von Günter Hannich

Eurokrise führt zu bürokratischem Zentralstaat

Die Verschärfung der Euro-Krise führt zu Problemen: Brüssel wird immer mächtiger

Die Verschärfung der Euro-Krise führt zu Problemen: Brüssel wird immer mächtiger

Was ich schon lange erwarte, bestätigt sich nun zunehmend: Die Eurokrise wird zu einem bürokratischen Europa-Zentralstaat führen.

Aus den Äußerungen von Politikern in Europa ist immer mehr die Forderung nach mehr zentraler Kontrolle durch Brüssel zu hören.

Erst kürzlich äußerte sich dazu Bundeskanzlerin Merkel: Ihrer Meinung nach müsse Deutschland in der Eurokrise, den Märkten und der Weltöffentlichkeit zeigen, dass der Euro zusammenstehen wolle, und dass der Euro verteidigt werden müsse, aber auch, dass wir bereit seien, ein weiteres Stück nationaler Souveränität dafür abzugeben.

Dass wir durch die Euroeinführung den zentralen Bestandteil einer Nation, die Währungssouveränität, schon verloren haben, reicht jetzt offenbar nicht mehr. Es soll noch mehr Souveränität an Brüssel abgegeben werden.

Zuerst schaffte man gerade durch diese Abgabe an Währungssouveränität überhaupt erst das Problem der Eurokrise vor dem wir heute stehen – jetzt soll durch noch mehr Aufgabe von Souveränität dieses Problem gelöst werden.

Dabei müsste genau das Gegenteil getan werden: Der Euro muss aufgegeben werden, weil er schlicht niemals funktionieren kann. Die Staaten in Europa sind viel zu ungleich, als dass man sie an eine Währung ketten könnte.

Der Euro ist das Problem

Die Folgen für Sie sind offensichtlich: Sie werden immer noch weniger demokratisch mitbestimmen können – immer unwichtiger wird Ihre Stimme mit der Sie bei nationalen Wahlen abstimmen.

Schon heute kommen über 80 Prozent unserer neuen Gesetze aus Brüssel.

Doch auch Ihre Abstimmung für das Europaparlament ändert nicht viel an diesem Demokratie-Abbau: Die meisten Entscheidungen für Europa werden durch die – nicht direkt demokratisch legitimierte – EU-Kommission getroffen, das Europaparlament hat dabei nur eine Mitsprachefunktion.

Doch ich befürchte, dass die Verantwortlichen niemals ihren Fehler eingestehen werden und eher den eingeschlagenen, falschen Weg weitergehen werden, als an einer wirklichen Lösung zu arbeiten.

Die einzige Lösung, die es für Europa geben kann, ist die Auflösung des Euros und die Rückkehr zu nationalen Währungen – alles andere wird dauerhaft nicht funktionieren und nur zu immer schlimmeren Krisen führen.

An solchen Äußerungen und Bemühungen sehen Sie, dass an einer echten Lösung in der Politik gar nicht gearbeitet wird. Deshalb wird es auch mit der Eurokrise weitergehen und Sie sollten Ihre Absicherungsmaßnahmen fortsetzen.

Heftige Kurssprünge wie wir sie gestern erlebt haben sind immer wieder möglich. Doch an den grundlegenden Problemen ändern auch jetzt die beschlossenen Hilfsmaßnahmen der Zentralbanken nur wenig.

Das zeigt auch die Entwicklung an den Anleihenmärkten, wo es nach einer kurzen Beruhigung wieder nach oben geht mit den Renditen.

 
 
Bildquelle: Paul Salu - Fotolia

Autor:

Günter Hannich

Günter Hannich ist Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz. Wie Sie Ihr Geld sicher durch die nächste Welle des Crashs 2011 bringen, lesen Sie im kostenlosen Newsletter Hannich Vertraulich.