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ETF Index-Fonds: Warum der Index besser als der Fonds ist

Eine interessante Anfrage erreichte mich vor Wochen, nachdem ein Bericht in einem Finanzmagazin ETF-Fonds und deren schlechte Wertentwicklung gegenüber dem zugrunde liegenden Index beleuchtete.

ETF-Fonds schneiden schlechter ab als der Index, weil das Finanzamt zuschlägt, so die Ausgangsthese. Dies können Sie mit einem geeigneten Investment aber umgehen. Meine Empfehlung erhalten Sie wie immer an dieser Stelle – sie ist nicht neu, gilt aber unvermindert.

Das Finanzamt schlägt zu

Wenn Sie für Ihre Vorsorge etwa direkt auf den Dax setzen, wie ich es an dieser Stelle angesichts der niedrigen Bewertung oft empfohlen habe, werden Sie langfristig Geld verdienen. Nur: selbst bei einem ETF börsengehandelten Fonds erhalten Sie weniger Geld als der Index Ihnen theoretisch bringen würde.

Achtung: wenn der Dax bis Ende Oktober 6.000 Punkte erreicht, müsste ein ETF Fonds auf den Dax mit einem Verhältnis von 1:10 beispielsweise genau 600 Euro kosten. Er wird in der Praxis aber weniger wert sein.

Gut für Sie, wenn Sie dann einsteigen. Nur ist dieser Trend dauerhaft, so dass Sie gegenüber dem Index Geld verlieren. Das Loch heißt einfach: Finanzamt. Dieses bremst Ihre Vorsorge etwas aus. Sie aber können dagegen steuern.


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Steuern auf die Dividenden

Hintergrund ist das Konzept des Dax als Performance-Index. In den Performance-Index fließen die Dividenden ein. Damit erhalten Sie einen guten Überblick über die tatsächliche Wertentwicklung der großen deutschen Aktien. Allein:

Wenn ein Fonds den Dax abbildet, erhält er für die Aktien im Depot Dividenden. Diese „thesauriert“ er, behält sie also ein und kauft weitere Aktien, hier aus dem Dax. Denn dessen Wertentwicklung muss der Fonds abbilden.

Für Sie als Investor ergibt sich daraus eine schlechtere Performance, denn die Dividenden unterliegen der Abgeltungssteuer und der Solidaritätssteuer. In einem Magazin-Beitrag wurde gleichzeitig die Kirchensteuer aufgeführt. Der Fonds jedoch gehört der Kirche nicht an.

Belastung schnell mehr als 1%-Punkt

Aktuell schafft etwa der Dax eine Dividendenrendite in Höhe von 4,8%. Wenn Sie gut 25% Steuerbelastung kalkulieren (ohne Kirchensteuer), entspricht dies einer Minderrendite in Höhe von 1,2%-Punkten gegenüber dem Dax.

Wenn Sie von einer Jahre währenden Rendite in Höhe von 8% ausgehen, sind dies sehr grob kalkuliert 15% Einbußen gegenüber dem Index. Daher sind Indexfonds schlechter als der zugrunde liegende Index, sofern dies ein Performance-Index ist.

Sie können dem aber entgegensteuern. Dies habe ich hier mit Empfehlungen bereits einige Male gemacht und werde es gerne wiederholen: kaufen Sie einen ETF börsengehandelten Fonds gerade auf den Dax. Gehen Sie dabei auch das Risiko ein, einen „Swap-Fonds“ zu kaufen. Dieser setzt zu einem kleinen(!) Teil auch andere Instrumente ein, um die Wertentwicklung des Dax abzubilden.  Ihre Vorteile:

* Swaps-Fonds zahlen damit in der Regel weniger Steuern auf Dividenden.

* Swap-Fonds erwirtschaften eine kleine Mehrrendite, die den Nachteil bei Dividenden ausgleichen kann.

* Swap-Fonds sind bis dato weiterhin sehr sicher. Ausfälle gibt es weit und breit nicht, Sicherheitsbedenken kommen eher aus der Ecke der aktiv managenden Fondsgesellschaften.

Meine Empfehlung: suchen Sie sich einen ETF börsengehandelten Fonds auf den Dax aus – und prüfen Sie dann dessen Performance und „Swap“-Orientierung. „Replizierende“ Fonds verzichten auf die Swap-Anlage.

PS: Die Differenz zwischen dem theoretischen Indexwert und dem tatsächlichen Fondswert ist allerdings geringer, wenn das Fondsmanagement die Wertpapiere im Fonds auch verleiht (tagsüber). Die Erträge kommen Ihnen – gefahrlos – zugute. Daher können auch „replizierende Fonds“ geeignet sein. Sehen Sie sich einfach die Vergangenheitsperformances an.

6. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.