ETFs sind börsengehandelte Fonds. So weit, so klar. Nur:
Oft verwechseln Medien diese Fondskategorie mit Indexfonds.
Aber: es gibt weitaus mehr börsengehandelte Fonds als Indexfonds. Das heißt: Wenn Sie auf den Dax investieren wollen oder ähnliche Aktienindizes, greifen Sie nicht automatisch zu ETFs.
Wichtig ist der kaum genannte Begriff der Indexfonds. ETFs hingegen haben derzeit weiteren Zulauf. Die neuesten Zahlen zeigen, wie beliebt die Produkte bei Investoren inzwischen geworden sind.
ETFs auf Indexfonds: die beste Alternative
Im Vergleich zur Anzahl an Aktionären haben gerade diese Fonds permanent zugelegt. Im Einzelnen:
- Es gibt in Deutschland wieder mehr Aktionäre als zuvor. Dies sind etwa 4% mehr – inklusive aller Anteilseigner von Fonds.
- Demgegenüber aber hat das Volumen auf dem ETF-Markt stark zugenommen. Die Anzahl an Fonds steigt fast täglich, weil die Branche das Modethema spielen muss.
- Wichtig aber ist vor allem das Volumen, das die Branche absorbiert. 1.063 US-Dollar waren es im früheren Rekordjahr 2009, 1.311 im folgenden 2010 sowie 1.351 US-Dollar im vergangenen Jahr.
- Das heißt: trotz sackender Kurse ist das Volumen angestiegen. Der Aktienmarkt boomt in dem Sinn für ETF-Fonds weiterhin, ob die Kurse fallen oder steigen.
- Ein Vorteil dieser Gattung: sie kann auch auf die künstlichen Indizes wie den Short-Dax setzen, bei dem Investoren von fallenden Kursen profitieren.
- Ein zweiter Vorteil: ETF-Fonds auf Indizes sind hinsichtlich der Gebühren in der Regel inzwischen so günstig wie Zertifikate. Zudem aber bilden Sie Sondervermögen, auf das im Zweifel niemand außer Ihnen als Eigentümer Zugriff hat.
Gefahr: Swap-basierte Fonds
Angebliche Gefahr der ETF-Fonds wie auch der ETF-Indexfonds aber sind die so genannten „Swap“-basierten Fonds. Diese basieren darauf, dass Sie als Investor Ihr Fondsvermögen quasi verleihen.
Im Fondsvermögen selbst befindet sich dann nicht beispielsweise Index-Aktien, sondern – zum Teil – Derivate auf andere Papiere.
Nur: das Risiko halten wir für vergleichsweise gering. Die Swap-Geschäfte selbst nehmen nur einen geringeren Teil des Vermögens ein – und sind mit Werten hinterlegt.
GeVestor meint: Indexfonds in ETF-Form sind nach wie vor hervorragende Produkte für die kommenden Jahre. Auch die Swap-Fonds bilden nicht an sich ein Risiko – allenfalls dann, wenn die hinterlegten Werte nicht hoch genug sind.
Bei den herkömmlichen Anbietern brauchen Sie sich dabei jedoch keine Sorgen zu machen. ETF-Fonds auf den Dax etwa sind und bleiben eine Empfehlung.
Vorsicht hingegen vor den Indexfonds auf Indizes wie den DJ Euro Stoxx 50. Der Index ist aufgrund seiner Bankenlastigkeit in den nächsten Monaten gefährdeter als der Dax. Wer außerhalb Deutschlands investieren möchte:
Ein Geheimtipp ist der österreichische Index ATX. Der wurde zu stark "heruntergeprügelt". Das Vermögen ist hier weitgehend sicher.


