Euro-Krise: Konsequenzen für Ihre langfristige Vorsorge

Euro-Krise belastet die Vorsorge

Euro-Krise belastet die Vorsorge

So beschaulich die Treffen zwischen Angela Merkel und Nikolas Sarkozy in den Medien wirken, so gefährlich ist die Zusammenkunft für unser aller Rendite regelmäßig.

Die Vorsorgefähigkeit wird davon abhängen, wie schnell Sie jetzt auf die Zeichen der Zeit reagieren können. 10% sind in den vergangenen drei Monaten bereits verschwunden.

Kampf gegen US-Dollar nur ein Vorbote

Genau seit Anfang Oktober hat der Euro gegenüber dem US-Dollar bereits 10% eingebüßt. Das heißt effektiv auch für Sie: wenn unsere Währung gegenüber der Welt-Leitwährung verliert, reduziert sich auch die eigene Kaufkraft.

Wer 30% des eigenen Vermögens im Geld hält oder in geldähnlichem Vermögen wie Versicherungsverträgen, Sparverträgen oder Festgeldkonten, in Anleihen oder Leibrenten bezieht, hat gegenüber den internationalen Märkten 3% verloren.

Müssten Sie Waren aus Dollar-Gebieten kaufen oder Waren, die in Dollar gehandelt werden, würde sich dies sofort bemerkbar machen.

Da letztlich fast Alles in Dollar abgerechnet wird, geschieht das derzeit genau hinter unserem Rücken. Wer tankt, zahlt mehr. Wer in den Urlaub fuhr oder fährt, zahlt mehr.

Wer Nahrungsmittel kaufen möchte, wird mehr zahlen. Alles hängt am Dollar und spiegelbildlich der schwachen Euro-Währung. Dabei ist dies nur ein Vorbote für das, was dieser Tage passiert. Richten Sie Ihre Vorsorgeplanung daran aus.

Staaten leihen Geld

Italien und Spanien versuchen sich dieser Tage mit Anleihen Geld zu leihen. Misslingt dies, kracht der Euro weiter nach unten - also wird die EZB (europäische Zentralbank) eventuell stützen eingreifend.

Das aber heißt, dass sie noch mehr Geld neu produzieren wird als ohnehin schon. Der Euro läuft daher unabängig von der "Lösung" der Anleihen-Probleme in dieser Woche weiter unter Druck geraten.

Inzwischen macht sich dies auch im Verhältnis zu anderen Währungen bemerkbar. Gegenüber dem Yen hat der Euro kürzlich sein 10(!)-Jahres-Tief erreicht. Gegenüber dem Pfund verliert der Euro an Boden, gegenüber dem Schweizer Franken ebenso.

Den Fall gegenüber dem südlichen Nachbar bremst nur der dortige Beschluss der Zentralbank, den Franken bei einem Kurs von 1,20 künstlich zu stützen.

Kurz gesagt: der Währungsverfall belastet Ihr Geldvermögen jetzt schon, da die internationale Warenwelt einfach in Dollar und weiteren starken Währungen wie dem Pfund oder teils inzwischen dem Yen oder Rinminbi abgerechnet wird.

Wer seine Vorsorge plant, ist daher mit Geldvermögen derzeit auf der falschen Seite.

* Geld in jeder Hinsicht wird auf dem Devisenmarkt derzeit schwächer. Dies macht sich nicht in Form der Preisinflation bemerkbar, sondern zunächst nur in Kaufkraftverlusten gegenüber dem Ausland. Steigende Preise bei uns sind nur eine Frage der Zeit.
* Verträge mit langfristigen Geldauszahlungen geraten in die Gefahr, wertloser zu werden. Schließen Sie diese daher nur noch ab, wenn Sie darauf langfristig nicht angewiesen sind. Dazu rechnen etwa Modelle mit festen, nicht kündbaren Einzahlungsleistungen.
* Der Euro kann nach unseren Kalkulationen zumindest rund 20% verlieren. Das aber bedeutet einen direkten Eingriff in Ihr Geldvermögen. Schichten Sie daher rechtzeitig in Sachvermögen um. Aktien, wie in Wirtschaft vertraulich seit langem empfohlen, sind eine Chance.

Währungskonten sind aus unserer Sicht ebensowenig eine Alternative wie währungsgesicherte Zertifikate. Der Wert der späteren Auszahlung hängt dann nur an der Wertentwicklung anderer Papiergeld-Währungen. Diese aber ist - mit Verzögerungen gegenüber dem Euro - in vielen Fällen ebenfalls zumindest gefährdet.

Aktien kaufen

Die Empfehlung: vermeiden Sie währungsgesicherte Quanto-Zertifikate, vermeiden Sie Währungskosten und investieren Sie in Aktien. Diese sind am einfachsten zu handeln. Selbst die in Euro notierten Aktien werden bei einem starken Euro-Verfall mit Kurssteigerungen reagieren. Dies ist schlicht ein Schutz für Sie.

Achten Sie dabei darauf, Unternehmen zu kaufen, die auch international tätig sind und Umsätze in anderen Währungsräumen erwirtschaften.

Ein klassisches Beispiel dafür ist und bleibt die Schweizer Nestlé - eine unserer Top-Empfehlungen für die Langfristvorsorge mit aktuell etwa 5% Dividendenrendite - als klassischem Zinsersatz für Ihr Depot 2012.

 
 
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