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Erwerbsminderung: Rente im Krankheitsfall

In vielen Texten zur Rente 2016 wird eine sogenannte EM-Rente erwähnt. Diese bezeichnet eine Rente bei Erwerbsminderung.

Als erwerbsgemindert gilt jeder Arbeitnehmer, der wegen einer Krankheit oder Behinderung täglich maximal sechs Stunden arbeiten kann.

Rente 2016: Teilweise oder voll erwerbsgemindert?

Hierbei wird zwischen einer teilweisen und einer vollen Erwerbsminderung unterschieden. Teilweise erwerbsgemindert sind dabei Personen, die zwischen drei und sechs Stunden arbeiten können.

Diese erhalten dann nur eine Teilrente. Nur Personen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können, haben einen Anspruch auf die volle Frührente.

Neben diesen Kriterien gibt es keine besonderen Bedingungen, die für die Unterscheidung zwischen vollen und Teilbezügen von Wichtigkeit wären. Maßgeblich ist jedoch die Einschätzung der Rentenkasse.

Rente nach Gutachten

Hier müssen Sie zunächst ein Gutachten über ihren körperlichen Zustand erstellen lassen, bevor Sie für die Rente zugelassen werden. In Sonderfällen können jedoch auch teilweise erwerbsgeminderte Personen die volle Rente erhalten.

Dies ist beispielsweise bei Arbeitslosigkeit der Fall, da der Arbeitsmarkt für diese Personen meist verschlossen ist.

Die einzige Bedingung für einen Einstieg in die Erwerbsminderungs-Rente ist dabei, dass die Person mindestens fünf Jahre in einer Rentenversicherung gewesen sein muss.

Dies bedeutet nicht, dass über diesen Zeitraum auch Beiträge geflossen sein mussten.

Hierbei gelten vielmehr die üblichen Bedingungen für eine Wartezeit, Kindererziehung und Pflegezeiten können also auch angerechnet werden. Mindestens müssen jedoch drei Jahre lang Pflichtbeiträge einbezahlt worden sein.

Zahlungen für EM-Rente 2016 erst später

Neueintreter in die Erwerbsminderungs-Rente können jedoch nicht sofort mit Zahlungen rechnen.

Vielmehr wird meist erst nach einem halben Jahr der erste Rentensatz ausgezahlt. Bis dahin zahlen meist die Krankenkassen für die Pflege und Erstversorgung.

Alternative: Die Rente für Schwerbehinderte

Eine weitere Möglichkeit ist die Rente für Schwerbehinderte, die einen Behinderungsgrad von mindestens 50 vorweisen können. Diese können im Normalfall mit 63 Jahren in Rente gehen, jedoch wird auch diese Rente schrittweise angehoben.

Bei der Rente 2016 steht diese also bereits bei 63 Jahren und 5 Monaten.

Da hierfür bereits ein Gutachten des Versorgungsamtes vorliegen muss, wird die Rentenkasse keine weitere Untersuchung durchführen. Seien Sie sich jedoch im Klaren, dass auch hier die Regeln der Frührente gelten.

Dies bedeutet einen Abschlag von 0,3% pro Monat, den Sie vor der gesetzlichen Altersgrenze in Rente gehen. Diese Kürzung gilt dann lebenslang.

Bessere Wartezeit für Schwerbehinderte

Bei der Rente für Schwerbehinderte gilt hingegen eine ähnliche Wartezeit wie bei der für langjährig Versicherte.

Diese beträgt somit 35 Jahre, wobei hier auch Zeiten angerechnet werden, in denen der Arbeitnehmer wegen Krankheit oder Mutterschutz nicht erwerbstätig war.

14. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.