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Euro-Schwäche: Die Gewinner und Verlierer des Währungskrieges

Kürzlich wurde gemeldet, dass die Inflation in der Euro-Zone auf 0,3% gefallen ist. Das ist der niedrigste Stand seit 5 Jahren. Das führte dazu, dass auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar noch mehr an Wert verlor.

Bereits zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB), die per Mandat vorrangig für die Steuerung der Inflationsrate in der Euro-Zone zuständig ist, sich auf die Fahne geschrieben, den Euro zu schwächen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken.

Derzeit kostet ein Euro nur noch etwa 1,26 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit 2012. Das Jahreshoch 2014 lag übrigens bei 1,39 USDollar. Erfahren Sie jetzt, warum die EZB plötzlich so bestrebt ist, den Euro zu schwächen und wer die Gewinner und Verlierer dieser Schwächung sind.

Die Verlierer des schwachen Euro

Kommen wir zuerst zu den Verlierern des – im Verhältnis zum US-Dollar und zum britischen Pfund – derzeit schwächelnden Euro. Dazu zählen vor allem Autofahrer und diejenigen, die gerne außerhalb der Euro-Zone (insbesondere in den USA) ihren Urlaub verbringen.

Autofahrer zählen deshalb zu den Verlierern, weil Rohöl und Benzin international in US-Dollar gehandelt werden. Je weniger der Euro im Verhältnis zum US-Dollar wert ist, umso mehr kostet im Gegenzug der US-Dollar. Dadurch steigt auch der Preis in Euro für Waren und Dienstleistungen, die wie Benzin in der US-Währung bezahlt werden müssen.

Das gerade beschriebene Prinzip sorgt auch dafür, dass der Urlaub in den USA derzeit teurer ist als in Zeiten, in denen der Euro noch stärker und somit teurer im Verhältnis zum US-Dollar war. Nicht davon betroffen sind diejenigen unter Ihnen, die ihren Urlaub ohnehin lieber innerhalb der Euro-Zone verbringen.


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Die Gewinner des schwachen Euro

Jetzt, nachdem ich Ihnen die Verlierer des schwachen Euro vorgestellt habe, möchte ich mich den Gewinnern widmen. Zu den größten Gewinnern gehören die deutschen Unternehmen, die ihre Waren und Dienstleistungen in Länder exportieren, die sich außerhalb der Euro-Zone befinden, da der Euro inzwischen in fremden Währungen weniger kostet als zuvor.

Dadurch können ausländische Kunden in der Euro-Zone günstiger einkaufen. Diese Entwicklung führt im ersten Schritt dazu, dass die Umsätze und die Gewinne dieser Unternehmen steigen werden.

Die Umsätze werden deshalb steigen, weil – wie schon angesprochen – die Waren und Dienstleistungen durch die Euro-Schwäche außerhalb der Euro-Zone günstiger werden, da weniger Geld in fremder Währung für die gleiche Menge an Waren und Dienstleistungen aufgewendet werden muss.

Das kurbelt die Nachfrage und somit den Umsatz an. Das heißt im Klartext: Die exportorientierten Unternehmen im der Euro-Zone werden künftig vom schwachen Euro profitieren und auch die Aktienkurse dieser Unternehmen werden davon profitieren.

Gefahren der „Weichwährungspolitik“

Die Regierungen vor allem in den USA, Europa und Japan hoffen, dass sie die Abwertungen und die Inflation beherrschen können. Doch die Erfahrung zeigt: Wer mit dem Feuer spielt, der verbrennt sich oft die Finger.

Daher lautet meine Empfehlung: Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf die Politik! Sie müssen ein Scheitern der „Weichwährungspolitik“ bei Ihrer persönlichen Finanzplanung mit einkalkulieren. Setzen Sie daher auf Länder, Währungen und Anlageklassen (Sachwerte), die Ihnen Vermögensschutz und Vermögensvermehrung bieten.

Eine zu starke Aufwertung kann gefährlich werden

Die Schweiz hat bereits die Notbremse gezogen und einen festen Wechselkurs Franken/Euro eingeführt, um die Aufwertung des Franken zu stoppen. Die Aufwertung hatte dazu geführt, dass Schweizer Waren und Dienstleistungen im Ausland zu teuer wurden.

Zusammen mit der Konjunkturkrise in vielen Euro-Staaten (= sinkende Nachfrage nach Schweizer Waren) war das der Grund, warum die Schweizer Wirtschaft zuletzt ein wenig geschwächelt hat. Und das, obwohl die Schweiz zu den besten Wirtschaftsstandorten der Welt gehört.

Das Beispiel der Schweiz zeigt, dass es nicht immer ein Vorteil ist, wenn ein Land eine sehr attraktive Währung besitzt und wie ein Magnet internationales Kapital anzieht.

Fremdwährungen und Währungskonto sind nicht die optimale Lösung

Der einfachste Weg ist nicht immer die beste Lösung. Natürlich können Sie einfach zu Ihrer Hausbank gehen und dort Australische Dollars, Norwegische Kronen oder Schweizer Franken kaufen. Im Regelfall werden Sie aber ungünstige Umtauschkurse erhalten und hohe Gebühren zahlen.

Ihre Fremdwährungen werfen anschließend auch keine Zinsen oder Dividenden ab. Daher bietet sich dieser Weg, in Hartwährungen zu investieren, nur dann an, wenn Sie einen kleinen „Notgroschen“ zu Hause in greifbarer Nähe haben möchten. Die beliebteste Lösung sind Fremdwährungskonten.

Die Banken haben jedoch den Trend erkannt und kassieren kräftig ab. Üblich sind monatliche Kontogebühren oder der verdeckte Weg, indem Ihnen die Bank einfach die Zinserträge nicht gutschreibt. Außerdem gilt: Sollte die Krise eskalieren und es doch noch zum Banken-Crash kommen, ist auch das Geld auf den Fremdwährungskonten verloren.

15. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.