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Erklärung: Was ist ein Optionsschein?

Ein Optionsschein ist zunächst ein Wertpapier, das dem Besitzer gegenüber einem Emittenten (Bank) bestimmte Rechte einräumt.

Wichtige Merkmale eines Optionsscheins

Ein Optionsscheininhaber hat immer das Recht aber keine Pflicht, einen bestimmten Basiswert, zu einem bestimmten Bezugspreis, einer bestimmten Menge (Bezugsverhältnis) zu kaufen (Kaufoption, Call) oder zu verkaufen (Verkaufsoption, Put).

Als Basiswert kann dabei sowohl eine Aktie, aber auch eine Währung, Rohstoffe, oder ein Index dienen.

Mehr zum Thema: Börsen ABC: Optionsschein, verständlich erläutert (Video)

Der Bezugspreis bzw. Basispreis oder Ausübungspreis gibt an, zu welchem Preis der Optionsscheinkäufer den Basiswert kaufen oder verkaufen darf.

Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Optionsscheine benötigt werden und das Optionsrecht ausüben zu dürfen.

Dabei kann es möglich sein, dass ein Optionsschein das Recht zum Kauf oder Verkauf eines oder mehrere Einheiten des Basiswertes ermöglicht.


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Umgekehrt ist aber auch möglich, dass für die Ausübung des Optionsrechts zum Erwerb (Verkauf) eines Basiswertes mehrere Optionsscheine notwendig sind.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Der Zeitraum, in der das Optionsrecht ausgeübt werden kann, ist immer begrenzt. Dabei wird zwischen Optionsscheinen europäischer und amerikanischer Art unterschieden.

Europäische Optionsscheine können nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden, während amerikanische Optionen jederzeit während der Laufzeit ausgeübt werden können.

Optionsscheine bieten hohe Renditechancen

Der Vorteil von Optionsschein liegt auf der Hand. Mit geringem Kapitaleinsatz können Anleger an der Kursentwicklung des Basiswertes partizipieren. Allerdings ist der Erwerb von Optionsschein auch mit einem höheren Risiko verbunden.

Notiert der Basispreis am Laufzeitende unter dem Strike-Preis bzw. Ausübungspreis der Option, ist die Kaufoption (Call) praktisch wertlos.

Umgekehrt gilt bei einem Put (Verkaufsoption): Notiert der Basispreis zum Laufzeitende über dem Ausübungspreis, ist die Verkaufsoption de facto wertlos.

Optionsscheine: Erklärung in Form einer Beispielrechnung

Ein Optionsschein (Call) auf die Aktie des Softwarekonzerns SAP AG im Bezugsverhältnis von 1:10 und einem Bezugspreis/Basispreis von 40 Euro (Laufzeit bis 15.10.2012) kostet 1 Euro. Die SAP Aktie notiert Mitte 2012 bei 50 Euro.

Der Anleger müsste also 10 Optionsscheine zum Kurs von 1 Euro erwerben, um eine SAP Aktie am Laufzeitende (15.10.2012) für 40 Euro erwerben zu können.

Steigt die SAP Aktie zum Laufzeitende noch auf 55 Euro, hat der Aktienkurs um 10 Prozent zulegt. Der Wert der Option wäre aber um 50 Prozent auf 1,5 Euro gestiegen.

Den Hebeleffekt bezahlt der Anleger mit einem höheren Risiko

Diesen stärkeren Zugewinn bezeichnet man als Hebeleffekt (Gearing), wodurch mit dem Optionsschein wesentlich höhere prozentuale Gewinne möglich sind als mit einer Direktinvestition in die Aktie.

Die besseren Renditechancen bezahlt der Anleger allerdings mit einem höheren Risiko. Die Verlustwahrscheinlichkeit beim Erwerb eines Optionsscheins ist sehr viel höher als bei einem Direktinvestment. Dieses höhere Chance-Risiko-Profil wird auch häufig als „Leverage-Effekt“ bezeichnet.

Fällt der Aktienkurs in oben genannten Beispiel unter dem Ausübungspreis von 40 Euro, ist die Kaufoption faktisch wertlos. Gleiches gilt im Übrigen wenn die emittierende Bank Pleite geht.

Mehr zum Thema: Optionen und Optionsscheine: Eine Übersicht

14. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.