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EU-Schlusslicht Italien: Die Krise der Römer

Nach der Brexit-Entscheidung der Briten bahnt sich eine neue Katastrophe für die EU an – es geht um das Schwergewicht Italien:

Dabei handelt es sich um ein Problem, das nicht so einfach aus der Welt geschafft werden kann.

Denn es bedroht nicht nur die gesamte EU, sondern auch die Gemeinschafts-Währung.

Der langsame, aber stetige Zerfall des römischen Reiches

Wir haben Ihnen aufgezeigt, dass Italien mit dem Rücken zur Wand steht – noch immer herrscht dort eine tiefe Rezession:

Der Niedergang der Wirtschaft ist nicht aufgehalten worden. Die Produktivität stagniert.

Unternehmen streichen die Segel und ausländische Investoren werden durch hohe Steuerlasten abgeschreckt.


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Schlusslicht Italien

Hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit ist Italien Schlusslicht in der EU. Doch das ist noch längst nicht alles:

Italienische Großbanken, die durch die Brexit-Entscheidung noch mehr in die Bredouille kommen, stehen vor dem Bankrott – v. a. aufgrund ihrer hohen faulen Kredite von insgesamt 360 Mrd. €.

Die italienische Politik hat versagt

Regierungs-Chef Matteo Renzi kritisierte bereits seine Vorgänger, die eine Rekapitalisierung der Banken sträflich unterließen.

Besonders die einstige Vorzeigebank Monte dei Paschi di Siena (MPS) befindet sich in einer kritischen Situation. Der Anteil ihrer faulen Kredite liegt bei sage und schreibe 41% – der höchste aller italienischen Finanz-Institute.

Selbst die Zentralbank Banca d’Italia muss eingreifen, um das komplette Banken-System zu stützen. Doch das wird offenbar nicht reichen – bei Weitem nicht…

Der europäische Steuerzahler soll die italienischen Banken retten

Matteo Renzi will die inländischen Finanz-Institute mit europäischen – und damit auch mit deutschen – Steuergeldern retten, sprich: eine Aufweichung der Bail-in-Regeln beim Abwickeln maroder Banken.

Bislang wehrt sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gegen diesen Plan.

Er besteht darauf, die Bail-In-Regeln ohne Ausnahmen zu beachten. Dabei müssen zuerst die Gläubiger der Banken an Verlusten beteiligt werden.

Allerdings – und jetzt lesen Sie genau weiter – sei danach eine dementsprechende Abwicklung mit Steuergeldern möglich.

Vertuschte Vergemeinschaftung von Bankverlusten

Erinnern Sie sich daran, dass die Verluste von Banken längst schon vergemeinschaftet wurden? – Und zwar durch die Banken-Rettungen über den ESM und die EZB!

Letztere kauft Staatsanleihen auch von Krisen-Staaten, die oft durch die Casino-Mentalität ihrer Banken in Schwierigkeiten gerieten. Damit beißt sich die Katze in den Schwanz. So einfach ist das.

Gerettet wurden in Italien längst schon ungesicherte Bankbonds. Diese waren vorher massenhaft Kleinanlegern aus steuerlichen Gründen angedreht worden.

7. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.