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EURIBOR – der Referenzsatz für Kredite und Festgeld

Viele Anleger und Sparer stoßen bei Festgeld- oder Kreditangeboten auf den Zusatz „jährliche Ermittlung durch den 12-Monats-EURIBOR“.

Der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) ist zunächst der maßgebliche Zinssatz für Termingelder im Internetbankensektor. Der EURIBOR gibt den Zinssatz an, unter dem sich Banken kurzfristig untereinander Geld ausleihen.

Er ersetzte im 1999 – nach der Einführung des Euros – den FIBOR. Der aktuelle Tageszinssatz wird auf 3 Nachkommastellen berechnet.

Der EURIBOR dient oft als Referenzzinssatz für Festgeldanlagen, Kredite oder Darlehen, die mit einem variablen Zinssatz versehen sind.

Mehr zum Thema: LIBOR und EURIBOR – wichtige Referenzwerte für Kreditzinsen

Die Berechnung des EURIBOR

Der EURIBOR wird täglich werktags neu berechnet und orientiert sich an den Angebotszinssätzen, die 37 repräsentative Banken aus der EU einreichen. Die Zusammensetzung der sogenannten Panel-Banken wird stetig überprüft.

Zur Festsetzung der EURIBOR-Zinssätze werden ausschließlich Banken im Panel berücksichtigt, die über eine erstklassige Kreditwürdigkeit verfügen.


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Die Referenzbanken geben bis 10.45 Uhr Brüsseler Zeit ihre Sätze für Termingelder mit einer Laufzeit von einer Woche bis zu 12 Monate durch.

Anschließend werden die Durchschnittssätze nach der Berechnungsmethode „actual/360“ veröffentlicht. Bei dieser Berechnungsmethode wird 1 Jahr pauschal mit 360 Tagen gleichgesetzt.

Dabei fließen die 15% höchsten und die 15% niedrigsten Zinssätze nicht in die Berechnung des EURIBOR ein.

Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass Ausreißer den Markt verfälschen. Insgesamt existieren je nach Laufzeit eines Kredits 15 verschiedene EURIBOR-Zinssätze.

Was der EURIBOR für Sparer und Kreditnehmer bedeutet

Der EURIBOR ist deswegen für den Anleger wichtig, da er einen Rückschluss über die aktuellen Konditionen am Kredit- und Festgeldmarkt erlaubt.

In der Regel vergeben Banken ihre Festgeldangebote immer im Bezug auf den EURIBOR plus eines Zinszuschlags je nach Laufzeit von bis zu 2%.

Für Tagesgeld sind dagegen weniger Zinsen erzielbar. Der Sparer erhält hier oft nur Zinsen knapp unter dem aktuellen EURIBOR-Zinssatz. Dafür ist Tagesgeld sehr flexibel und täglich verfügbar.

Mehr zum Thema: Tagesgeld – auf den effektiven Zinssatz achten

EURIBOR-Darlehen

Auch für den Kreditmarkt ist der EURIBOR-Zinssatz wegweisend. Seit dem Jahr 2009 ist der Zinssatz stetig gefallen. Die negative Nachricht für Sparer ist gleichzeitig eine positive für Kreditnehmer.

Besonders über das EURIBOR-Darlehen kann sich der Kreditnehmer günstig Kapital beschaffen. Die Zinsrate bei EURIBOR-Krediten liegt meist nur 0,8 bis 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen EURIBOR-Zinssatz.

Ein EURIBOR-Darlehen ist ein variabel verzinstes Darlehen, welches keiner festen Zinsbindung unterliegt.

Der Zins des Darlehens wird in der Regel alle drei, sechs oder neun Monate an den aktuellen EURIBOR-Zinssatz angepasst. Das EURIBOR-Darlehen eignet sich daher insbesondere für kurzfristige Kredite.

Insgesamt gilt: Will der Bankkunde einen Kredit aufnehmen, sollte dies bei einem möglichst niedrigen EURIBOR geschehen.

Will der Sparer sein Geld auf dem Festgeld-Konto parken, sollte ein steigender EURIBOR-Zinssatz abgewartet werden.

4. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands