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Ertragsthesaurierung bei Investmentfonds und Unternehmen

Die Ertragsthesaurierung gewinnt bei Investmentfonds und auch bei Unternehmen immer mehr an Bedeutung.

Dadurch verbleiben die Gewinne im Fondsvermögen bzw. im Unternehmen.

Ertragsthesaurierung bei Unternehmen

Beim Unternehmen wirkt die Gewinn- oder Ertragsthesaurierung wie eine offene Selbstfinanzierung.

Das heißt, die Gewinne werden nicht an die Aktionäre (zum Beispiel in Form von Dividenden) ausgeschüttet, sondern verbleiben im Unternehmen – etwa als Rücklage.

Mit dieser Politik stärkt das Unternehmen seine Eigenkapitalbasis und ist damit besser gegen etwaige Krisen gewappnet.

Gleichzeitig ergeben sich durch die Ertragsthesaurierung auch steuerliche Vorteile, da nicht ausgeschüttete Gewinne mit einem anderen Steuersatz zu versteuern sind als beispielsweise ausgeschüttete Gewinne.

Ertragsthesaurierung bei Investmentfonds

Bei thesaurierenden Fonds werden die erwirtschafteten Erträge nicht an die Anteilseigner ausgeschüttet, sondern direkt wieder angelegt. Damit steigt der Wert jedes Anteils theoretisch um den thesaurierenden Betrag.


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In der Praxis sorgt die Ertragsthesaurierung für eine Art Zinseszinseffekt, da die Gewinne sofort wieder reinvestiert werden und damit zur Kapitalvermehrung beitragen.

Damit kann ein überproportionaler Vermögenszuwachs entstehen, wenn der Investmentfonds jährlich stabile Erträge erwirtschaftet.

Mehr zum Thema: Thesaurierende Fonds vs ausschüttende Fonds

Gewinnthesaurierung und Versteuerung

Etwas komplizierter wird es bei der Vorsteuerung von thesaurierenden Erträgen bei Investmentfonds. Seit 2012 hat sich das Verfahren im Bezug auf die Abführung und Berechnung der Ertragsthesaurierung bei Investmentfonds geändert.

Bis Ende 2011 wurden die Steuern noch von der zuständigen Kapitalanlagegesellschaft abgeführt. Dies ist die Gesellschaft, die Investmentfonds auflegt und verwaltet.

Seit Februar 2012 sind die depotführenden Banken für die Abführung der Steuer verantwortlich. Hierfür stellen die Kapitalanlagegesellschaften den Depotbanken die sogenannte „Steuerliquidität thesaurierender Fonds“ zur Verfügung.

Die Depotbanken errechnen dann aufgrund der vorhandenen Freistellungsaufträge und Verlustverrechnungstöpfe die abzuführende Steuer samt Höhe der Ertragsthesaurierung.

Mitteilungen über Ertragsthesaurierung

Die Depotbank verschickt dann entsprechende Mitteilungen im Bezug auf die Ertragsthesaurierung an den Anleger.

Bei der Mitteilung zur Ertragsthesaurierung werden dann Freistellungsaufträge, Verlustverrechnungstöpfe und eine vorhandene Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) berücksichtigt.

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Liegt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) oder ein noch nicht ausgeschöpfter Freistellungsauftrag vor, werden die steuerlichen Erträge, im Beispiel 0,31 €, wieder dem Kundenkonto gutgeschrieben.

Mehr zum Thema: Steuerliche Behandlung von thesaurierenden Fonds

Die Mitteilungen und Abrechnungen der Banken sind meist unterschiedlich aufgebaut. Bei vielen Depotbanken werden die Thesaurierungsbeträge brutto, bei anderen Banken dagegen netto ausgewiesen.

Zu beachten gilt: Wenn kein Freistellungsauftrag vorliegt und keine Verlustvorträge (Verrechnungstopf im Minus) bestehen, bleibt die Gutschrift aus und die Erträge landen beim Finanzamt.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands