu spekulieren. Dabei wird jede Bewegung des Dow Jones aber nicht 1:1 abgebildet, sondern mit einem Hebel von 10 umgesetzt. Jeder Punkt Änderung im Dow Jones hat einen Wert von 10 US-$.

Wer also bei einem Stand des Dow Jones von 15800 Punkten mit einem Future auf einen steigenden Kurs setzt und den selben Future beim Stand von 15815 Punkten wieder verkauft, würde also 150,00 US-$ Gewinn erzielen. Fällt der Kurs allerdings auf 15785 Punkte, würde das Tradingkonto mit 150,00 US-$ belastet.

Verlockung und Risiko beim Handel mit dem Dow Future

Das Interessante beim Handel mit dem Dow Future sowie anderen Futures ist, dass nicht die komplette Summe, die gehandelt wird, auch aufgebracht werden muss. Wie beim Handel mit CFD´s oder beim Forexhandel wird lediglich eine Sicherheitsleistung verlangt, um etwaige Verluste abzudecken.

Diese Sicherheitsleistung ist die Margin. Es ist also möglich, mit einem relativ geringen Geldeinsatz sehr große Summen am Markt zu bewegen. Die Aussicht auf die Gewinne, die erzielt werden können, ist verlockend. Jedoch kann das Pendel auch in die andere Richtung ausschlagen: Wenn die Verluste vorhandene Sicherheitsleistung überschreiten, dann erhält der Anleger einen unerfreulichen Anruf von seinem Broker, einen Margin Call, mit der Aufforderung, sein Konto auszugleichen.

Dow Future: Nützlich, chancenreich und gefährlich zugleich

Was kann nun der Privatanleger mit dem Dow Future anfangen?

Zunächst ist es, wie erwähnt, ein sehr nützlicher Indikator, der die Stimmung der Anleger schon vor dem täglichen Börsenstart in den USA angibt. Dieses Signal kann für Kauf- und Verkaufsentscheidungen bei Aktien (nicht nur von US-Titeln) sehr nützlich sein, da der Verlauf des Dow Jones meistens auch den Verlauf bei DAX und Co. beeinflusst.

Der direkte Handel mit Dow Future-Kontrakten ist auch dem Privatanleger möglich. Hier gilt es allerdings die Chancen und Risiken genau abzuwägen. Wer den Markt gut einschätzen kann, der kann hier ordentliche Gewinne erzielen. Viele Anfänger holen sich jedoch, von der Aussicht auf das schnelle Geld angelockt, dabei eine blutige Nase. Wer über einen Einstieg in den Handel mit Futures nachdenkt, sollte sich in jedem Fall vorher gut informieren und am besten mit einem Demokonto den Handeln üben.

13. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.