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ETF-Dachfonds – Aufbau und Chancen dieser Anlageform

Bei ETF-Dachfonds handelt es sich um eine Investitionsmöglichkeit, welche die Vorzüge von ETFs und aktiv gemanagten Fonds vereinen soll.

Ein Blick auf die Struktur und den Aufbau von ETF-Dachfonds soll es Anlegern erlauben, diese Anlagemöglichkeit einzuschätzen und zu bewerten.

Die Vorteile von ETF-Dachfonds sind nicht von der Hand zu weisen. Doch wie so häufig finden sich auch bei dieser Anlageform Nachteile.

So funktionieren Dachfonds

Bei einem Dachfonds handelt es sich um einen Investmentfonds, welcher wiederum in verschiedene andere Fonds – die sogenannten Zielfonds – investiert.

Das bedeutet konkret: Investiert ein Anleger in einen Dachfonds, investiert er damit in mehrere Fonds, welche ihrerseits – je nach Ausrichtung – beispielsweise auf dem Aktien-, Renten- oder Immobilienmarkt aktiv sind.

Der Grundgedanke dahinter ist eine Minimierung des Risikos durch eine möglichst breite Streuung, was durch die Vielzahl der Zielfonds gewährleistet werden soll.

Es gilt jedoch als ein Nachteil von Dachfonds, dass eine zusätzliche Managementebene vorhanden ist. Neben dem Management des Dachfonds selbst muss schließlich auch das Management der Zielfonds finanziert werden.

Mehr zum Thema: Dachfonds – Nachteile dieser Anlageklasse


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Dieser Nachteil ist bei ETF-Dachfonds jedoch weit weniger ausgeprägt. Schließlich handelt es sich bei ETFs in der Regel um passiv verwaltete Fonds mit vergleichbar niedrigen Kosten.

Aktive und passive Verwaltung

ETF steht für Exchange-traded fund, also für börsengehandelte Fonds. Diese sind meist passiv verwaltet und bilden einen bestimmten Index bestmöglich nach.

Diese Struktur von ETFs hat den Vorteil, dass die Verwaltungsgebühren gegenüber aktiv verwalteten Fonds vergleichsweise gering sind.

Zudem besteht bei ETFs generell ein geringes Risiko, dass es durch Fehleinschätzungen einzelner Fondsmanager zu einer schlechten Performance kommt.

Mehr zum Thema: ETF-Wissen: Wichtiges Grundwissen zu Exchange Traded Funds

Jedoch bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass ein Anleger von einem guten Gespür eines Fondsmanagers nicht profitieren kann, da ja lediglich ein Index nachgebildet wird.

ETF-Dachfonds vereinen nun die Eigenschaften von passiv und aktiv verwalteten Fonds. Während die Zielfonds in der Regel passiv verwaltet sind, ist der Dachfonds selbst meist aktiv gemanagt.

ETF-Dachfonds – die Vor- und Nachteile

Die Performance von ETF-Dachfonds hängt natürlich vom jeweiligen Management und der Struktur des einzelnen Dachfonds ab.

Generell haben Dachfonds diesbezüglich einen eher schlechten Ruf, da die vergleichsweise hohen Gebühren die Rendite erheblich schmälern können.

Dem gegenüber steht jedoch das verringerte Risiko durch die sehr breite Streuung. Kritiker merken jedoch an, dass eine vergleichbare Risikostreuung auch durch Investments in ETFs auf nur wenige globale Aktienindizes erreichbar sei.

In den vergangenen Jahren konnten – auch wegen der Turbulenzen an den Börsen – nur wenige ETF-Dachfonds wirklich überzeugen.

Interessierte Anleger sollten zudem beachten, ob die bereits angesprochene Risikostreuung bei einzelnen Produkten wirklich gegeben ist.

Dachfonds können sich auf einzelne Sektoren oder Märkte konzentrieren und bei einer entsprechenden Entwicklung in diesem Bereich auch deutlich abrutschen.

Die Gebühren können stark variieren. Neben dem Ausgabeaufschlag muss auch die Höhe der Verwaltungsgebühr im Auge behalten werden. Zu beachten ist außerdem, ob eine sogenannte Performance Fee fällig wird.

Hierbei handelt es sich um eine Art Provision, die dem Fondsmanagement zusteht, wenn der ETF-Dachfonds eine festgelegte Jahresrendite übersteigt.

Für Anleger gilt somit: Einzelne ETF-Dachfonds können hohe Sicherheit und gute Performance kombinieren. Doch bei weitem nicht jedes Produkt kann überzeugen.

3. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.