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Die besten Methoden, um ethisch zu investieren

Die Möglichkeiten, die für eine ethische Geldanlage zur Wahl stehen, sind allseits bekannt: Aktien, Investmentfonds, ETFs, Anleihen, Immobilien, Hedge-Fonds und viele mehr.

Jedoch müssen diese viel genauer untersucht werden als bei den üblichen Investitionen. Daher werden in den vergangenen Jahren immer mehr Produkte speziell für ethische Investoren angeboten.

Ethisches Investieren mit Aktien

Beginnen wir jedoch mit den geläufigen Börsenprodukten. Aktien sind hierbei eine der aufwändigsten Möglichkeiten einer Investition. Während ein normaler Anleger größtenteils die finanzielle Seite analysiert und dazu Jahresberichte und Zukunftsanalysen betrachtet, muss der ethische Geldanleger noch deutlich mehr Bereiche betrachten.

Darunter fallen ethische Kriterien – und diese sind oftmals nicht einfach zu finden. Investoren müssen auch hier darauf achten, sich Aktien aus vielen Bereichen zuzulegen.

Konzentriert sich ein Anleger auf einen Industriezweig – die umweltfreundliche Solartechnik beispielsweise – muss er sich im schlimmsten Fall auf den kompletten Verlust seines Geldes einstellen.

Außerdem muss er sich auf hohe Gebühren einstellen, sollte er nur kleine Käufe tätigen oder regelmäßig Aktien handeln wollen. Aktien bieten auf der anderen Seite jedoch ein sehr hohes Maß an Kontrolle, wenn der Anleger genug Zeit und Einsatzwillen mitbringt. Davon abgesehen können am Aktienmarkt traditionell die höchsten Gewinne eingefahren werden.

Investmentfonds für die soziale Geldanlage

Investmentfonds beinhalten hingegen  eine Vielzahl von Angeboten, die den vorher bestimmten ethischen Standards genügen – von einigen wenigen bis mehreren Hundert Unternehmen zugleich.

Kauft man beispielsweise einen Teil eines Investmentfonds, beteiligt man sich mit einem kleinen Prozentsatz an mehreren Unternehmen, während eine Aktie auf ein Unternehmen beschränkt ist.

Entscheidet sich ein Anleger für den Erwerb eines sozialverantwortlichen Investmentfonds, muss er entscheiden, ob er den Versprechen der Firma auf Einhaltung bestimmter Standards vertraut oder selber recherchiert.


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Höherer Rechercheaufwand, besseres Gewissen?

Dies bedeutet natürlich – da eine Vielzahl an Unternehmen untersucht werden muss – dass die Arbeitsleistung für die Recherche die des normalen Aktienkaufs deutlich übersteigt.

Daher ist es wohl deutlich sinnvoller, die Arbeit einiger Anbieter von Investmentfonds zu überprüfen und dabei einen vertrauenswürdigen Fonds auszuwählen. Die Prüfung der Einzelunternehmen würde in diesem Szenario entfallen.

Investmentfonds besitzen oftmals bestimmte finanzielle Untergrenzen für einen Einstieg – beispielsweise 2.500€ oder 10.000€ – die für Einsteiger nur schwer zu meistern sind. Kaufen Anleger den Investmentfonds jedoch direkt beim ausgebenden Broker, fallen die Provisionsgebühren auf die Trades weg.

Auf der anderen Seite können die laufenden Kosten für einen Investmentfonds jedoch deutlich höher ausfallen als die Gebühren beim Handel mit gewöhnlichen Aktien.

ETFs  und Unternehmensanleihen im Vordergrund

Aufgrund der hohen Gebühren und des schwierigeren Handels treten Investmentfonds langsam hinter ETFs zurück.

Sozialverantwortliche ETFs sind ähnlich zusammengestellt wie Investmentfonds, werden jedoch wie Aktien gehandelt. Dies bedeutet, dass Anleger zum Beispiel nicht unbedingt 2.500€ benötigen, sondern zum Preis eines einzelnen Anteils einsteigen können – zuzüglich der Provisionsgebühren. ETFs können sich neben den geringeren Gebühren auch steuerlich lohnen.

Auch Anleihen können sich an sozialen Vorgaben orientieren. Anleger können beispielsweise in Unternehmensanleihen investieren, bei denen sich Firmen Geld von Investoren leihen.

Investoren können auch über Investmentfonds und ETFs in Anleihen investieren anstatt einzelne Anliehen zu kaufen. Anleihen sollten ein Portfolio aus Aktien ergänzen und können dabei helfen, kleinere Verluste abzuschwächen.

Immobilien als logische Alternative

Geldanleger, die besonders wählerisch sind, können hingegen auf Immobilien ausweichen. Hierbei haben sie die komplette Kontrolle über die Wahl der Immobilien und zukünftige Änderungen am Grundstück oder der Bebauung.

Immobilien können daher eine logische Wahl für all diejenigen sein, die alle Zügel selber in der Hand halten möchten. Abgesehen von Umbaumaßnahmen oder sonstigen Kaufentscheidungen sind die Investoren beim Immobilienkauf unabhängig von fehlerhaften Unternehmensstrukturen und unhaltbaren Arbeitsbedingungen.

Durch den Kauf von Grundstücken kann daneben auch die Entwicklung der städtischen Gesellschaft vorangetrieben werden.

Ethische Geldanlage: Kosten beachten

Bei der Kauf- oder Bauentscheidung müssen jedoch eine Vielzahl von Regeln eingehalten werden, über die sich Anleger bereits vor dem Kauf informieren sollten. Der Einbau von Solaranlagen ist beispielsweise nicht überall in Deutschland erlaubt oder zumindest in wenigen Fällen mit hohen Gebühren verbunden.

Immobilienbesitzer sollten sich im Vorfeld auch über die laufenden Kosten im Klaren sein. Auch die Zinsen können unvorsichtige Investoren in den Ruin treiben, falls sie vor dem Kauf einen Kredit aufnehmen mussten.

Der Besitz eines Grundstücks macht den Besitzer übrigens auch anfälliger für Anzeigen (falls sich beispielsweise eine Person auf ihrem Grundstück verletzt). Im Zweifelsfall können Interessierte auch über Immobilienaktien investieren.

Hedge-Fonds nur für erfahrene Börsianer

Hedge-Fonds richten sich hingegen nur an erfahrende Investoren, die für den Handel hohe Einstiegshürden überwinden müssen. Hedge-Fonds folgen meist höchst risikoreichen Strategien, die auf ebenso hohe Renditen abzielen.

Hierzu müssen oftmals Anlagetechniken verwendet werden, die Einsteiger überfordern oder für die meisten Anleger überhaupt nicht verfügbar sind.

Einige Hedge-Fonds konzentrieren sich auf große Anteile an einem Unternehmen. Sollten Anleger also nach der Möglichkeit suchen, Firmen durch moralische Verbesserungen zu verändern, könnte dies durch einen Hedge-Fonds möglich werden.

Diese sind jedoch mit extrem hohen Gebühren verbunden. Anleger sollten sich also umso mehr Informationen einholen, bevor sie in einen Hedge-Fonds investieren.

Diese Informationspflicht besteht jedoch bei jeder Form der Geldanlage – sei es Aktie, Anleihe oder Fonds. So müssen die Gebühren vor einem Aktienkauf genauso abgeklärt sein wie der Grundstücksort beim Immobilienhandel. Investitionen auf ethischer Basis sorgen nur dafür, dass noch mehr Informationen eingeholt werden müssen als bei einer normalen Investition.

12. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.