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Es tut sich was bei der Flächenermittlung – international

Haben Sie schon mal versucht, eine Immobilie in England oder Irland mit einer deutschen Immobilie zu vergleichen?

Allein das Flächenmaß macht da schon Schwierigkeiten. Squarefeet, Quadratmeter, Wände einrechnen, Wände nicht dazu rechnen? Was gehört noch alles zur Fläche usw.?

Internationale Initiative

Schon in Deutschland ist es ja nicht ganz leicht, einen einheitlichen Maßstab für die Flächenermittlung zu nutzen. DIN, Wohnflächenverordnung und im Gewerbebereich der Gif-Standard, der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung haben unterschiedliche Ansätze.

Nun soll eine neue Initiative die Flächenermittlung international vereinheitlichen. Die International Property Measurement Standards Coalition (IPMSC) hat dafür Experten aus der ganzen Welt berufen.

Diese sollen nun am Standards Setting Committee teilnehmen. Die Kommission soll einen weltweit gültigen Standard zur Flächenermittlung schaffen.

Initiative startet bei der Weltbank

Interessant ist, dass sich die Initiatoren in diesem Jahr erstmals bei der Weltbank getroffen haben. Dies ist sicher auch als Fingerzeig darauf zu verstehen, dass Flächenermittlung, Wertermittlung und Finanzierung sehr miteinander verknüpft sind.


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Ziel ist es, das Investorenvertrauen in Immobilien zu stärken, da sich ein fehlendes Vertrauen negativ auf die Finanzmärkte auswirkt und letztlich zu einer globalen wirtschaftlichen Instabilität führt. Derzeit wird die Flächenermittlung von Land zu Land unterschiedlich durchgeführt.

Das Standards Setting Committee agiert unabhängig und hat den Auftrag, in Zusammenarbeit mit der Branche eine weltweit standardisierte Methode zur Flächenermittlung zu erarbeiten.

Derzeit unterscheiden sich die Methoden zur Flächenermittlung bei Büro-, Wohn-, Einzelhandel- und Industrieimmobilien in verschiedenen Ländern erheblich. Die Verwendung vieler unterschiedlicher Verfahren erschwert es globalen Investoren und Nutzern, den angebotenen Raum genau zu vergleichen.

Im Fokus stehen Rechnungslegung, Bilanzen und Transparenz

Mithilfe des globalen Property Measurement Standard können Immobilien künftig einheitlich vermessen werden. Das sorgt für mehr Transparenz auf dem Markt, größeres Vertrauen der Öffentlichkeit und der Investoren und für mehr Marktstabilität.

Der Standard wird die Art verändern, wie Flächenermittlungen durchgeführt werden. Das führt zu Verbesserungen bei der Bewertung und bei der Bilanzierungseinheitlichkeit auf den Märkten der Welt.

Max Crofts, Vorsitzender des Standards Setting Committee, sagt: „Immobilien sind ein globales Asset für internationale Investoren, Immobiliennutzer und deren Berater, doch die gängige Praxis bei der Flächenermittlung sind von Land zu Land unterschiedlich und unterscheiden sich sogar auf verschiedenen Märkten innerhalb eines Landes.

Unser erstes Treffen bei der Weltbank hat uns dazu ermutigt, Standards zu erstellen, die nicht nur die internationalen Rechnungslegung und die Bewertungsstandards ergänzen werden, sondern auch die Sammlung und Belastbarkeit von Daten zu den Märkten weltweit erlauben wird.“?

Alle bestehenden Verfahren zusammentragen

Allen Crawford, Stellvertretender Vorsitzender des Standards Setting Committee, stellt fest: ?“Die Kommission hat die anspruchsvolle Aufgabe, alle bisherigen Verfahrensweisen weltweit, die seit Jahrzehnten in Gebrauch sind, zusammenzutragen und daraus etwas zu destillieren, was man dann als weltweit beste Methode zur Flächenermittlung nutzen kann.

Es existieren viele Standards parallel in unterschiedlichen Ländern, doch die sind größtenteils nicht aufeinander abgestimmt. Die Mitglieder der Kommission setzen alles daran, den wirklich weltbesten Standard zu finden.

Wenn der Standard von der globalen Immobilienbranche angenommen wird, dann wissen wir, dass wir erfolgreich waren.“

Das Standards Setting Committee wird unverzüglich damit beginnen, eine neue Methodik zu entwerfen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Frühjahr 2014 einen Entwurf zur allgemeinen Diskussion stellen zu können.

Es bleibt abzuwarten, ob sich ein solcher Standard auch national durchsetzen wird. Aber die Initiative ist sehr wichtig.

22. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.