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ETF Fonds: RAFI-Index – Mit fundamentalen Werten gegen Börsenblasen

RAFI-Indizes sind so konstruiert, dass die in ihnen enthaltenen Titel auf fundamentalen Kennzahlen anstatt auf der sonst üblichen Marktkapitalisierung beruhen.

Mit ihrer Form der Gewichtung ersparen sie dem Anleger die Folgen einer möglichen Börsenblase.

Mehr zum Thema: Die größten Blasen der Geschichte

Mit ETFs profitiert ein Anleger von der Wertentwicklung eines Index.

Ihm steht eine Reihe verschiedenster Märkte zur Verfügung. Ein ETF bildet passiv einen Index 1:1 ab.

Basis der meisten Indizes ist die Marktkapitalisierung

In den meisten Aktiendizes wie Stoxx oder DAX richtet sich der Stellenwert der darin enthaltenen Aktien nach deren jeweiligen Börsenwert.

Der Index wird also durch die Marktkapitalisierung bestimmt.

Diese traditionelle Form der Gewichtung spiegelt das Marktgeschehen bzw. die Börsenstimmung und bildet den wahren Wert der Unternehmen ab.

Die Gewichtung nach Marktkapitalisierung wirkt sich so aus: Titel von Unternehmen, die sich zuvor gut entwickelt haben, werden höher gewichtet.

Unternehmen, die weniger gut gelaufen sind, werden untergewichtet.

Häufig handelt es sich bei den unterbewerteten Titeln um solide Unternehmen mit Aussicht auf Kurspotenzial.

Das Risiko:Bei Marktübertreibungen werden verschiedene Titel und Segmente derart über- oder unterbewertet, dass ihr Marktwert mit den tatsächlichen Unternehmensdaten nicht zu rechtfertigen ist.


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Marktkapitalisierung: Börsenblasen und nachteilige Folgen

In der Folge leidet die Performance des Index.

Der Anleger ist zu stark in den teuren und zu wenig in den günstigen Aktien investiert.

Was es bedeutet, wenn sich im Laufe der Zeit die Gewichtung des Index immer mehr in Richtung der gefragten Unternehmen verschiebt, lässt sich nicht nur an der IT-Blase zur Jahrtausendwende ablesen.

Mehr zum Thema: Die Dot-Com-Blase und ihre Folgen

Als die gigantisch aufgeblähte Börsenwerte platzten, wurden die Indizes mitsamt den Werten solider Unternehmen in die Tiefe gerissen.

Dass eine überstandene Blase nicht vor der nächsten bewahrt, zeigt beispielsweise die Immobilienblase.

Nach allen Übertreibungen bringen zu hoch bewertete Titel stets unterdurchschnittliche und zu niedrig bewertete Aktien überdurchschnittliche Gewinne, wenn sie nach einer gewissen Zeit wieder zu ihrem fairen Wert zurückkehren.

All diese ungewollten Ausschläge und Martkverzerrungen wirken sich für den Anleger nachteilig aus.

RAFI Index ETF Lösungsansatz: Unternehmensdaten statt Börsenfieber

Diese Erfahrung nahm das US-Unternehmen Research Affiliates zum Anlass, Indizes zu konstruieren, die sich von der Marktkapitalisierung und deren potenziellen Gefahren abkoppeln.

Das Ziel: Der Anleger sollte vor Marktverzerrungen bewahrt werden.

Das Ergebnis war eine Indexkonstruktion unter dem Begriff Research Affiliates Fundamental Indexing, kurz RAFI.

Ein RAFI-Index wird vom Kooperationspartner Financial Times Stock Exchange (FTSE) berechnet.

Die neue Index-Serie kam 2005 auf den Markt und wird im Fachjargon auch „Footsie- Raffy“ genannt.

Bei RAFI-Indizes spielen Börsenwerte keine Rolle.

Was zählt sind rein fundamentale Unternehmenswerte: Umsatz, Geldfluss aus dem laufenden Geschäft, also der Cash Flow, Dividendenrendite sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Diese Kennzahlen werden jährlich den Firmenbilanzen entnommen und gleichgewichtet in die Indexanalyse einbezogen.

RAFI Index ETF: Günstige Titel werden hoch gewichtet, teure spielen eine Nebenrolle

Aktien, deren Kurse zuvor besser liefen, werden heruntergewichtet, und diejenigen, die zuvor stärker als ihre Fundamentaldaten fielen, werden höher gewichtet.

Dadurch entsteht ein antizyklisches Portfolio. Die weniger populären Substanzwerte im Index bekommen ein Übergewicht.

Studien zeigen, dass Aktien, die hinter einer Entwicklung zurückgeblieben sind, sich anschließend wieder besser entwickeln, als die Aktien, die sich bereits zuvor gut entwickelt hatten.

Sobald sich der Börsenwert wieder auf ein faires Niveau einpendelt, fließt Geld in die Substanzwerte zurück. In der Folge steigt ein RAFI-Index stärker als traditionelle Indizes.

Mehr zum Thema: ETFs: Rafi Index – Vorteile und der Streit um die reine Lehre

RAFi-Indizes zeigen eine bessere Performance und haben einige überzeugende Vorteile.

Anleger sollten die Vorzüge von RAFI-Index-ETFs zur Bereicherung des Portfolios unter die Lupe nehmen.

2. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.