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ETF Handel: Kinderleicht traden

Waren in früheren Jahren ETFs den Anlegern vorbehalten, die an den amerikanischen Börsen handeln konnten, so ist seit dem Jahr 2000 der Handel von Exchange Traded Funds auch an deutschen Börsen problemlos möglich.

Exchange Traded Funds (ETF) sind seit diesem Zeitpunkt in Deutschland an der Deutschen Börse im Segment XTF registriert. Somit können Sie bequem den gewünschten ETF über Xetra, Frankfurt und die Regionalbörsen handeln.

Sie platzieren Ihre Order bei Ihrem Broker oder Ihrer Bank, so wie Sie es auch schon von Ihren Aktien- oder Rentengeschäften gewohnt sind.

Jeder in Deutschland gehandelte ETF besitzt eine Wertpapierkennnummer (WKN) und eine internationale Wertpapierkennnummer (ISIN).

Sollte Ihr Broker einen günstigen Handel in den USA anbieten, so können Sie natürlich auch auf die dort gehandelten ETFs zugreifen. Sie sind in den USA genau wie die Aktien per Kürzel eindeutig identifizierbar.

Mehr zum Thema: Wichtige Merkmale von ETFs

Für welche Anleger ETFs besonders geeignet sind

ETFs bieten für mehrere Anlegerklassen eine kostengünstige Alternative zu den bekannteren Produkten. Auf der einen Seite sprechen sie den klassischen Fondsanleger an, der nicht mehr bereit ist, zu akzeptieren, dass die meisten klassischen Fonds trotz hoher Gebühren schlechter als der zu Grunde liegende Index abschneiden.


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Auf der anderen Seite sprechen sie auch den aktiven Anleger an, der sein Depot entsprechend der wechselnden Aussichten in den verschiedenen Märkten umschichten möchte.

Durch niedrige Gebühren und die fehlenden Ausgabeaufschläge kann in ETFs umgeschichtet werden, ohne dass ein massiver Renditeverlust aufgrund hoher Kosten auftritt. So können Sie sich ein breit gestreutes Portfolio mit einem geringen Kostenaufwand zusammenstellen.

Die steuerliche Behandlung von ETFs

Grundprinzip der Besteuerung von Einkünften aus ETFs ist das so genannte Transparenzprinzip.

Das heißt, Sie als ETF-Investoren werden in steuerlicher Hinsicht grundsätzlich Direktanlegern gleich gestellt, so dass Ihnen aus der Anlage in ETFs insofern weder Vor- noch Nachteile entstehen.

Somit werden Sie als Anleger, der in einem ETF auf Aktien anlegt, steuerlich so behandelt, als ob Sie direkt in diese Aktien investieren würden. Daraus ergibt sich, dass reine Kursgewinne, die Sie realisieren, nach mehr als 12 Monaten Haltedauer steuerfrei sind.

Realisierte Gewinne innerhalb der 12-monatigen Spekulationsfrist unterliegen dem Halbeinkünfteverfahren.

Das heißt, Sie versteuern nur die Hälfte der Kursgewinne, die Sie aus dem Kauf und Verkauf von ETFs innerhalb der Frist von 12 Monaten erzielen.

Ihre Erträge aus ETFs sind also nur in beschränktem Maße steuerpflichtig. Dabei kommt es maßgeblich auf die Form und Zusammensetzung der Ausschüttung des Fonds an.

Es kann sich bei ETF-Ausschüttungen grundsätzlich um Dividenden und Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren handeln.

Besteuerung der von ETFs vereinnahmten Dividenden

Die vom ETF-Fonds eingenommenen Dividenden sind wie bei Fonds üblich als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern.

Dabei macht es für Ihre Steuerpflicht keinen Unterschied, ob die Dividenden an Sie ausgeschüttet oder von der ETF-Gesellschaft einbehalten und wieder angelegt wurden.

Dividenden unterliegen gemäß § 3 Nr. 40 und § 20 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes dem Halbeinkünfteverfahren, sodass nur die Hälfte der vereinnahmten Dividenden der Einkommensteuer unterliegt.

Entsprechend ist aber auch nur die Hälfte der Werbungskosten, die in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den Dividenden stehen (beispielsweise Depotgebühren oder Beratungskosten), abzugsfähig.

Der Kapitalertragsteuersatz liegt derzeit bei 20%, zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer.

Mehr zum Thema: Besitzen ETFs einen Vorstand?

8. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.