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Das Erbe und die soziale Hinterlassenschaft

Jede Person muss einmal sterben – und daher sollten Anleger schon heute überlegen, inwiefern ihre Rücklagen verteilt werden sollten. Dies kann zum einen durch ein detailliertes Testament geschehen, zum anderen durch einen Notar, der die finanziellen Objekte nach dem Tod an die Hinterbliebenen verteilt.

Da bei letzterer Lösung die Chance sehr groß ist, dass die über lange Zeit aufgebauten ethischen Grundsätze Ihrer Geldanlage verloren gehen, sollten eventuell Maßnahmen getroffen werden, um dies zu vermeiden.

Testament gut überdenken

Die Zusammensetzung eines Testaments ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Investoren können das kompette Geld ihren Kindern vermachen oder in die Ausbildung ihrer Enkel stecken. Oder sie vermachen die Hälfte des Geldes ihren Hinterbliebenen und die andere Hälfte einem guten Zweck.

Sollten Sie sich entscheiden, das Geld an Verwandte zu vermachen, besteht die Möglichkeit, einen informellen Leitfaden zu hinterlassen. Dieser ist nicht rechtlich bindend, aber kann den Hinterbliebenen erklären, nach welchen Grundsätzen sie Ihr Geld investiert haben.


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Nun können sie selber entscheiden, ob sie diesem Rat folgen möchten oder nicht – der gute Rat wurde jedoch auf jeden Fall weiter gegeben.

Ethisches Investieren: Vermächtnis an Kriterien binden

Andernfalls besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass die Hinterbliebenen das Geld nur erhalten, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Dies könnte beispielsweise die Investition in erneuerbare Energien sein.

Der Einsatz einer gemeinnützigen Treuhand erlaubt es, dass das Geld gemäß des Willens des Verstorbenen verteilt wird. Dabei wird das Geld zunächst an individuelle Begünstigte ausgeschüttet – der Rest geht dann an eine vorher ausgewählte wohltätige Organisation.

Ethisches Investieren: Notar oder Steuerberater zu Hilfe nehmen

Auch junge Anleger sollten sich bereits zu Beginn ihrer ethischen Geldanlage Gedanken über ihre finanzielle Hinterlassenschaft machen. Durch die Aufsetzung eines Testamentes können sie  entscheiden, welche Person  oder welches Unternehmen durch die Hinterlassenschaft begünstigt werden soll.

Hierzu ist es ratsam, einen Notar oder Steuerberater zu Rate zu ziehen. Das Verfassen eines ordnungsgemäßen Testaments kann schwierig sein und Fehler können dazu führen, dass das gesamte Schreiben ungültig wird.

Denn eines sollte jedem Anleger bewusst sein: ethisches Investieren ist eine höchst persönliche Form der Geldanlage, die auf subjektiven Moralvorstellungen basiert – und da wäre es schade, wenn die Arbeit von Jahrzehnten nach dem Tode wirkungslos verpuffen würde.

Denn auch die Hinterbliebenen können von einer ethischen Geldanlage profitieren. In den vergangenen Jahren ist das Ansehen dieser Investmentform deutlich gestiegen – und das zu Recht. Unternehmen mit gutem Ruf sind meist deutlich profitabler als ihre unbeliebten Konkurrenten und bringen daher gute Renditechancen mit sich.

Dennoch ist diese Form der Investition mit einem großen Maß an Arbeit verbunden – und zum Teil auch mit deutlich höheren Geldeinsätzen. Lassen Sie sich davon jedoch nicht abschrecken!

13. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.