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Ethisches Investieren: Fremdunternehmen und die Politik

Viele Punkte des ethischen Investierens beschäftigen sich mit dem Themenbereich sozialer Fragen.

Ausschlaggebend hierfür ist oftmals die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit Außenstehenden kommuniziert.

Lieferanten mit ähnlichen Moralvorstellungen

Da wäre zunächst die Auswahl der Lieferanten. Hier ist es für viele Anleger wichtig, dass zwischen den Unternehmen eine respektvolle und vorteilhafte Beziehung besteht.

So sollten die Lieferanten möglichst die gleichen Moralvorstellungen besitzen wie das Unternehmen selbst. Eine ethische Investition in ein Unternehmen mit hohen Umweltstandards ist ohne Wert, wenn dessen Zulieferer ihre Giftstoffe in einen Fluss leiten.

Viele Investoren zeigen sich außerdem besorgt darüber, dass Unternehmen ihre Zulieferer einem harten Wettkampf aussetzen, der die Preise unverhältnismäßig nach unten treibt. Natürlich sollte es für jeden Zulieferer möglich sein, unfaire Geschäfte ausschlagen zu können.


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  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
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Bei der Nachforschung zu den Zulieferern ist zu beachten, dass viele Unternehmen ihre Lieferanten nicht preisgeben möchten. Oftmals geschieht dies nur durch besonders positive oder – leider hauptsächlich – negative Ereignisse, die die Zulieferer ins öffentliche Licht rücken.

Ethisches Investieren: Der gute Einfluss

Jedes Unternehmen hinterlässt einen Einfluss in der Gesellschaft, in der es positioniert wird – oftmals mit einer positiven und einer negativen Seite. Ein neues Elektronikgeschäft in der Stadt führt zwar oftmals zu größerer Auswahl und günstigeren Preisen für den Endkunden, gleichzeitig schwächt es jedoch die bisher ansässigen Geschäfte.

Gleichzeitig kann ein neues Versandzentrum mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen, dafür aber auch die Straßen mit Last- und Lieferwagen verstopfen.

Andererseits arbeiten viele Unternehmen mit dem Vorsatz, sich so gut wie möglich in ihre Umgebung zu integrieren und Probleme so gering wie möglich zu halten. Spenden an wohltätige Einrichtungen in der Umgebung können das öffentliche Bild weiter stärken.

Ethische Geldanlage: Sünderaktien

Eine der wichtigsten Entscheidungen für eine Investition hat natürlich mit dem Produkt selber zu tun. Aktien von Unternehmen,die schädliche Produkte herstellen, nennt man umgangssprachlich „Sündenaktien“.

Hierunter fallen beispielsweise Tabak- oder Alkoholhersteller genauso wie Waffenproduzenten. Ob eine Person in diese Unternehmen investieren möchte, hängt natürlich von den eigenen Vorlieben ab.

Der Kontakt mit der Regierung

Jedes Unternehmen, das Aktien herausgeben darf, muss in einer Vielzahl von Bereichen in Kontakt mit der Regierung stehen. Die Art, wie sich ein Unternehmen beispielsweise in Umweltverhandlungen verhält, kann viel über das Management aussagen.

So versuchen viele Manager durch Schmiergelder und Lobbyarbeit Vorteile wie Subventionen oder Steuereerleichterungen zu gewinnen. Im Extremfall versuchen sie, Gesetze zu erwirken, die Konkurrenten benachteiligen könnten. Es sollte daher untersucht werden, ob Regierungsgelder – eventuell im Zuge der Finanzkrise – geflossen sind, um ein Unternehmen finanziell zu unterstützen.

Auch bei Gesetzestexten sollte der Einfluss von Firmen untersucht werden. Ein Hersteller von Luftfiltern kann die Regierung beispielsweise dazu bringen, schärfere Umweltgesetze zu erlassen, um die eigenen Produkte besser am Markt platzieren zu können.

8. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.