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Fonds ist nicht gleich Fonds: Indexfonds vs. ETFs

Manchmal werden Indexfonds auch gleichgesetzt mit börsengehandelten Fonds. Das ist in etwa so, als würde man Äpfel mit Orangen vergleichen, denn Indexfonds werden meistens aktiv verwaltet, börsengehandelte Fonds hingegen passiv.

Wenn man sich die Details genauer ansieht, fällt auf, dass diese Fonds völlig verschiedene Eigenschaften haben. Das fängt schon bei ihrer Geschichte an.

Entstehung und Entwicklung der Fonds

Indexfonds gibt es auf dem US-Markt schon seit den 70er-Jahren. In Deutschland wurde der erste Indexfonds 1987 unter dem Namen „CB German Index Fund“ auf den Markt gebracht. Mit ETFs hat man an der amerikanischen Börse erstmals im Jahr 1993 gehandelt. Erst zur Jahrtausendwende kam dieser Trend auch nach Deutschland.

Seither wurden börsengehandelte Fonds ständig weiterentwickelt. Die neuesten ETFs können dank ihrer Struktur auch Indizes verfolgen, die für Indexfonds-Anleger gar nicht verfügbar sind. Wenn Sie einen ganz bestimmten Index verfolgen möchten bleibt also manchmal nur die passive Investmentstrategie übrig.

Laufende Kosten im Fondsmanagement

ETFs und Indexfonds haben beide Vor- und Nachteile, was die laufenden Kosten für die Verwaltung und das Management der dahinter stehenden Wertpapiere betrifft. In manchen Fällen kann Ihnen bereits der Unterschied zwischen diesen Gebühren die Entscheidung für oder gegen das eine oder andere Investment abnehmen.


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Es gibt so genannte „zuschlagfreie“ Indexfonds, bei denen man die Transaktionskosten spart (wie der Name schon sagt.) Wer in ETFs investiert, wird jedoch in jedem Fall Gebühren dazuzahlen müssen. Allerdings sind diese Kosten deutlich geringer als die Kosten, die bei aktiv gemanagten Fonds anfallen.

Steuerliche Effizienz von ETFs

In fast allen Fällen führt die Struktur eines ETFs dazu, dass der Anleger eine geringere Steuerlast trägt, als wenn er in einen gleichwertigen Indexfonds investieren würde. Das liegt daran, dass bei der passiven Verwaltung von ETFs keine Wertpapiere weiterverkauft werden.

Bei Indexfonds hingegen werden Wertpapiere gekauft und verkauft, wenn auch mit geringerer Rendite als bei einem typischen aktiv gemanagten Investmentfonds. Diese Transaktionen generieren Gewinnanteile, die an die Anteilseigner ausgezahlt werden.

Umgang mit Dividenden und Neugewichtung im Portfolio

Bei ETFs werden Dividenden oder Zinsen über die Wertpapiere des verfolgten Indexes angehäuft, bis sie am Ende jedes Quartals an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Indexfonds hingegen reinvestieren die Dividenden oder Zinsen direkt weiter. Ein Anleger mit vielen Indexfonds oder ETFs im Portfolio muss seine Anlagen ab und zu neu gewichten, einige Posten verkaufen und andere neu kaufen.

Da ein man normalerweise eine hohe Bandbreite von ETFs kauft, ist es aber praktisch unmöglich, die exakte Gewichtung jedes einzelnen ETFs herauszufinden. Das trifft besonders auf kleine Portfolios zu.

Bei Indexfonds kann der Anleger die genaue Gewichtung in seiner Portfolio-Strukturierung im Blick behalten, weil er Anteilsrechte kaufen kann. Zudem haben zuschlagsfreie Fonds keine zusätzlichen Transaktionskosten.

Der Durchschnittskosteneffekt: Langfristig mehr fürs Geld

Von dem so genannten Durchschnittskosteneffekt kann man profitieren, wenn man regelmäßig den gleichen Betrag in einen Fonds investiert. Wann immer die Anteile am Fonds teurer werden, bekommt man für sein Geld automatisch weniger. Wenn sie jedoch günstiger werden, kauft man automatisch mehr Anteile für den gleichen Betrag. Dieser Effekt wird „cost average effekt“ genannt.

Langfristig hat man so im Durchschnitt mehr Erträge erzielt als wenn man unterschiedlich hohe Beträge in den Fonds eingezahlt hätte.

ETFs sind generell unpraktisch für den Durchschnittskosteneffekt. Maklergebühren und die Extrakosten, die beim Kauf von Fraktions-Anteilen entfallen, machen diese Strategie hier besonders kostspielig. Investmentfonds sind dafür schon eher das richtige Anlageprodukt.

In der Finanzmarktliteratur ist die Wirkung dieses Effektes aber umstritten und hängt demnach auch von der gesamten Kursentwicklung der Fonds ab.

17. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.