von Jan Aalto

Euro auf Talfahrt: Zinsentwicklung kann drehen

US-Dollar wird stärker

Das Euro-Desaster: die ganze Wahrheit für 2012

In den vergangenen Tagen hat der Euro seine Talfahrt fortgesetzt.

Achtung: Rechnen Sie damit, dass diese Abwärtsbewegung weiter geht.

Seit mehr als zwölf Monaten hatte der Euro nicht mehr so wenig gegenüber dem Dollar auf die Waagschale gebracht. Vor allem: Der Dollar an sich „dürfte“ nicht so stark sein wie er jetzt geworden ist.

Gegenüber Währungen wie dem britischen Pfund ist der Dollar auch bei weitem nicht so prächtig wie zum Euro.

Euro: Spielball der Märkte

Der Euroraum selbst hat die europäische Leitwährung erst dahin gebracht, wo sie heute steht – nicht die „bösen Spekulanten“, wie die Politik oft behauptet. Von Anfang an waren die Regeln nicht darauf ausgelegt, die Wirtschaft oder die Währung stabil zu halten.

Griechenland ist erst der Anfang. Spanien hat erklärt, dass es alle Zielvorgaben verfehlen wird. In Italien sowie in Frankreich rechnen wir mit neuen Problemen. Vor allem aber:

Die Banken in Europa sind seit dem Unicredit-Versuch, eine Kapitalerhöhung durchzuführen, im Feuer. Da Banken das Herz des Systems sind, wird es in den nächsten Wochen für die Eurozone noch einmal brenzlig. Das Alles belastet den Euro – und hat jetzt erst die „Spekulanten“ auf den Plan gerufen.

„Spekulieren“ nach Einladung

Das aber bedeutet, dass die Banken aktuell vorsichtig sein müssen – vor allem bei der Kreditvergabe, da weitere Abschreibungen die Bilanzen sofort weiter zerstören würden.

Damit aber schwächen sie den Euro, weil die Kreditklemme inzwischen zum geflügelten Wort der Eurozone wurde. Letztlich warten Spekulanten gegen den Euro nur auf eine solche Einladung.

Wie weit kann der Crash führen?

  • Der Euro steuert jetzt bereits sein Fünf-Jahres-Tief bei unter 1,20 an.
  • Wenn Sie sich zurück erinnern: Vor zehn Jahren stand der Euro sogar bei weniger als 1 US-Dollar. Auch das ist eine mögliche Zielgröße.
  • Gestärkt werden dann neue Währungsfavoriten. Der Rinminbi ist von außen kaum zugänglich, der Yen schon. Das jüngste 10-Jahres-Tief gegenüber dem Yen belegt, wie tief der Euro im Ansehen bereits gesunken ist.

GeVestor meint: Gold wird wieder stärker werden, der Euro tendenziell fallen. So lange eine gemeinsame Wirtschaftsregierung weit entfernt ist, hat das gelbe Edelmetall alle Chancen, zumindest von der Euro-Schwäche zu profitieren.

Vorsicht: Der US-Dollar selbst ist schwach. Damit gingen Sie die Gefahr ein, dass eine Währungsspekulation auf den US-Dollar misslingt. Wer auf Währungen setzt, fährt daher am besten mit – Gold und Silber.

 
 
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