MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Ethisches Investment: Mit reinem Gewissen Geld anlegen

In den vergangenen Jahren hat sich an den weltweiten Finanzmärkten ein neuer Trend heraus kristallisiert: Ethisches Investieren. Doch was bedeutet dieser Begriff überhaupt?

Die Antwort auf diese Frage hängt zunächst von der persönlichen Einstellung des Investors ab: Jede Person hat eine eigene Definition von ethischen Voraussetzungen, die ein Unternehmen erfüllen muss.

Grob gesagt ist die Rücksichtnahme auf ethische Grundsätze eine Art des Investierens mit reinem Gewissen. Anleger investieren dabei ausschließlich in Unternehmen, die die Welt verbessern oder sie zumindest nicht verschlechtern.

Persönliche Moralvorstellungen beachten

Ethische Investoren nehmen also Rücksicht darauf, dass ihr Geld Unternehmen unterstützt, die ihre persönlichen Moralvorstellungen einhalten. War diese Art der Geldanlage für viele Jahrzehnte beinahe verpönt, findet sie nun den Weg auf das internationale Börsenparkett.

Laut einer Studie des US-amerikanischen „Forums für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investment“ (US SIF) ist diese soziale Form der Geldanlage zwischen 2007 und 2010 um rund 13 Prozent angestiegen. Dies bedeutet, dass einer von acht US-Dollars, der professionell gehandelt wird, inzwischen auf Basis ethischer Grundsätze verschoben wird.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Institutionen folgen dem Trend

Wer nun denkt, dass sich diese Form der Geldanlage ausschließlich auf private Investoren beschränkt, liegt falsch. Auch Institutionen folgen inzwischen verstärkt diesem Trend. Viele Institutionen (Universitäten, Schulen, Biblitoheken etc.) werden schließlich ebenfalls von privaten Investoren finanziert, deren Moralvorstellungen bei der Geldanlage berücksichtigt werden sollten.

Das Forum US SIF nennt daher auch die Vielzahl an Institutionen als treibende Kraft hinter dem Aufstieg des sozialen Investments.

Ethisches Investieren: Verantwortungsvolles Handeln

Dies bedeutet gleichzeitig, dass ethische Investoren sehr stark in ihre Entschiedungen zur Geldanlage involviert sind und ihre Rolle als Teilhaber eines Unternehmens sehr ernst nehmen. Sie lesen Geschäftsberichte und –aussichten und nehmen aktiv an der Unternehmensgestaltung teil.

Da sich ethische Investoren jederzeit um eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensphilosophie bemühen müssen, ist es extrem wichtig, wer ein Unternehmen leitet. Außerdem stellen sie Umweltfragen, soziale Ungerechtigkeiten, Menschen- und Arbeiterrechte in den Vordergrund ihrer Investitionen.

Die Mehrzahl der ethischen Investoren macht sich Gedanken über all diese Punkte. Natürlich ist es aber auch erlaubt, einzelne Faktoren stärker zu gewichten als andere. Meist ist es nämlich schwer, ein Unternehmen zu finden, was alle Voraussetzungen zu 100 Prozent erfüllen kann.

Kompromisse meist unumgänglich

Daher ist es oftmals wichtig, Kompromisse einzugehen. Ein Unternehmen, das umweltfreundlich produziert, mag in sozialen Fragen nicht überzeugen. Ein Unternehmen, das einen Teil seines Gewinns an soziale Projekte spendet, mag gleichzeitig billig im Ausland produzieren.

Anleger sind also gefragt – nicht nur, um all diese Aspekte aufzudecken, sondern auch bei der Entscheidung, welche Aspekte wichtiger sind als andere. Manchmal investieren sie gar in Unternehmen und versuchen als Teilhaber, deren Arbeitsweise in bestimmten Bereichen zu ändern.

Ethische Geldanlage = schwache Rendite?

Aus finanzieller Sicht existiert das Vorurteil, dass soziale Investitionen deutlich schwächere Renditen bringen als die übliche Form der Geldanlage. Dies sollte jedoch nicht generalisiert werden.

Wie im sonstigen Börsenumfeld gibt es auch hier Gewinner und Verlierer – eine gründliche Recherche ist auch hier von Nöten. Gleichzeitig sollte damit auch klar sein, dass die Bezeichnung von ethischen Investoren nicht bedeutet, dass andere Investoren unethisch handeln.

Viele Anleger haben einfach nicht die Zeit, all diese Faktoren bei der Auswahl ihrer Finanzprodukte zu berücksichtigen. Die Chance ist jedoch groß, dass viele Investoren bereits jetzt unbewusst in Unternehmen mit hohen Moralstandards investieren. Jeder Anleger, der Aktien aus dem Deutschen Aktienindex DAX besitzt, wird solche Unternehmen im Portfolio haben.

Auch Anleger, die nicht unbedingt großen Wert auf Umwelt- oder Sozialfragen legen, können von ethischen Investitionen profitieren. Unternehmen, die diesen Standards folgen, werden beispielsweise deutlich seltener wegen Problemen vor Gerichten belangt oder können durch ihr gutes Image deutlich mehr Produkte verkaufen. Diese Aspekte werden in den kommenden Jahren immer wichtiger werden.

6. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.